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Autor: Möbelfertigung

Leichter Umsatzrückgang bei der gewerblichen Wirtschaft im April

Nach zuletzt kräftigem Anstieg ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland im April 2021 gegenüber dem Vormonat wieder etwas zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, verringerte sich der nominale (nicht preisbereinigte) Umsatz saison- und kalenderbereinigt gegenüber März 2021 um 1,1 Prozent. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft liegt im April 2021 aber mit +6,5 Prozent weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Diese Entwicklung zeigt der Frühindikator für die Konjunkturentwicklung der gewerblichen Wirtschaft, der aus den monatlichen, noch unvollständig vorliegenden Umsatzsteuervoranmeldungen ermittelt wird. Er ermöglicht frühzeitige Aussagen zur Umsatzentwicklung, noch bevor die amtlichen Ergebnisse aus den Erhebungen nach Wirtschaftsbereichen vorliegen. Die gewerbliche Wirtschaft umfasst die Bereiche Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen.

Die Umsatzentwicklung für März 2021 gegenüber dem Vormonat wurde anhand der vollständigen Daten von +5,7 Prozent um 0,5 Prozentpunkte nach oben auf +6,2 Prozent revidiert.

„Domotex“ 2021

Großer Zuspruch namhafter Hersteller:innen von Hartbodenbelägen

Wichtige europäische Markenhersteller:innen haben sich bereits jetzt für die „Domotex“  2022 ausgesprochen und unterstreichen mit ihrer Teilnahme die weltweite Bedeutung der Messe. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die 33. Auflage der Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge vom 13. bis 16. Januar 2022 eine starke und innovative Veranstaltung wird. Namhafte Markenhersteller:innen aus dem Segment der Hartbodenbeläge sind sich einig, dass die „Domotex“  in Hannover als internationale Leitmesse die Branchen- und Netzwerkplattform bleiben muss und sie diese als Schaufenster der europäischen Bodenindustrie stärken werden. Mit der Einführung der zwei Labels „Floor & Wall“ und „Carpets & Rugs“ hebt die „Domotex“  ab 2022 die Bedeutung der zwei Themenwelten hervor. Sie besteht nicht nur aus dem vielfältigen Bereich der Teppiche, sondern vielmehr und auch gleichberechtigt befinden sich viele Unternehmen der Hartbodenbranche als Aussteller:innen auf der „Domotex“.

Mit der Einführung des Labels „Floor & Wall“ stärkt die „Domotex“ insbesondere den Hartbodenbereich und gibt ihm eine eigene Identität. Ab 2022 nimmt sie außerdem Lösungen für die Wand stärker ins Visier, die als komplementäres Produkt ideal zu Bodenbelägen passen. Entwickelt wurde diese konzeptionelle Neuausrichtung auf Initiative eines Arbeitskreises der Hartbodenhersteller:innen, der sich seit Frühjahr 2020 unter Federführung der „Domotex“ regelmäßig getroffen hat. Teilnehmer:innen dieses Arbeitskreises sind Geschäftsführer:innen namhafter europäischer Hersteller:innen der Hartbodenbranche sowie wichtiger DACH-Verbände.

„COVID-19 hat unser Leben nachhaltig verändert. Digitale Meetings ersetzen seit nunmehr 15 Monaten die persönliche Begegnung. Immer mehr Menschen und Geschäftspartner:innen sehnen sich nach einem direkten und persönlichen Austausch mit uns. Verändert hat sich parallel das Bewusstsein für unser Zuhause und folglich blüht derzeit das langersehnte Renovationsgeschäft auf, hoffentlich nachhaltig“, sagt Klaus Brammertz, CEO und Präsident der Bauwerk Group. „Die Deutsche Messe AG hat das „Domotex“-Konzept grundsätzlich überarbeitet und eine Basis dafür geschaffen, dass die „Domotex“ 2022 zeitlich hoch attraktiv positioniert wird und inhaltlich die Voraussetzungen mit sich bringt, ein ideales Fenster unserer Branche zu werden. In diesem Bewusstsein freuen wir uns auf unsere Teilnahme und hoffen auf möglichst viele Gleichgesinnte“, sagt Brammertz weiter.

