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Autor: Möbelfertigung

Joint Venture – Saviola beteiligt sich an Nolte Holzwerkstoff

Ein Joint Venture zwischen der Saviola-Gruppe (Italien) und Georg Nolte, Mehrheitsaktionär der Nolte Holzwerkstoff GmbH & Co. KG, bekannt als Rheinspan, wurde am 27. Dezember 2019 in Frankfurt unterzeichnet. Die Saviola Holding will die Hälfte der Anteile der Nolte Holzwerkstoff übernehmen. Die ersten Gespräche begannen im ersten Halbjahr 2019. Die Expertise der Unternehmen, die an der Herstellung von Roh- und Fertigspanplatten beteiligt sind, soll gebündelt werden. Zudem werden die Fähigkeiten der beiden Anbieter zusammengeführt, um einen neuen Ansatz zu entwickeln, der Design, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit kombiniert. Die Vereinbarung sei von beiden Parteien mit der Bereitschaft geschlossen worden, auf italienischer und deutscher Seite als Qualitätsträger zusammenzuarbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter: 2019 wurde im Germersheimer Werk im Sinne der Nachhaltigkeit in das Holzrecycling investiert, das im Jahr 2020 zu Ergebnissen führen soll. Im nächsten Jahr werde eine neue Melaminpresse hochwertige Produkte in höchster Qualität und Design anbieten.

„Eine historische Vereinbarung, auf die ich wirklich stolz bin, weil sie sich auf die Fähigkeit unserer Unternehmen konzentriert, mit den Bedürfnissen des Marktes Schritt zu halten“, kommentierte Alessandro Saviola, Vorsitzender Saviola-Gruppe. „In den letzten Monaten konnte ich eine enge Beziehung zur Familie Nolte aufbauen, und ich freue mich sehr, dass zwei familiengeführte Unternehmen so enge Synergien gefunden haben. Diese Zusammenarbeit wird sich auch sehr positiv auf den europäischen Markt auswirken, da es möglich sein wird, italienische Kreativität und deutsche Erfahrung zu kombinieren.“

„Es ist mir eine Freude, dieses Joint Venture im Alter von 79 Jahren aktiv zu begleiten und etwas für die vierte und fünfte Generation der Nolte-Familie geschaffen zu haben, das in Europa einzigartig ist“, sagt Georg Nolte, Nolte Holzwerkstoff GmbH & Co. KG. „Mit der Familie Saviola habe ich den Partner gefunden, mit dem neue Ziele in der Branche für Rheinspan erreicht werden können. Ich kann dem Zitat von Herrn Saviola nur zustimmen: Es wird möglich sein, italienische Kreativität und deutsche Erfahrung zu verbinden.“

Die Saviola-Gruppe ist das führende Spanplattenunternehmen in Italien und der weltweit wichtigste Holzrecycler mit 13 Werken und 1.500 Mitarbeitern, aufgeteilt in vier Geschäftsbereiche (Saviola – Holz, Sadepan – Chemie, Composad – Möbel und Saviolife – Lifescience). Die Saviola-Gruppe ist nach eigenen Angaben international als Erfinder der zu 100 Prozent recycelten Spanplatte bekannt.

Nolte Holzwerkstoff verfügt über 69 Jahre Erfahrung in der industriellen Spanplattenherstellung und ist damit der älteste in Familienbesitz befindliche Spanplattenhersteller der Welt. Die erste Spanplatte von Nolte Holzwerkstoff wurde 1951 in Rheda-Wiedenbrück hergestellt, seit 1972 ist das Unternehmen im rheinland-pfälzischen Germersheim tätig. Unter dem Markennamen „Rheinspan“ entwickelt und produziert Nolte Holzwerkstoff Spanplatten für unterschiedliche Kundenbedürfnisse. Das Unternehmen beschäftigt in Germersheim derzeit rund 200 Mitarbeiter.

