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Remmers  | 

Erfolgreich aufgenommene Desinfektionsmittel-Produktion und Kooperation mit Berentzen

In Zeiten der Corona-Krise reagiert Remmers auf die aktuelle Ausnahmesituation. Neben zahlreichen innerbetrieblichen Schutzmaßnahmen für die Belegschaft hat der niedersächsische Anbieter von Bautenschutz-Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Bodenbeschichtungen kurzfristig einen Teil seiner Produktion für die Bekämpfung des Virus umgestellt: Der familiengeführte Betrieb produziert am Unternehmenssitz in Löningen Desinfektionsmittel und gibt diese zum Selbstkostenpreis an Rettungsdienste, medizinische Einrichtungen und öffentliche Institutionen zwischen Wilhelmshaven, Oldenburg, Cloppenburg, Delmenhorst und der Wesermarsch ab. Die Desinfektionsmittel entsprechen dabei den Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bereits kurz nach dem Produktionsstart konnten mehr als 5.000 Liter zur Verfügung gestellt werden, inzwischen folgten richtige Großmengen. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir mit diesem Angebot unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Region nachkommen“, so Remmers-Vorstandsvorsitzender Dirk Sieverding. Leider war Remmers aufgrund der großen Nachfrage an Grenzen gestoßen, denn zuletzt war das dafür benötigte Ethanol nicht mehr verfügbar.

Darum ist das Unternehmen jetzt sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Die Remmers Gruppe und die Berentzen-Gruppe haben für die Herstellung des dringend benötigten Desinfektionsmittels eine Kooperation vereinbart, um im größeren Stil Krankenhäuser, Rettungsdienste und andere medizinische Einrichtungen beliefern zu können. Der Spirituosenhersteller aus Haselünne hat dem Hersteller von bauchemischen Produkten sowie Holzfarben und -lacken im benachbarten Löningen dazu in dieser Woche insgesamt 40.000 Liter Ethanol geliefert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit einem Mittelständler aus unserer Heimatregion sozusagen nachbarschaftlich umsetzen können“, erklärt Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, und führt weiter aus: „Auf unseren eigenen Produktionslinien ist eine industrielle Fertigung von Desinfektionsmitteln nicht möglich, weil die Anlagen nicht explosionsgeschützt sind und sich auch nicht umrüsten lassen.“

Bei Remmers hingegen verfügen die Anlagen über den entsprechenden Schutz, weil dieser für die Herstellung der Produkte des Unternehmens notwendig ist. „Wir haben die Produktionsmöglichkeit aber keine gesicherte Rohstoffverfügbarkeit, während die Berentzen-Gruppe den Rohstoff aber keine diesbezügliche Produktionsmöglichkeit hat. Da lag die Idee nahe, mit der Berentzen-Gruppe zu kooperieren“, so Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender der Remmers Gruppe AG.

Beide Unternehmen betreten in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie Neuland. Während Remmers bislang nie Desinfektionsmittel hergestellt hatte, hat die Berentzen-Gruppe nie zuvor sogenannten vergällten – chemisch unverzehrbar gemachten – Rohalkohol aufbereitet. Dafür war eine behördliche Sondergenehmigung erforderlich.

„Diese Kooperation soll einen Teil dazu beitragen, als Unternehmen in diesen herausfordernden Zeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Wir sehen uns gerade hier in der Region in einer gesellschaftlichen Verantwortung, der wir gerne nachkommen“, sind sich Schwegmann und Sieverding einig.

Abgegeben wird das von Remmers nach WHO-Rezeptur gefertigte Desinfektionsmittel ausschließlich an Rettungsdienste, medizinische und öffentliche Einrichtungen, nicht aber an Privatpersonen und gewerbliche Kunden.

Mittlerweile sind viele Medien auf die neuartige Produktion bei der Remmers Gruppe aufmerksam geworden, es gibt bereits vier verschiedene Filmproduktionen dazu.

Link: https://www.sat1regional.de/fehlendes-desinfektionsmittel-norddeutsche-firmen-reagieren-kreativ-und-helfen/

Link NOZ: https://www.noz.de/video/47992/farben-und-lackhersteller-remmers-fertigt-desinfektionsmittel-an

Link Nord-West-Media TV: https://www.nwm-tv.de/news/news-anzeigen/?news_id=13869

Link NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-Firmen-reagieren-kreativ-und-helfen,corona1438.html

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