„Die ,Domotex‘ 2022 ist für uns die erste Messe, an der wir seit Beginn der Corona-Pandemie teilnehmen werden. Die aktuellen Fortschritte in Österreich und Deutschland geben uns Zuversicht, dass wir wieder Gespräche auf persönlicher Ebene führen können. Bodenständigkeit, Natürlichkeit und Gemeinschaft sind unsere typischen österreichischen Werte, denen wir dann wieder vermehrt Bedeutung schenken können. Wir erhoffen uns, dass die Reisebeschränkungen und weitere einschränkende Maßnahmen bis dahin Geschichte sein werden und viele – vor allen Dingen auch internationale – Besucher:innen zur ,Domotex‘ 2022 kommen“, sagt Ing. Karl Scheucher, Geschäftsführer der Scheucher Holzindustrie GmbH.

„Nach all den Monaten sozialer Distanz freuen wir uns sehr auf den persönlichen Austausch mit unseren Handelspartner:innen und hoffentlich vielen international Interessierten. Gute Produkte und Live-Events gehören zu unseren Stärken – und dafür bietet uns die ,Domotex‘ 2022 die perfekte Bühne. Mit neuen Konzepten, erweitertem Angebot und vielen spannenden Highlights wird sie im Januar 2022 zum internationalen Branchenmagnet werden. Wir sind dabei und freuen uns drauf“, sagt Matthias Windmöller, CEO der Windmöller GmbH.

Ab dem nächsten Jahr wird die „Domotex“ von Donnerstag bis Sonntag stattfinden. Somit startet die Veranstaltung 2022 am 13. Januar und bleibt bis zum 16. Januar geöffnet.

„FSC Furniture Award“ 2021

Startet in Kürze

Während eines Webinars am Dienstag, 8. Juni, wird offiziell der Start des „FSC Furniture Awards“ 2021 bekanntgegeben. Mit dem Wettbewerb will der Forest Stewardship Council (FSC) das Engagement von FSC-zertifizierten Unternehmen in den Kategorien Innen- und Außenmöbel anerkennen. Gewinner der Awards, aber auch Teilnehmer, erhalten zahlreiche Materialien, mit denen sie ihr Nachhaltigkeits-Engagement nach außen tragen und für ihr Marketing nutzen können.

2019 in Italien gestartet, wird die Auszeichnung nun in zehn weiteren Ländern in der europäischen Wertschöpfungskette vorgenommen. Dazu zählen neben Italien jetzt auch Deutschland, Österreich, Bosnien Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Polen, San Marino, Serbien, Slowenien und Großbritannien.

Während des Webinars werden die Teilnahmebedingungen erläutert, außerdem Vertreter des FSC mit Gewinnern aus den Jahren 2019 und 2020 sprechen, um Chancen und Vorteile zu erläutern, die die Themen Nachhaltigkeit und FSC-Zertifizierung im Holzmöbelsektor bieten. Mit dabei sind Michele de Bonis (Calligaris), Nicola Negri (Composad) und Daniela Pompa (Roda).

Die „möbel kultur“, Schwestermagazin der „möbelfertigung“, ist offizieller Medienpartner des „FSC Furniture Award“ 2021 und wird regelmäßig darüber berichten.

Hilft bei einer Anlagenverlagerung für Holzfaserdämmstoffe in die USA

Das US-amerikanische Baustoffunternehmen Go Lab, Inc. verlagert derzeit eine Anlage zur Herstellung von Holzfaserdämmplatten von Berga in Thüringen an seinen Produktionsstandort in Madison im US-Bundesstaat Maine. Mit der Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2022 wird Go Lab das erste Unternehmen sein, das Holzfaserdämmstoffe in Nordamerika produziert.

