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Autor: Möbelfertigung

VDDK

Erst leichter Rückgang, Auftragseingang nach dem Lockdown wieder im Plus

Die deutsche Küchenmöbelindustrie ist nach Einschätzung von Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), Herford, bislang sehr robust durch die Corona-Krise gegangen. Anlässlich der Jahrespressekonferenz am 21. September prognostizierte er nach derzeitigem Stand ein Umsatzwachstum dieses Branchensegments für das Gesamtjahr 2020 von rund drei Prozent.

Die Umsatzentwicklung der deutschen Küchenmöbelindustrie im ersten Halbjahr war durch Corona-Pandemie und temporärem Lockdown zunächst negativ, nähert sich aber nach einem starken Juni (+12,8 %) und einem – durch einen außergewöhnlich guten Vorjahres-Vergleichsmonat – mäßigen Juli (+1,7 %) mit gesamt -1,74 Prozent langsam wieder dem Wachstumsbereich. Der insgesamt positive Trend wird maßgeblich vom Inland getragen (+1,4 % saldiert zum Vorjahreszeitraum) und durch die Auftragseingangsstatistik des Verbands untermauert.

Wohnen, Einrichten und Kochen stehen bei Verbrauchern schon seit längerem hoch im Kurs. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben diesen Trend noch verstärkt und zu einem „Cocooning 2.0“ geführt: Häufige häusliche Präsenz, Selbstgekochtes statt Kantine sowie Homeoffice haben die Renovierungs- und Anschaffungsneigung zugunsten der eigenen vier Wände gesteigert. Dies erklärt auch die schnelle Kompensation der teils dramatischen Umsatzverluste im April (-18,6 %) und Mai (-17,9 %).

Die repräsentative Auftragseingangsstatistik des VdDK, getragen von rund 30 der 48 Branchenunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten, flankiert die – sachlogisch nachläufige – Umsatzentwicklung in anschaulicher Weise: Das erste Quartal lag dabei noch souverän mit +13,4 Prozent Auftragszuwachs im Plus. Per zweitem Quartal sind die Rückschläge durch Corona – im April um -31 Prozent sowie im Mai um -21 Prozent – ebenso eingespeist wie die Aufholjagd ab Juni (+26 %), sodass das erste Halbjahr saldiert wieder mit +1,2 Prozent Auftragswachstum schließen kann. Die Folgemonate Juli (+26 %) sowie August (+16,3 %) führen diese Entwicklung kraftvoll weiter. Damit geht die Branche aktuell mehrheitlich davon aus, das Gesamtjahr mit einem leichten Plus im unteren einstelligen Bereich abschließen zu können.

Die nach der Dramatik der Frühjahrseinbrüche erfreuliche Entwicklung würde dann den soliden Umsatzanstieg um 2,8 Prozent des Vorjahres fortschreiben. Voraussetzungen bleiben ein hohes Verbrauchervertrauen und ungestörte betriebliche Abläufe im Zusammenhang mit der Pandemie. Aktuell vermittelt die regelmäßige Abfrage zur Lage bei den Küchenmöbelherstellern einen nachhaltig positiven Trend.

Die überraschend gute Lage des Branchensegments Küche ist vor allem guten Inlandsgeschäften geschuldet. Hier stiegen die Auftragseingänge im Juni sowie Juli jeweils sogar um ca. +30 Prozent, auch der August zeugt mit einem Auftragswachstum von +22 Prozent zum Vorjahresmonat von ungebrochener Nachfrage. Die anspringende Inlandsnachfrage schlug sich folglich im Juni mit einem deutlichen Umsatzwachstum in Höhe von 21,1 Prozent sowie im Juli von +7,5 Prozent nieder. Insofern ermöglicht der Blick nach vorn ein vergleichsweise optimistisches Bild, da sich die anhaltend guten Auftragseingänge mit kurzem Zeitverzug in vergleichbare Umsatzentwicklungen umwandeln.

Entgegen bisheriger Erfahrungen entwickelten sich die Auslandserlöse im ersten Halbjahr 2020 mit -6,12 Prozent hingegen signifikant schwächer als im Inland – die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren bzw. sind dort dramatischer. Besonders negativ wird der April in Erinnerung bleiben, als parallel zu nachgebenden Exportumsätzen (-28 %) die Ausfuhrquote um etwa fünf Prozentpunkte auf unter 36 Prozent sank.