Brand in der Produktion in Turek

in der Nacht vom 27. auf den 28. November 2019 brach bei Profim, Polens größtem Hersteller von Büro- und Sitzmöbeln für den Objektbereich, ein Feuer aus, bei dem ein Teil der Produktion in Turek zerstört wurde. Keiner der zu der Zeit anwesenden 88 Mitarbeiter wurde verletzt. Das Engagement sei nun höher denn je, lässt der Vorstand von Profim by Flokk verlauten. Man wolle die Situation nutzen, um gestärkt aus dem Rückschlag hervorzugehen. Zusammen mit, aber vor allem auch für seine Mitarbeiter sieht das Unternehmen die Chance, sein Angebot neu zu organisieren, das Portfolio zu modernisieren und dabei zahlreiche Abläufe zu optimieren.

„Cubas“ erhielt einen „Mixology North19“ Award

Das Stauraumsystem „Cubas“ der Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG wurde im Dezember in Manchester mit dem britischen „Mixology North19“ Award prämiert, der jährlich von der Mix Group und dem Fachmagazin „Mix Interiors“ in 16 Kategorien an herausragende Produkte, Projekte und Hersteller im Bereich Commercial Interior Design vergeben wird. „Cubas“ konnte die 10-köpfige Fachjury in der Kategorie „Storage“ mit seinem innovativen Drehmechanismus und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten überzeugen. Die Module des ausgezeichneten Stauraumsystems können völlig flexibel ausgerichtet werden. „Die Auszeichnung für ,Cubas‘ zeigt, dass wir mit unseren hochwertigen Produkten und individuellen Lösungen für moderne Büromöbelsysteme auch im Vereinigten Königreich große Beachtung finden“, freut sich Dirk Aßmann, geschäftsführender Gesellschafter von Assmann und bekräftigt: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Zu den bestehenden UK-Showrooms in London und Glasgow wurde im vergangenen Herbst eine weitere Assmann -Ausstellung in Manchester eröffnet. Das Familienunternehmen hatte 2018 Anteile der Frem Group Screens Ltd., einem britischen Hersteller von Akustik-Screens und Raum-in-Raum-Lösungen, übernommen.

Der Grundgedanke des „Cubas“-Möbelkonzeptes: In modernen Arbeitswelten und Open Space-Büros ändern sich die Anforderungen an die Möblierung oft je nach Projekt oder Zusammensetzung der Mitarbeiter und Teams. Zahlreiche Unternehmen nutzen Büroflächen bereits mit immer wieder neu zusammengesetzten oder unterschiedlichen Projektteams und arbeiten in Shared Working Spaces. Um auf wechselnde Nutzeranforderungen schnell und situationsabhängig reagieren zu können, setzt „Cubas“ auf Individualität: Die raumgliedernde und funktionale Stauraumlösung kann durch bewegliche Module, die sich flexibel um 360 Grad drehen lassen, auf wechselnde Nutzeranforderungen und Bedürfnisse angepasst werden. Ermöglicht wird dies durch einen einzigartigen und exklusiv für Assmann entwickelten Möbelbeschlag.

Mit „Cubas“ sind auch dem Gestaltungsspielraum kaum Grenzen gesetzt. Die einzelnen Module sind in Form, Funktion und Farbe individuell konfigurierbar und verbinden somit hohe Funktionalität mit innovativem Design. Zudem besticht „Cubas“ durch eine einfache Montage sowie einen zeitsparenden Auf- und Abbau.

Eltern von erschlagenem Kind erhalten 46 Mio. Dollar

Weil eine umstürzende „Malm“-Kommode 2017 einen zweijährigen Jungen in Kalifornien erschlagen hat, zahlt Ikea der Familie des Kindes 46 Mio. Dollar.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt. Nach dem Tod des Jungen hatte die Familie die Schweden verklagt. Sie warf dem Konzern vor, gewusst zu haben, dass die Kommoden umkippen können. Außerdem seien zuvor bereits mehrere Kinder von den Möbelstücken verletzt oder getötet worden.

Ikea hatte die Kommode 2016 in den USA, Kanada und China zurückgerufen. Mindestens sechs Kinder unter drei Jahren sollen laut der amerikanischen Verbraucherschutzbehörde CPSC von umgefallenen Möbeln erschlagen worden sein.