Die verlagerte Anlage wurde ursprünglich im Jahr 2009 vom Eppinger Maschinen- und Anlagenbauer Dieffenbacher an Homatherm, später umbenannt in Homanit Building Materials GmbH & Co. KG, geliefert. Im Auftrag von Go Lab besichtigten Dieffenbacher-Experten die Anlage Ende 2018 und empfahlen den Kauf. Nachdem Go Lab sich im April 2019 entschied, die Anlage zu kaufen, unterstützte Dieffenbacher das Unternehmen bei der Finanzierung der Verlagerung sowie der Planung der Montage und Wiederinbetriebnahme in Madison. Darüber hinaus umfasst die Zusammenarbeit auch einige Modernisierungsmaßnahmen und neue Dieffenbacher-Technik wie die Beleimung und den Trockner.

„Verpackt in mehr als 80 regulären und übergroßen Schiffscontainern kam unsere Anlage Ende Februar in Maine an“, so Dr. Joshua Henry, der Go Lab zusammen mit seinem Partner Matthew O’Malia im Jahr 2017 gegründet hat. „Ein sowohl national als auch international viel beachtetes Ereignis – die erste Holzfaserdämmstoffanlage in Nordamerika. Die ganze Branche schaut auf uns und hofft, dass wir damit ein Modell für die Zukunft schaffen“, so Henry weiter.

„Unser Werk in Madison wird drei Produktionslinien umfassen. Die Dieffenbacher -Linie ist die größte und komplexeste. Sie reicht von der Aufbereitung der Hackschnitzel bis hin zur Produktion und Verpackung des fertigen Produkts“, berichtet Henry. „Beginnend mit dem Abbau der Anlage in Deutschland, über den Kauf, die Finanzierung und den Versand, bis hin zur Planung und zum Engineering für die Wiederinbetriebnahme in den USA hat uns Dieffenbacher während des gesamten Prozesses hervorragend unterstützt. Vor allem hat uns das Dieffenbacher -Team aber geholfen, die Anlagentechnik, die wir kaufen wollten, und die Prozesse, die nötig sind, um die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen, wirklich zu verstehen.“ „Die Finanzierung war der entscheidende Faktor“, ergänzt O’Malia. „Wenn wir Dieffenbacher dabei nicht an unserer Seite gehabt hätten, hätten wir die Anlage nicht verschiffen können und das ganze Projekt hätte wohl ein jähes Ende gefunden.“

„Die Dieffenbacher-Technologie ist großartig und ein Zeichen der Stärke des Unternehmens, aber es sind die Menschen, die uns wirklich beeindruckt und begeistert haben“, berichtet Henry. „Das Engineering-Team brachte ein solches Maß an Know-how, Engagement und Sorgfalt mit, wie wir es bei anderen Herstellern kaum je erlebt hatten. Die Dieffenbacher-Kollegen sind stets sehr selbstbewusst in dem, was sie tun. Ihr tiefes Verständnis der Technik und die detaillierte Beratung, die wir von ihnen bekommen haben, waren die Investition definitiv wert. Ausgehend von unseren Erfahrungen mit vielen verschiedenen Unternehmen in den letzten fünf Jahren kann ich mit Fug und Recht sagen, dass Dieffenbacher hier wirklich heraussticht“, konstatiert er.

„Die Idee, erstmals Holzfaserdämmstoffe in Nordamerika zu produzieren, entstand mit der Zeit“, erklärt O’Malia. „Als Architekt hörte ich immer wieder wie sich Bauarbeiter über juckenden Mineralwolle- und Glasfaserstaub und die schlechte Luftqualität beschwerten. Nicht recycelbare Dämmstoffreste überfluteten die Müllcontainer und der Staub vom Schneiden der Dämmplatten bedeckte den Boden und die Kleidung der Handwerker. Gleichzeitig begann ich darüber nachzudenken, warum wir Dämmstoffe verwenden, die zu einem großen Teil aus Erdöl gewonnen werden, um damit die Menge an fossilen Brennstoffen zu reduzieren, die zur Beheizung der Gebäude benötigt wird. Der reduzierte Energieverbrauch wird durch den hohen CO2-Fußabdruck der herkömmlichen Dämmstoffe direkt wieder zunichtegemacht.“