Dennoch deutet sich bereits eine Trendumkehr an: Der Juni versprühte mit ca. +3 Prozent Exportumsatzwachstum ersten Optimismus – ein erstes positives Signal, das von Ausfuhren in die für Küchenmöbelhersteller entscheidende Eurozone mit einem Zuwachs in Höhe von +4,3 Prozent im Juni sogar getoppt wird. Die rückläufigen Auslandsumsätze für Juli (-5,81 % Export gesamt bzw. -1,78 % Export Eurozone) sind nach herausragenden Juli-Exportzahlen von 2019 in erster Linie „statistisch“ geprägt.

Der Nachlauf der Exporte gegenüber dem Inlandsumsatz ist maßgeblich der Zeitverzögerung beim Wiederanlaufen der Geschäfte in wichtigen Auslandsmärkten der deutschen Küchenmöbelindustrie geschuldet. Beispielsweise hatte Frankreich – der mit einem Viertel aller Ausfuhren wichtigste Exportmarkt für deutsche Küchen – mit ca. -18 Prozent Umsatzrückgang im ersten Halbjahr besonders deutlich Federn gelassen. Überraschend konnte der Export in die Niederlande allerdings zunehmen (+4,6 %), während die Ausfuhren in den drittwichtigsten Markt Österreich mit -7,5 Prozent dem Negativtrend fast aller anderen Auslandsmärkte folgte.

Die relativ zu den Ausfuhren nach wie vor eher unbedeutenden Küchenimporte gaben ebenfalls nach (-12,45 %) und betrugen im ersten Halbjahr etwas über 40 Mio. Euro gesamt. Knapp ein Viertel aller Küchenimporte kommen von Polen, welches trotz Corona-Krise die Importe nach Deutschland um 16 Prozent steigern konnte.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Exportmärkte besonders in Europa allmählich vor einer Stabilisierung stehen: So zeigen viele Märkte im August laut GfK-Zahlen eine stabile Anschaffungsneigung und eine zunehmend positivere Konjunkturerwartung. Da viele europäische Märkte in den vergangenen Monaten stärkere Corona-bedingte „Bremsspuren“ verkraften mussten, erwartet der VdDK hier gewisse Nachholeffekte im zweiten Halbjahr 2020.

Die üblich kräftigen Umsätze im Herbstgeschäft des Inlands werden mutmaßlich auch in diesem Jahr geschrieben. Die Vorzieheffekte wegen der auslaufenden Mehrwertsteuersenkung könnten auf Grund außergewöhnlicher Nachfrage sogar zu Lieferengpässen im vierten Quartal führen. Insgesamt geht der Branchenverband VdDK damit von einem leichten Branchenwachstum um +3 Prozent für 2020 aus.

Für die zuversichtliche Einschätzung des laufenden Wirtschaftsjahres spricht auch, dass nach wie vor alternative Anlagemöglichkeiten fehlen und sowohl die aktuellen Baufertigstellungs- als auch die Baugenehmigungszahlen für zusätzlichen Einrichtungsbedarf sorgen. Zudem wird die Umschichtung frei verfügbarer Mittel beim Verbraucher seit Corona-Ausbruch von Urlaub und Automobil hin zu Wohnen und Einrichten 2020 weiterhin positive Wirkungen entfalten.

Die Rolle der Küche als zentrales Element und Mittelpunkt der Wohnung, wo man sich im kleinen Kreis in Familie oder mit Freunden trifft, haben die Möbelverbände erst kürzlich mit Fokus auf die Pro-Kopf-Ausgaben für Küchenmöbel untersuchen lassen. Mit 373 Euro/Haushalt fließt mehr als die Hälfte aller Möbel-Ausgaben (725 Euro/Haushalt) in die Küche inklusive aller dort verarbeiteten Warengruppen. Zuversichtlich stimmt ebenfalls, dass die Durchschnittswerte der verkauften Küchen seit Jahren ansteigen. Diese positive, statistisch untermauerte Entwicklung beobachtet der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie bereits seit einiger Zeit.