Ikea gab an, dass die Möbel nicht wie vorgeschrieben an der Wand befestigt waren und die Kinder unter sich begruben, als diese versuchten, die Kommoden zu erklimmen. Die betroffene Familie hatte die Kommode 2008 gekauft und sei von Ikea nicht auf deren Rückruf aufmerksam gemacht worden.

Künftig will Ikea Verbraucher aufklären und seine Produkte sicherer machen.

Villeroy & Boch

Über drei Prozent Wachstum im vierten Quartal

Über ein starkes Schlussquartal 2019 freut sich Villeroy & Boch. Denn das Unternehmen gab in einer Pressemitteilung seine vorläufigen Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2019 bekannt. Demnach hat Villeroy & Boch im vierten Quartal den verbesserten Trend des dritten Quartals fortgesetzt. Nach vorläufigen Zahlen betrug der Umsatz inklusive Lizenzerlöse im Schlussquartal 245 Millionen Euro und lag damit um 3,4 Prozent über dem Vorjahresquartal. Zu diesem Wachstum haben sowohl der Unternehmensbereich Bad und Wellness (+3,0 %) als auch der Unternehmensbereich Tischkultur (+4,8 %) beigetragen. Auf Basis vorläufiger Zahlen betrug der Umsatz inklusive Lizenzerlöse im Gesamtjahr 2019 somit insgesamt 833 Millionen Euro. Die zum Halbjahr 2019 angepasste Prognose mit einem Zielumsatz von 825 bis 850 Millionen Euro wurde damit erfüllt. Entsprechend ist davon auszugehen, dass auch die angepasste Prognose beim operativen Ergebnis (EBIT) mit einem Zielkorridor von 48 bis 52 Millionen Euro erreicht wird. Darüber hinaus wurde der Immobilienverkauf in Luxemburg im Dezember erfolgreich abgeschlossen und hat planmäßig zu einem Sonderertrag im hohen zweistelligen Millionenbereich beigetragen.

Über die endgültigen Zahlen des vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2019 wird Villeroy & Boch am 6. Februar 2020 mit Veröffentlichung des Konzernabschlusses im Rahmen der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz informieren.

VDM

Deutsche Möbelindustrie erwartet 2020 leichtes Plus – 19 Millionen Deutsche planen 2020 Möbelkauf

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, erklärt anlässlich der Pressekonferenz zur „Imm Cologne“ 2020, heute in Köln:
„Wir stehen am Beginn eines neuen Jahrzehnts, von dem die Bundeskanzlerin sagt, es könnte trotz enormer Herausforderungen ein gutes Jahrzehnt werden. ,Überraschen wir uns einmal mehr damit, was wir können‘, so Frau Merkel. Das ist ein guter Ansatz, den wir als Möbelindustrie mit Leben füllen wollen: Wenn wir zehn Jahre zurückdenken, standen wir auch am Beginn eines neuen Jahrzehnts, aber auch am Ende einer großen wirtschaftlichen Krise, die der Möbelindustrie einige Verwerfungen gebracht hat. Ende 2009 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 15,4 Mrd. Euro und damit rund zwei Milliarden oder 12 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Wir hatten 540 Betriebe und zählten 90.000 Beschäftigte. Jetzt, zehn Jahr weiter, liegen wir bei 17,7 Mrd. Euro Umsatz in 477 Betrieben und mit 85.000 Beschäftigen.

Das war zwar kein goldenes Jahrzehnt, aber eines, in dem sich die Branche zwar deutlich konsolidiert hat, im internationalen Wettbewerb aber an Boden gewonnen hat. Heute erwirtschaften wir mit insgesamt größeren und damit wohl auch moderneren Einheiten einen um 2,3 Mrd. Euro höheren Umsatz. Auch wenn es oft nicht so wahrgenommen wird, geht es der Möbelindustrie in unserem Land nach wie vor mehrheitlich gut und unsere Unternehmen sind deutlich professioneller und zukunftssicherer aufgestellt als eben noch vor zehn Jahren.