„Wir stellten fest, dass Holzfaserdämmstoffe all diese Probleme lösen würden. Da sie aber so leicht sind, ist der Import aus Europa mit hohen Frachtkosten verbunden und deshalb nicht wirtschaftlich umzusetzen“, so Henry. „Im Gegensatz dazu können wir in Nordamerika hergestellte Holzfaserdämmstoffe – aufgrund der viel niedrigeren Rohstoff- und Energiekosten – zu einem wettbewerbsfähigen Preis auf den Markt bringen. Damit schaffen wir ein hocheffizientes, nachhaltiges und vielseitiges Dämmstoff-Produkt mit negativem CO2-Fußabdruck, das für die breite Masse erschwinglich ist.“

„Auf der Suche nach der richtigen Produktionstechnik wurden wir in Deutschland fündig. Die Dieffenbacher-Technologie ist genau die richtige für unser Vorhaben und die Unterstützung, die wir von Dieffenbacher bekommen haben, hilft uns dabei, unsere Idee schon sehr bald Wirklichkeit werden zu lassen“, fasst O’Malia abschließend zusammen.

Veranstalter halten am September-Termin fest

Als „Super Salone“ soll in diesem Jahr die Mailänder Möbelmesse an den Start gehen, und zwar wie geplant vom 5. bis zum 10. September. Das bekräftigte Claudio Feltrin, President des Federlegno Arredo Eventi, gestern auf einer virtuellen Pressekonferenz. „Der ,Salone del Mobile‘ konnte nicht um ein weiteres Jahr verschoben werden. Ihn jetzt zu organisieren, ist eine gute Möglichkeit, seine Führung unter Beweis zu stellen“, erklärte er. „Wir sind sicher, dass wir das können. Wir haben die richtige Lösung für diese Zeit.“

Neben dem digitalen Angebot, dessen Details Ende Juni vorgestellt werden sollen, ist geplant, die Messe als eine kleine Stadt zu inszenieren. Diese umfasst neben Produktwänden in drei verschiedenen Größen anstelle von klassischen Ständen auch eine Designsschule sowie Räume für Veranstaltungen und Zonen zum Essen.

Sieben Monate später, im April 2022, soll dann die Jubiläumsausgabe zum 60. „Salone“ an den Start gehen.

AMK

Geschäft in Großbritannien zieht kräftig an

Für die deutsche Küchenbranche geht es auf ihrem wichtigen Exportmarkt Großbritannien wieder aufwärts. So kletterten die Ausfuhren auf den britischen Markt im ersten Quartal 2021, laut Statistischem Bundesamt, kräftig um 18 Prozent auf 31,5 Millionen Euro nach oben. Im vergangenen Jahr war der Absatz aufgrund des Corona-Lockdowns und der Brexit-Unsicherheiten massiv eingebrochen (minus 16,4 Prozent). Die Entwicklung im Auftaktquartal kommentiert Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK), als „sehr erfreulich“. „Unsere Branche hat sich gut auf die Anforderungen im Zuge des Brexits eingestellt und sendet positive Signale“, sagt er mit Blick auf Erfahrungen von Mitgliedern der AMK-Arbeitsgruppe Internationalisierung.

Seites des Hausgerätespezialisten Miele heißt es: „Dank des gerade noch rechtzeitig vereinbaren Brexit-Abkommens läuft das für Miele sehr wichtige Geschäft in Großbritannien praktisch ohne Einschränkungen weiter. Auch die Einfuhr als solche hat sich, obwohl kleine Details zolltechnischer Art noch geklärt werden müssen, weitgehend normalisiert. Aktuell zeigt die Umsatzkurve für Großbritannien, nach den coronabedingten Einschränkungen des letzten Jahres, wieder deutlich nach oben.“