Ein längerfristiger Ausblick, so VdDK-Vorsitzender Stefan Waldenmaier abschließend, fällt derzeit nicht leicht. „Bezogen auf 2021 könnte sich gerade zu Beginn des Jahres die Wiederanhebung der Umsatzsteuer auswirken, da einige dieser geplanten Käufe bereits in den Herbst 2020 vorgezogen werden. Auf der anderen Seite rechnen wir für 2021 mit einer allgemeinen konjunkturellen Erholung und einem Wiederanlaufen der Auslandsmärkte.“ Die international führende Rolle der deutschen Küchenmöbelindustrie sieht der Vorsitzende auch nach dieser Krise als unangefochten. „Kitchen Made in Germany bleiben weltweit ein begehrtes Gut“, so Waldenmaier.

Pekka Paasivaara verlängert seinen Vertrag nicht

Bei der Homag Group AG in Schopfloch wird sich die Unternehmensspitze verändern: Pekka Paasivaara, der Vorstandsvorsitzende des weltweit agierenden Unternehmens, hat gestern den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Ralf W. Dieter, darüber informiert, dass er über sein bis zum 30. Juni 2023 bestehendes Mandat hinaus nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht.

„Ich beabsichtige, die mit mir geschlossenen Vorstandsdienstverträge mit der Homag Group AG (Laufzeit bis 30.06.2023) sowie mit der Dürr AG (Laufzeit bis 31.12.2021) aus persönlichen Gründen nicht über die vereinbarte Laufzeit hinaus zu verlängern. Ich nehme meine Rolle als Vorstandsvorsitzender der Homag Group AG und Vorstand der Dürr AG aktuell unverändert wahr“, heißt es seitens Paasivaara.

Der Aufsichtsrat wird sich zu gegebener Zeit mit der Nachfolge befassen – es bleibt abzuwarten, ob der Posten erneut „branchenfremd“ besetzt wird oder jemand aus den eigenen Reihen aus der Homag Group AG oder Dürr AG aufrückt.

Sieben junge Menschen sind bei dem Büromöbelhersteller ins Berufsleben gestartet

Gute Arbeit, gute Ausbildung. Für die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG bleibt die Berufsausbildung auch in den aktuell herausfordernden Corona-Zeiten ein wichtiger Erfolgsfaktor. Entsprechend hat das Familienunternehmen die Zahl seiner Azubis im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht gesteigert: sieben Berufseinsteiger starten als zukünftige Industriekaufleute, Fachinformatiker für Systemintegration oder mit dem Dualen Studium der Holz- und Möbeltechnik bei Assmann ins Berufsleben.

Insgesamt bildet der Meller Büromöbelhersteller damit jetzt 17 junge Frauen und Männer in verschiedenen Berufen aus – vom Kaufmann bis zum Kraftfahrer. Neu dabei sind seit Anfang August Tiana Kuhlmann, Alisa Marie Lülf, Alicia Brinkemölller, Marvin Plantz sowie Jan Krause (alle Industriekaufmann/-frau), Fynn-Jordan Koch (Fachinformatiker/in für Systemintegration und Alexander Wölker (BA-Studium Holz und Möbeltechnik).

Der geschäftsführende Gesellschafter Dirk Aßmann begrüßte die Auszubildenden wie gewohnt persönlich an ihrem ersten Arbeitstag im Unternehmen. Anschließend hatten die neuen Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sich beim Unternehmens-Rundgang ein erstes Bild von der Fertigung, den Verwaltungsbereichen sowie dem Assmann Ausstellungsforum zu machen und sich – natürlich Corona-konform – etwas näher kennenzulernen. Die Werksbesichtigung war dabei nur ein Teil der umfangreichen Maßnahmen zur wertvollen Starthilfe, um das Ankommen bei Assmann zu erleichtern. Ein weiterer ist das Patenmodell, bei dem jeder Azubi vom ersten Tag an einen Paten aus einem höheren Lehrjahr an die Seite bekommt.

In den vergangenen Jahren wurde übrigens ein Großteil der Auszubildenden in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. Diesen erfolgreichen Weg will das Unternehmen weitergehen.