Der Blick in die nahe Zukunft zeigt, dass die Deutschen durchaus Lust auf das Thema Wohnen und Einrichten verspüren. Wir haben hierzu kurz vor Weihnachten eine repräsentative Befragung mit dem renommierten Marktforschungsinstitut TNS Kantar in Deutschland durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse sind:

Immerhin knapp ein Viertel aller Deutschen – und damit knapp 19 Millionen Menschen in 9,3 Mio. Haushalten – planen im Jahr 2020 die Anschaffung neuer Möbel.  Die durchschnittliche Ausgabenbereitschaft 2020 für Möbel beträgt 2.581 Euro pro Haushalt.

Gerade bei jungen Leuten ist die Lust auf neue Möbel besonders spürbar: So planen 40,5 Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 29 Jahren neue Möbel zu kaufen. Ebenso planen einen Neukauf 31,5 Prozent der 30 bis 39-jährigen Bevölkerung. Von den über 60-jährigen planen dies nur 12,5 Prozent.

Wir gehen mit realistischem Optimismus in das neue Jahrzehnt und gehen für 2020 von einem leichten Umsatzplus von circa einem Prozent aus. Im Inland müssen wir mit aller Kraft das Thema „Made in Germany“ in den Vordergrund rücken und die Verbraucher auf unsere exzellente Qualität und den erstklassigen Service aufmerksam machen. Die Themenpalette Nachhaltigkeit, Klimaverträglichkeit und der Trend zur Regionalität müssen wir stärker spielen und für unsere Hersteller nutzen, da diese Themen wachsende Bedeutung bei den Endverbrauchern in ihrer Kaufentscheidung gewinnen.

Die aktuelle Entwicklung der Auslandsmärkte stimmt uns ebenfalls positiv. In den ersten zehn Monaten 2019 gingen 32,8 Prozent der in Deutschland produzierten Möbel direkt ins Ausland. Dies ist die höchste jemals gemessene Exportquote. Um die Jahrtausendwende betrug sie noch vergleichsweise magere 16,3 Prozent – ihr kontinuierlicher Anstieg ist ein eindrucksvoller Beleg für die hohe internationale Wertschätzung deutscher Möbel.

Insgesamt stiegen die Ausfuhren unserer Hersteller im Jahresverlauf 2019 um 2,1 Prozent. Die meisten großen außereuropäischen Märkte liegen derzeit im Plus. Allein die Möbelausfuhren in die USA konnten von Januar bis Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Prozent gesteigert werden. Der Absatz deutscher Möbel in Russland erhöhte sich nach längerer Schwächephase 2019 das dritte Jahr in Folge um aktuell 18,8 Prozent. Andere wichtige Wachstumsmärkte wie Japan, Kanada und Südkorea profitieren von den jüngsten Freihandelsabkommen mit der EU und wiesen ebenfalls positive Vorzeichen auf.  Lediglich China als Wachstumsmarkt der vergangenen Jahre fiel im vergangenen Jahr um 22,3 Prozent zurück. Durch die Handelsbeschränkungen in den USA verbleibt mehr Ware im Inland, was unsere Ausfuhren nach China erschwert. Allerdings werden deshalb auf der anderen Seite neue Möglichkeiten in den USA eröffnet.

Auch innerhalb der EU zog die Möbelnachfrage in 2019 im Vergleich zu 2018 deutlich an. Frankreich konnte sich als wichtigster Absatzmarkt für Möbel „Made in Germany“ behaupten, die deutschen Möbelausfuhren legten um 6,8 Prozent zu. Auch andere europäische Märkte wie die Schweiz, Belgien, Polen, Italien und Schweden entwickelten sich positiv. Bremsspuren erzeugt hingegen vor allem der Brexit: Die deutschen Möbelexporte über den Ärmelkanal reduzierten sich das dritte Jahr in Folge um aktuell 3,2 Prozent auf jetzt knapp 700 Mio. Euro. Damit belegt UK aber immer noch Platz fünf im Ranking der wichtigsten Exportmärkte.

Dennoch bleibt der heimische Markt mit zwei von drei abgesetzten Möbeln auch im Jahr 2020 der mit Abstand wichtigste Markt für die deutschen Möbelhersteller.