Von weitgehend reibungslosen Abläufen bei der Zollabwicklung berichtet Christian Käsemann von Ballerina-Küchen. Zwar seien seit Jahresbeginn – seitdem Großbritannien kein Mitglied des EU-Binnenmarkts und der EU-Zollunion mehr ist – der bürokratische Aufwand für die Einfuhren nach Großbritannien und die damit verbundenen Kosten gestiegen. „Es gelingt es uns jedoch, den gewohnten Service sicherzustellen und Verspätungen zu vermeiden“, stellt Käsemann fest. Ein von Ballerina beauftragter Speditionsdienstleister meldet die Lieferungen beim britischen Zoll an. Ein Zollagent kümmert sich um die gesamte Abwicklung und die Bezahlung der Anmeldegebühren. Zölle werden auf die Küchenmöbel nicht fällig. Im Rahmen des Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sind die Produkte zollbefreit. Im ersten Quartal habe sich das Geschäft mit den britischen Kunden stabilisiert, mit den Lockerungen für den Möbelhandel im April sei dann eine spürbare Erholung eingetreten, berichtet Käsemann. „Die Nachfrage aus Großbritannien zieht derzeit spürbar an.“ Das Zuhause habe in der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen, der Nachholbedarf der britischen Verbraucher hinsichtlich ihrer Einrichtung sei groß.

Auch von Blum kommen positive Stimmen zum Großbritannien-Geschäft. „Wir befinden uns dort momentan auf Wachstumskurs“, sagt der zuständige Verkaufsmanager Martin Schaefer. „Die Erholung verläuft schneller als erwartet.“ Die Lieferungen auf den britischen Markt hätten sich inzwischen gut eingespielt, nachdem es zu Jahresbeginn zunächst vereinzelt Verzögerungen bei der Zollabfertigung gegeben habe. Allerdings sei wegen der bürokratischen Hürden ein deutlich höherer Arbeitseinsatz erforderlich. „Bei den Vorbereitungen auf die herausfordernde Brexit-Situation hat uns der große Erfahrungsschatz beim Export in zahlreiche Länder stark geholfen“, sagt Schaefer.

4,6 Prozent mehr Baufertigstellungen von Wohnungen in 2020

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 306.376 Wohnungen fertiggestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 4,6 Prozent oder 13.374 mehr als im Vorjahr. Der im Jahr 2011 begonnene Anstieg setzte sich somit weiter fort. Eine höhere Zahl an fertiggestellten Wohnungen hatte es zuletzt im Jahr 2001 gegeben (326.187).

Die Zahl der Baugenehmigungen ist im Jahr 2020 mit 368.589 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und war damit weiter deutlich höher als die Zahl der Baufertigstellungen. Dies führte nunmehr zu einem Überhang von genehmigten aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen von insgesamt 779.432 Wohnungen. Der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs setzte sich damit im Jahr 2020 weiter fort und erreichte den höchsten Stand seit 1998 (771.409).

Von den im Jahr 2020 fertig gestellten Wohnungen waren 268.774 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+5,0 % gegenüber 2019). Auf Mehrfamilienhäuser entfielen davon 153.377 Wohnungen, was einer Steigerung um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einfamilienhäuser verzeichneten mit 87.275 Neubauten einen Zuwachs um 4,1 Prozent und Zweifamilienhäuser einen Anstieg von 6,0 Prozent auf 20.472 Fertigstellungen. Nur in Wohnheimen ging die Anzahl fertiggestellter Wohnungen weiter zurück auf 7.650. Dies ist der niedrigste Wert seit 2013 (7.241).

Bei den im Jahr 2020 fertiggestellten Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Jahr 2019 um 1,4 Prozent auf 185,1 Millionen Kubikmeter. Diese Abnahme ist auf einen Rückgang bei den nichtöffentlichen Bauherren (-1,8 %) zurückzuführen.