HDH

Stand der Dinge bei der Wohnraumoffensive – es besteht Nachholbedarf

Am 21. September 2018 tagte im Kanzleramt der Wohngipfel. Erklärtes Ziel der Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen war einhellig, mehr bezahlbaren Wohnraum in Deutschland zu schaffen. „Auch wenn es gelungen ist, wesentliche Maßnahmen für schnelleres Bauen auf den Weg zu bringen, beispielsweise indem eine Regelung zur Aufnahme der Typengenehmigung in die Musterbauordnung beschlossen und die Gleichstellung der Holzbauweise mit anderen Bauweisen befördert wurde, müssen behördliche Genehmigungsverfahren stärker entbürokratisiert werden“, so Schwörer. „Die inkonsequent vorangetriebene Digitalisierung und die ungenügende Zusammenarbeit der Fachbehörden stellen Bauherren und Planer weiterhin vor unnötige Probleme. Gelingt hier kein zügiger Wandel, werden die Potentiale der seriellen Vorfertigung auch in Zukunft nicht voll genutzt werden können, um Neubauvorhaben schnell und preisgünstig umsetzen zu können.“

Auch wenn wesentliche Punkte der vor zwei Jahren angekündigten Wohnraumoffensive auf den Weg gebracht wurden, müsse die Bundesregierung ihre Bemühungen intensivieren, so Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH): „Digitale Entbürokratisierung, serielles Bauen und die Wohnraumförderung sind weiterhin politische Baustellen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Schaffung und den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum nicht weiter zu verschleppen.“

Für die soziale Wohnraumförderung investierte der Bund in den Jahren 2018 und 2019 jeweils eineinhalb Milliarden. Von 2020 bis 2024 sind jährlich eine Milliarde Euro vorgesehen. So sehr die Förderungen zu begrüßen sind, seien sie für das erklärte Ziel, mehr Sozialwohnungen zu bauen, nicht ausreichend. „Es müssen die konstant steigenden Bau- und Grundstückspreise Beachtung finden und zusätzlich ausreichend kommunale, interessante Bauflächen zur Verfügung gestellt werden“, fordert der HDH-Präsident. Hier sollte insbesondere die Nachverdichtung berücksichtigt und darauf geachtet werden, nicht nur auf die preisgünstigsten Lösungen abzuzielen. „Was nützt es, den sozial Schwächeren unserer Gesellschaft günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wenn sie die gestiegenen Energiekosten nicht bewältigen können? Hier muss die Politik prioritär nachhaltiges und klimafreundliches Bauen mit hohen Energiestandards fördern.“

Findet erneut in über 2.000 Küchenfachgeschäften statt

Der Countdown läuft. In wenigen Tagen ist wieder „Tag der Küche“. Er findet in diesem Jahr am Samstag, 26. September, erneut in über 2.000 mitwirkenden Küchenfachgeschäften, Küchenstudios und bei Möbelhändlern mit Küchenfachabteilung bundesweit statt. „Für den ‚Tag der Küche‘  in diesem Jahr, haben wir uns im Zeichen der aktuellen Zeit etwas Besonderes einfallen lassen“, erläutert Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK), die den „Tag der Küche“ vor zwanzig Jahren ins Leben gerufen hat. So findet der „Tag der Küche“ in diesem Jahr nicht nur vor Ort sondern auch live auf YouTube und Facebook statt.

Irle: „Viele unserer Industriepartner werden uns bei dem Live-Stream unterstützen. Alle Verbraucher können sich auf ein neues und besonderes Event freuen und jedes Studio kann live dabei sein, indem es unseren Stream ins eigene Studio holt.“ Zu Beginn wird ab 11.00 Uhr unter https://www.youtube.com/watch?v=Mf28N0iq8vo ein Kochevent mit dem Dampfgarer gezeigt, ein Profi gibt Tipps und zeigt Kniffe. Zudem kann man eine spannende Kochfeld-Innovation erleben. „Weiter geht es dann mit vielen Highlights und praktischen sowie hübschen Accessoires. Wir stellen ein paar der Preise vor, die es wieder beim „Tag der Küche“-Gewinnspiel online oder im Küchenhandel zu gewinnen gibt“, so Irle.

Während des Live-Streams hat jeder Zuschauer die Möglichkeit über einen Chat Fragen zu stellen. Experten antworten direkt auf die Fragen oder geben diese an Spezialisten weiter.

Zum Abschluss gibt es dann eine Gesprächsrunde mit Geschäftsführern wichtiger Unternehmen der Branche. Geplant ist ein dreistündiger Live-Stream, bei dem es viele neue Produkte, Trends und Innovationen zu sehen gibt. Dabei sein kann jeder, ob über Facebook-Live über die „Tag der Küche“-Facebook-Seite, oder über den „Tag der Küche“-YouTube-Channel.