Das Jahr 2019 bescherte der deutschen Möbelindustrie eine Seitwärtsbewegung und wird mit einem geringfügigen Umsatzminus in Höhe von rund einem halben Prozent abschließen. Nach zehn Monaten – also bis einschließlich Ende Oktober – weist die Branchenstatistik nun ein leicht negatives Ergebnis von 0,4 Prozent mit einem Gesamtumsatz von knapp 14,9 Mrd. Euro aus. Für das Gesamtjahr 2019 rechnen wir mit einem Umsatz von rund 18 Mrd. Euro.

Deutlich zulegen konnten erneut die Küchenhersteller mit einem Umsatzanstieg von 2,8 Prozent auf über 4,2 Mrd. Euro bis einschließlich Oktober. Dieser Effekt ist vor allem auf die sehr gute Auslandsnachfrage mit einem Plus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Der Inlandsmarkt entwickelte sich mit einem Plus von 0,7 Prozent. Aufgrund des branchenintern gemessenen Auftragseingangs von plus 5,1 Prozent bis Ende Oktober wird auch das Gesamtjahr 2019 entsprechend positiv abschließen.

Das Segment der Büro-, Laden- und Objektmöbel erzielte nach amtlichen Angaben bei einem Plus von 0,7 Prozent einen Umsatz von knapp 3,5 Mrd. Euro.

Bei Matratzen schlug ein Umsatzminus von 2,3 Prozent auf rund 640 Mio. Euro zu Buche.

Für die Polstermöbelindustrie weist die amtliche Statistik, die ausschließlich die Entwicklung an den deutschen Produktionsstandorten erfasst, einen Umsatzrückgang um 0,5 Prozent auf rund 760 Mio. Euro aus. Unternehmen mit eigenen Produktionsstätten im Ausland verzeichneten hingegen einen Anstieg des Auftragseingangs bis Ende Oktober um rund vier Prozent.

Das statistisch ausgewiesene Segment der „sonstigen Möbel“ zeigt ein Umsatzminus von 2,9 Prozent auf knapp 5,8 Mrd. Euro. Dieses größte Teilsegment der Branche umfasst in der amtlichen Auswertung nicht nur Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, sondern auch Kleinmöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile. Die Aussagefähigkeit der amtlichen Zahlen in Bezug auf die klassischen Wohnmöbel bleibt daher gering. Nach einer brancheninternen Erhebung unter den marktprägenden Wohnmöbelherstellern betrug der Anstieg des Auftragseingangs bis Ende Oktober unter Berücksichtigung der eigenen Produktionsstandorte im Ausland plus 4,1 Prozent.

Insgesamt umfasste die Branche 2019 im Durchschnitt 477 Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten (-0,8 %). Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 84.533 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stabil.

Trotz des robusten Arbeitsmarktes und vor dem Hintergrund steigender Einkommen konnte die zusätzliche Kaufkraft nicht ausreichend in neue Möbelkäufe umgemünzt werden. Dies lag sicherlich auch an den Verschiebungen innerhalb der Möbelhandelsstruktur und dem anhaltenden Frequenzproblem der Großfläche. Die stark auf den Preis fixierten Verkaufsmaschinen außerhalb der Städte funktionieren in Zeiten von mündigen und gut informierten Verbrauchern immer schlechter.  Stattdessen gewinnen Fachhandel und Online-Vertriebskanäle immer weiter an Bedeutung. Einfach nur Möbel verkaufen reicht nicht. Gefragt sind Einrichtungskonzepte und Atmosphäre. Wie so etwas stilsicher und intelligent präsentiert werden kann, sehen wir eindrucksvoll in den kommenden Tagen auf der „Imm Cologne“ 2020.“

Auftragseingang sinkt beim Verarbeitenden Gewerbe im November

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2019 saison- und kalenderbereinigt 1,3 Prozent niedriger als im Vormonat. Für Oktober 2019 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber September 2019 (vorläufiger Wert: -0,4 %). Diese Revision ist auf Anpassungen bei der Saisonbereinigung zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Großaufträge lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im November 2019 saison- und kalenderbereinigt 1,0 Prozent höher als im Vormonat.