Gleicht erneut seine CO2-Bilanz aus

Das Polstermöbelwerk Reposa aus Borgentreich hat seine CO2-Emissionen jetzt das fünfte Jahr in Folge zum Wohle des Klimas neutralisiert. Das Unternehmen ist Mitglied der ersten Stunde des 2016 gegründeten Klimapakts für die Möbelindustrie der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). „Wir freuen uns, Reposa als klimaneutralen Möbelhersteller rezertifizieren zu können. Bilanzierung, Reduzierung und Neutralisierung von CO2-Emissionen – das ist die Maßgabe des Klimapakts für die Möbelindustrie, der Reposa jetzt erneut in vorbildlicher Weise nachgekommen ist“, so DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

CO2-Emissionen entstehen bei einem Industrieunternehmen zwangsläufig, beispielsweise beim Verbrennen von Treibstoffen für unternehmenseigene PKW und LKW, aber auch indirekt, etwa durch die Bereitstellung und den Verbrauch von Strom, Fernwärme oder Wasser. Auf Grundlage der CO2-Bilanzierung, die Reposa gemeinsam mit einer professionellen Klimaschutzberatung durchgeführt hat, hat das Unternehmen seinen Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) sichtbar gemacht sowie etwaige Einsparpotenziale aufgedeckt. „Auch wenn nicht alle gewerblichen Emissionen vermeidbar sind, so können diese an vielen Stellen noch reduziert und schließlich über hochwertige Klimaschutzzertifikate kompensiert werden“, weiß Winning.

Zur Kompensation erwerben die am Klimapakt teilnehmenden Möbelunternehmen sogenannte Klimaschutzzertifikate, die Projekten beispielsweise zur Aufforstung oder Trinkwasseraufbereitung zugutekommen. Ein Zertifikat neutralisiert eine Tonne CO2-Emissionen. Das Projekt selbst fördert die Infrastruktur vor Ort und verbessert die globale CO2-Bilanz. „Über den wertvollen Beitrag für die Umwelt und die Menschen hinaus kann Reposa aber auch selbst unmittelbar von der Zertifizierung als ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ profitieren“, so der DGM-Geschäftsführer. „Das Unternehmen erhält das gleichnamige Label, mit dem es Endverbraucher noch besser von seinen hochwertigen und auch klimafreundlichen Möbeln überzeugen kann.“

Führt Branchenlösung von Bpi Solutions ein

Das traditionsreiche Familienunternehmen Mäusbacher Möbelfabrik setzt auf die Branchenlösung „Bpi Publisher“ und hat Bpi solutions mit der Einführung der modularen Publishinglösung beauftragt. Der „Bpi Publisher“ wird beim international agierenden Möbelhersteller als vernetztes PIM System für die Erstellung der Verkaufsunterlagen und die Datenausleitung für E-Commerce eingesetzt.

Fortschritt und Entwicklung steht beim mittelständischen, familiengeführten Unternehmen in der dritten Generation seit 65 Jahren stets im Fokus. Die Mäusbacher Möbelfabrik produziert auf 10.000 Quadratmeter mit einem hochmodernen Maschinenpark und 125 Mitarbeitern am zentralen Standort Sonnefeld-Hassenberg in Bayern. Mit einem vollautomatisiertes Hochregallager werden von dort großflächig der Möbelhandel und die Onlinekunden in Europa beliefert. Auf ca. 14.000 Palettenstellplätzen lagern rund 140.000 (Online-)versandfähige Packstücke. 96 Prozent der Artikel sind vorrätig und sind innerhalb einer sehr kurzen Vorlaufzeit verfügbar.

Mäusbacher entscheidet sich für den Publisher von Bpi solutions. Die Client-Server-Lösung deckt im Zusammenspiel mit Adobe InDesign perfekt die Anforderungen als zentrales Steuerungssystem im Publishingbereich ab. Das Unternehmen erstellt für ihre Marktpartner Unterlagen, Kataloge und kundenspezifische Preis- und Typenlisten.

Der „Bpi Publisher“ überzeugt bei Mäusbacher durch einfache Bedienbarkeit, den anwenderfreundlichen Aufbau und die Funktionalität. Das Unternehmen schätzt die umfassenden Automatisierungsmöglichkeiten für die schnelle und kostensparende Erstellung und Aktualisierung der Verkaufsunterlagen. Korrekturzyklen und Fremdkosten, die durch die Mehrfachpflege von Artikeldaten entstehen, entfallen. Damit unterstützt der „Bpi Publisher“ Mäusbacher auf dem Weg zur weiteren Effizienzsteigerung.