Wer bis zum Aktionstag und auch darüber hinaus informiert bleiben will, kann sich in den sozialen Netzwerken auf dem Laufenden halten. Unter Facebook, unter „twitter.com/tagderkueche“ oder „instagram.com/tagderkuche“ finden sich aktuelle Mitteilungen über das laufende Gewinnspiel oder Informationen zu den neuesten Trends. Weitere Infos finden sich außerdem unter: www.tag-der-kueche.de, unter   www.amk-ratgeber-kueche.de sowie bei der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V., www.amk.de. (AMK)

Erste Ausgabe der Studie „TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“

Cross-Border Commerce Europe (CBCommerce), die Plattform zur Förderung des grenzüberschreitenden Online-Handels in Europa, gibt die erste Ausgabe der künftig jährlich erscheinenden Studie „TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“ heraus. Sie stellt die 100 weltweit besten Online-Marktplätze vor, die auch in Europa grenzüberschreitend performen. Im grenzüberschreitenden Online-Handel wurde in Europa 2019 ein Gesamtumsatz in Höhe von 143 Milliarden Euro (ohne Reisen) erzielt, von denen 84 Milliarden Euro (59 %) auf Markplätze entfallen. Den Löwenanteil generiert mit bald einem Viertel Amazon, dessen Umsatz 2019 bei 32 Milliarden Euro und damit 18,5 Prozent über dem Vorjahresumsatz lag. Marktplätze europäischer Herkunft, angeführt von Vinted, G2A, Farfetch und Zalando, steigerten ihre Umsätze gegenüber 2018 um 17 Prozent und erwirtschafteten elf Prozent des Marktvolumens. Es ist zu erwarten, dass 2025 65 Prozent des grenzüberschreitenden Online-Handels in Europa auf Markplätzen abgewickelt wird. Die Studie von CBCommerce wurde mit Unterstützung von FedEx Express und Worldline durchgeführt.

„TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“ ist eine umfassende Zusammenstellung der Cross-Border-E-Commerce-Daten von Online-Marktplätzen, die in Europa agieren.

Die Rangliste entsteht durch die Auswertung von vier übergeordneten Parametern:

  • grenzüberschreitende Online-Verkäufe in Europa (28 europäische Länder inkl. UK)
  • SEO-Indikatoren für die grenzüberschreitende Performance
  • Cross-Border-Score, abhängig von der Anzahl der belieferten Länder
  • Anzahl und Prozentsatz von Usern, die nicht aus dem Herkunftsland des Händlers stammen

Vier untergeordnete Parameter verfeinern das Ranking:

  • Art des Geschäftsmodells (B2B – B2C – P2P – C2C …)
  • europaweite Markenstrategie des Marktplatzes
  • KI- und Big-Data-Strategie des Marktplatzes
  • Art und Anzahl der Serviceangebote an die Markplatzkunden

Die Studie berücksichtigt alle Typen von Online-Marktplätzen (B2C, B2B, C2C, P2P) und alle Branchen außer Reisen.

Der beschriebenen Methodik folgend wurden die führenden der in Europa grenzüberschreitend agierenden Online-Marktplätze 2019 ermittelt. Die TOP 10 sind:

  • TOP 1: Amazon (USA)
  • TOP 2: Ebay (USA)
  • TOP 3: AliExpress (China)
  • TOP 4: Etsy (USA)
  • TOP 5: Discogs (USA)
  • TOP 6: Wish (USA)
  • TOP 7: Vinted (Litauen)
  • TOP 8: G2A (Polen)
  • TOP 9: Farfetch (UK)
  • TOP 10: Bandcamp (USA)

56 Prozent der „TOP 100“-Marktplätze sind B2C-Plattformen, darunter Amazon, eBay und AliExpress als TOP 3; fast die Hälfte davon verfügt über ein eigenes Sortiment. 68  Prozent sind „reine“ Marktplätze, die nicht eigene, sondern nur Waren anderer Händler vertreiben (z. B. Discogs, Wish, Farfetch und Bandcamp). C2C-Plattformen machen 36 Prozent der „TOP 100“ aus, darunter als europäischer Marktführer das englische Depop and Bump, die deutschen Marktplätze Hood, mobile.de und Rebelle, Delcampe aus Belgien, Vestiaire Collective aus Frankreich und Marktplaats aus den Niederlanden. Über zehn Prozent setzen – wie beispielsweise The Saleroom – auf Auktionen.