Im November 2019 stiegen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent, die Auslandsaufträge verringerten sich um 3,1 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 3,3 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 2,8 Prozent gegenüber Oktober 2019.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im November 2019 um 0,2 Prozent höher als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang von 2,1 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter blieben die Aufträge auf dem Niveau des Vormonats.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im November 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent niedriger als im Vormonat. Für Oktober 2019 ergab sich ein Anstieg von 0,1 Prozent. Das im Vormonat veröffentlichte vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt.

Göksu Güler leitet internationalen Vertrieb

Seit dem 1. November 2019 leitet Göksu Güler (30) das Exportgeschäft beim Schichtstoffhersteller Homapal in Herzberg am Harz. Der mehr­sprachige Betriebswirt kommt vom Tor- und Türenherstel­ler Hörmann, Steinhagen, wo er zuletzt als Export Area Manager Aus­landsniederlassungen und Kunden im Asien-Pazifik-Raum, in der Tür­kei und in Turkmenistan betreute.
Bei Homapal will Göksu Güler das Geschäft mit Vertriebspartnern in Eu­ropa, Asien, Australien und den USA ausbauen, das Vertriebsgebiet geo­graphisch ausweiten und die Zusammenarbeit mit den Schwesterfirmen intensivieren, um größtmögliche Synergien zu schaffen. Er setzt damit die Arbeit von Ingvar Delén fort, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hatte.

Steven Wyatt ist der neue Präsident

Die International Federation of Robotics hat einen neuen Präsidenten: Steven Wyatt von ABB Schweiz ist zum neuen Präsidenten gewählt worden. Wyatt folgt auf Junji Tsuda von Yaskawa Electric Corporation, der seit Dezember 2017 in der rotierenden Funktion tätig war. Milton Guerry von dem US-amerikanischen Unternehmen Schunk übernimmt von Wyatt das Amt des IFR Vizepräsidenten.

Der neue IFR-Präsident Steven Wyatt hat mehr als ein Jahrzehnt internationale Erfahrungen in der sich schnell verändernden Automatisierungsbranche gesammelt. Derzeit ist er Global Head of Portfolio and Digital für ABBs Geschäftsbereich Robotics & Discrete Automation. Bevor er 2010 zu ABB kam, arbeitete der gebürtige Schotte weltweit in einer Reihe leitender Marketing- und Vertriebsfunktionen in der Kunststoffindustrie. Wyatt ist Absolvent im Chemieingenieurwesen an der University of Edinburgh. Vor seiner Wahl zum neuen Präsidenten der IFR unterstützte er seinen Vorgänger Junji Tsuda als Vizepräsident, eine Funktion, die er zwei Jahre lang innehatte.

Steven Wyatt dankte dem scheidenden IFR Präsidenten Junji Tsuda, dass er sein überragendes Branchenwissen mit wichtigen internationalen Interessengruppen und der Weltpresse geteilt hat. „Als Stimme der Robotik-Industrie hat Junji Tsuda die Positionen unserer Mitglieder mit den wichtigsten Branchenthemen in vorbildlicher Art und Weise verständlich gemacht. Als neuer Präsident freue ich mich, seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Zusammen mit dem neuen Vizepräsidenten, Milton Guerry, werde ich an der Mission von Junji Tsuda weiterarbeiten, ein klares Bewusstsein sowie ein verbessertes Verständnis für die sich schnell verändernde Welt der flexiblen Automatisierung zu schaffen.“

Der neue IFR Vizepräsident Milton Guerry begann seine Karriere in der Automobilindustrie und arbeitete dort in verschiedenen Ingenieurs- und technischen Funktionen. Heute leitet er als Präsident das Team von Schunk USA. Guerry ist Mitglied im Board of Directors der Robotic Industries Association (RIA). Er kam im Jahr 2000 zu Schunk und war in verschiedenen Führungspositionen tätig, bevor er 2007 seine derzeitige Position als Präsident übernahm.