Im Segment Second-Hand-Ware, in dem 41 Prozent der „TOP 100“ aktiv sind, ist Vinted der Marktführer. Ein gänzlich neuer Marktplatztyp, angesiedelt im Bereich von C2C und P2P, entsteht derzeit durch mobile Apps wie StockX, Depop und Grailed. Neue Shopping-Gewohnheiten, die infolge der Corona-Pandemie zu beobachten sind, könnten das Ende der Fast Fashion „made in China“ besiegeln.

Eine neue Art von Marktplatz erobert das Feld: Online-Handel erfolgt zunehmend auf Plattformen, die Social oder Content Commerce betreiben. Kunden werden zu Influenzern und interagieren, u.a. mittels eines Kaufen-Buttons, beispielsweise auf US-amerikanischen Plattformen wie Instagram, Pinterest, Snapchat und Facebook. China mit seinen mobilen Apps, von denen TikTok, gegründet 2016, aktuell die beliebteste ist, weist hier den Weg.

  • Der Marktanteil von Marktplätzen am grenzüberschreitenden Online-Handel wird bis 2025 von 59 Prozent auf 65 Prozent wachsen. Die Corona-Pandemie wirkt als Turbo für den grenzüberschreitenden Online-Handel auf Marktplätzen. Kunden haben für diese Art von Plattform eine besondere Vorliebe und tätigen hier regelmäßig oder zumindest wiederkehrend ihre Käufe. Viele sind Premium-Nutzer und daher extrem loyal. Hinsichtlich der Kundenpräferenzen übertreffen Marktplätze Hersteller und Händler häufig in fast allen Bereichen. Die Qualität des Produkts, seine Einzigartigkeit, Verfügbarkeit und sein Preis sind die Kriterien, die den Unterschied machen. Kunden suchen ihre Wunschprodukte direkt auf den Plattformen, eher noch als auf Google. Amazon wird auch 2025 noch der Marktführer sein, dann voraussichtlich mit einem Umsatz von 50 Milliarden Euro
  • „Reine“ Marktplätze werden ihren Marktanteil bis 2025 von 68 Prozent auf 75 Prozent erhöhen. Im Jahr 2025 wird die Hälfte der TOP-100-Marktplätze C2C-Plattformen sein. eBay Europe, der Marktführer im C2C-Segment, der Anfang September den 25. Geburtstag feiern konnte, visiert einen Umsatz von 25 Milliarden Euro an.
  • Es ist davon auszugehen, dass der Verkauf von Second-Hand-Ware bis 2025 1,5-mal bedeutender sein wird als der von Fast Fashion. Etwa 13 Prozent einer Durchschnittsgarderobe werden aus zweiter Hand stammen. Millennials und die Generation Z treiben dieses Wachstum wesentlich voran, denn die 18- bis 37-Jährigen kaufen 2,5-mal mehr als andere Altersgruppen. Der Anteil an Gebrauchtwarenverkäufern im C2C-Bereich wird von 41 Prozent auf 50 Prozent steigen.

Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament haben eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, um Online-Marktplätze transparenter zu machen. Neue EU-Regelungen verpflichten die Plattformen zu zahlreichen Maßnahmen, darunter die Überarbeitung der AGB, das Aufstellen einer Datenschutzrichtlinie und die Einrichtung eines Verfahrens zur Beschwerdebearbeitung – Neuerungen, die den Handel auf Marktplätzen weiter beleben werden.

„Ich möchte mich bei unseren Marktforschungs-Partnern FedEx Express und Worldline bedanken, die gemeinsam mit unserem Forschungsteam unsagbar viel Energie in die erste Ausgabe dieser lang erwarteten Studie gesteckt haben. Die Studie macht die besten der in Europa agierenden Online-Marktplätze sichtbar und beflügelt die gesamte Branche“, so Carine Moitier, die Gründerin von CBCommerce.

Die Studie ist zu bestellen unter der Telefonnummer +32 473 26 05 61 oder per E-Mail unter carine.moitier@cbcommerce.eu.

Über Cross-Border Commerce Europe: Cross-Border Commerce Europe ist die europäische Netzwerk- und Wissensplattform für alle E-Commerce- und Omnichannel-Player, die in mindestens drei europäischen Ländern vertreten sind. CBCommerce.eu vernetzt die verschiedenen Akteure, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, den Wissens- und Zahlenaustausch zu fördern und die Trends und Besonderheiten in den einzelnen europäischen Ländern zu entdecken. Mitglieder von Cross-Border Commerce Europe sind Marken und Händler aller Größen. Unsere Partner sind Servicedienstleister in allen Handelsbereichen.

Die ersten Bilder des Oberflächen-Events

Zittern bis zum letzten Moment: Klappt DAS Oberflächen-Event des Jahres 2021? Nachdem wegen der Lockdown-Phase in Deutschland bereits einmal verschoben werden musste? Jetzt können die Netzwerke „möbelfertigung“ und „arcade“ vermelden, dass alles läuft. Ob spontaner Livestream oder kurzfristiger Corona-Test – für diese Veranstaltung, die heute um 15 Uhr im Kurfürstlichen Schloss in Mainz gestartet ist, wurde nichts unversucht gelassen. Erster Sprecher des Tages ist Clive Pinnington von der European Panel Federation, ihm folgen Peter Lantz von Ikea, Ralf Imbery von Continental und Nadia Oukid von Sappi. Für erste Bilder von „Surface in Motion“ 2021 einfach oben auf das Foto klicken. Fotos: Guido Schiefer Fotografie

Wer spontan noch mit dabei sein möchte, der kann hier für heute und morgen ein Ticket für den Livestream buchen. Morgen können Registrierte zwischen den Sessions „Technologie“ und „Design“ nach Lust und Laune hin und her switchen. Die Livestreams laufen ausschließlich in englischer Sprache. Das komplette Programm finden Sie hier.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hymmen, Colorgate, Renolit, Sappi, Continental, Ahlstrom Munksjö, Kleiberit, Sesa, Lamigraf, Koenig & Bauer, Swiss Krono Group, Saueressig Surfaces, „Interzum“, Technocell Dekor, Innovative Oberflächentechnologien GmbH und Lott Lacke.

Gründete die „Plasmatreat Academy“

Als einer der Innovationsführer im Bereich der Plasma-Oberflächenbehandlung teilt Plasmatreat sein Know-how bereits seit langem mit dem Markt. Die neu gegründete „Plasmatreat Academy“ bündelt die zahlreichen Fort- und Weiterbildungsangebote jetzt unter einem Dach. Das Ziel: ein intensiver Dialog mit Kunden, Lieferanten, Wissenschaft und Forschung.

Die Anwendung von Plasma in der Oberflächentechnik ist noch verhältnismäßig jung und der Informationsbedarf in der Industrie entsprechend groß. Plasmatreat, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für atmosphärische Plasmatechnologie, veranstaltet daher bereits seit Jahren regelmäßig Seminare, Schulungen sowie Workshops zum Thema Plasma und seinen Anwendungsmöglichkeiten. Jetzt bündeln die Plasmaexperten ihre Fort- und Weiterbildungsangebote in der neu gegründeten „Plasmatreat Academy“ und erweitern das Portfolio gleichzeitig um Fachvorträge, Kongresse und Veranstaltungen zu ausgewählten Themen.

„Der intensive Dialog mit Industrie und Wissenschaft gehört gewissermaßen zur Unternehmensphilosophie von Plasmatreat. Nur wenn wir die Fertigungsprozesse unserer Kunden verstehen und wenn diese wiederum wissen, welche Möglichkeiten ihnen unsere Plasmaverfahren bieten, sind wir in der Lage, neue, innovative Verfahren zu entwickeln, die den Anforderungen des Marktes entsprechen“, macht Akademie-Leiter Dipl.-Ing. Erhard Krampe deutlich und ergänzt: „Mit der Akademie möchten wir helfen, eine Brücke zwischen Forschung und konkreter Industrieanwendung zu schlagen.“

Das Programm der Akademie ist breit gefächert und reicht von Seminaren zu den Grundlagen der Plasmatechnologie über Schulungen zu konkreten Themen bis hin zu hochkarätig besetzten Kongressen. Neben Veranstaltungen, die Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen ansprechen, gibt es auch Einzelevents, die speziell auf die Anforderungen eines bestimmten Kunden zugeschnitten sind. Das Angebot richtet sich an Entwickler und Konstrukteure ebenso wie an Projekteure und Einkäufer. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Bedienern der Plasmaanlagen. Oberstes Ziel von Plasmatreat ist es, Anwendern die Arbeit so einfach wie möglich zu gestalten.

Gestartet ist die „Plasmatreat Academy“ coronabedingt mit Online-Seminaren. „Wir mussten flexibel auf die geänderte Situation reagieren, denn Präsenzveranstaltungen sind derzeit leider nicht in dem Maße möglich, wie wir uns das wünschen. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere Inhalte und Themen unseren Kunden nahebringen, denn die Nachfrage ist da“, so Erhard Krampe. Das Konzept geht auf: Bis zu 250 Personen pro Thema haben teilgenommen. Das digitale Angebot wird daher kontinuierlich ausgebaut. Geplant sind unter anderem Web-Seminare zu den Anwendungsmöglichkeiten von atmosphärischem Plasma in der Druck- und Automobilindustrie sowie werkstoff-fokussierte Workshops zur Plasmabehandlung von Kunststoffen, Metallen und Glas. Grundsätzlich ist die Plasmatreat Academy aber nicht nur im Internet zuhause. Sobald Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind, ist die Akademie in Bezug auf die Örtlichkeiten flexibel – sei es im Technologiezentrum am Firmensitz in Steinhagen, in den weltweiten Niederlassungen, beim Kunden vor Ort oder in Hotels.

Potenza soll den Transformationsprozess befeuern

Die Biesse Gruppe begrüßt Massimo Potenza in ihrem Führungsteam, der an der Seite von Roberto Selci, dem CEO der Gruppe, die Ausprägung und Umsetzung des Projekts „Reorganisation & Transformation der Gruppe“ verantworten wird. Potenza wird die Position des Co-Chief Executive Officer übernehmen, sobald die dafür notwendigen internen Verfahren und damit verbundenen Verpflichtungen abgeschlossen sind.

„Der Eintritt von Massimo in unsere Gruppe, mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung, wird es uns ermöglichen, einen neuen Schritt nach vorne zu machen“, sagte Roberto Selci, CEO der Biesse Gruppe. „Massimo teilt die Vision der ,One Company‘, die unseren Ansatz seit langem inspiriert und den Prozess der Unternehmensumwandlung beschleunigt. Ohne die neue Ausrichtung der gesamten Gruppe wären wir auf lange Sicht nicht mehr wettbewerbsfähig“, so der Inhaber des börsennotierten Unternehmens, das auf technologische Lösungen für die Verarbeitung von Holz, Glas, Stein, Kunststoff und Metall spezialisiert ist.

Durch diesen Beitritt wird die Gruppe den bereits eingeleiteten Transformations- und Evolutionsprozess noch intensiver verfolgen: Mit dem Ziel, eine flexible Organisationsstruktur zu schaffen, die sich schnell an sich ändernde Kontexte anpassen kann. „Das globale Szenario, mit dem die Welt in den letzten Monaten konfrontiert war, hat uns über den Gesundheitsnotstand hinaus gelehrt, wie wichtig es ist, auf jeden äußeren Wandel vorbereitet zu sein. Nur mit flexiblen und widerstandsfähigen Organisationen werden wir in der Lage sein, Diskontinuität zu beherrschen und uns proaktiv und erfolgreich an neue Szenarien anzupassen. Und die Grundlage dazu sind Mitarbeiter, die in ihren Fähigkeiten gestärkt und schnell handlungsfähig sind“, kommentiert Massimo Potenza.

Massimo Potenza ist 1960 in Bari geboren, schloss sein Studium der Betriebswirtschaft ab und kam 1985 zu Barilla. Er übernahm zunehmend mehr Verantwortung im Bereich Finanzen und Kontrolle, wurde Generaldirektor der Bäckereiabteilung und war anschließend bis 2011 Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Barilla-Gruppe. In den folgenden Jahren bekleidete er Positionen als Vorstandsmitglied und Senior Strategic Advisor in führenden Beratungsunternehmen für die Sektoren Mode & Luxus, Lebensmittel, Pharma & Mechanik.