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Author: Hahn, Sebastian

Marcus Mead
Yaskawa

Wechsel an der EMEA-Führungsspitze

Marcus Mead (53) übernimmt die Position des regionalen Executive Officer Regional Managers bei der Yaskawa Europe GmbH. Der britische Manager kam nach einer Laufbahn in der Luft- und Raumfahrttechnik bei der British Aerospace (Commercial Aircraft) Airbus Division, in der Automobilindustrie bei Magna International und in der Automatisierungstechnik bei Parker Hannifin 2018 als Vice President of Operations zu Yaskawa. Seit September 2018 leitete er die europäische Robotics Division in Allershausen bei München. Seit März 2023 hatte Mead zudem die Position des President EMEA am Headquarter-Standort Hattersheim bei Frankfurt inne.

„In den letzten sechs Jahren hat Marcus Mead sehr viel für Yaskawa in Europa bewegt“, würdigt Bruno J. Schnekenburger, der sich nun in den Ruhestand verabschiedet, seinen Nachfolger. „Ich freue mich, dass Yaskawa EMEA sich auch weiterhin auf die Energie und Expertise dieser erfolgreichen Führungspersönlichkeit verlassen kann, die ein Garant der zukünftigen Entwicklung von Yaskawa ist.“

Surface in Motion India

Die Konferenz auf der Indiawood in Bildern

Es war die größte Indiawood aller Zeiten und wir durften mit der Surface in Motion ein Teil davon sein. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Referenten, Teilnehmern und insbesondere den Sponsoren, die das Event möglich gemacht haben. Die Sponsoren der Veranstaltung sind Kleiberit, Arcolor, Plantag Coatings, Munksjö, Jagenberg Converting Solutions, Lott Lacke, Felix Schoeller, Cruse, IOT, Metis und Chiyoda.

Sonia Prashar, Managing Director der NürnbergMesse India, eröffnete die Konferenz.
Den ersten Vortrag hielt Rainer Kampwerth von Kleiberit. Er zeigte die Vorteile des Hotcoating-Verfahrens auf.
Sebastian Finger von der Egger Gruppe gab einen detaillierten Überblick über dekorative Oberflächen.
Wie man die richtige Oberfläche für sein Möbelstück findet, erklärte Danesh Bathia von Aryamman.
High-Tech Aluminium-Oberflächen stellte Milan Krumpe von Alanod vor.
An Hechtermans von Chiyoda Europa NV und Marcelle Hodgson-Stokx von MenzaH Product Development hielten eine ausführliche Präsentation zum Thema Embossed-In-Register für HPL made simple.
Wie man modern und nachhaltig verschiedene Stimmungen mit Oberflächen erzeugt, erklärte Tim Gutendorf von Felix Schoeller.
Massimo Colombo von Metis Systems sprach über die neuesten Fortschritte beim Farb-/3D-Scannen von Naturmaterialien und Dekorprodukten.
Ebenfalls mit dem 3D-Scan von Oberflächen beschäftigte sich Jens Becker von Cruse Technologies.
Pankaj Chandak von Praveedh Décor hielt einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema Polymer+Papierlaminate – das Beste aus beiden Welten.
Unser Chefredakteur Tino Eggert begrüßte die Teilnehmer der Surface in Motion India.
Wir freuen uns auf die nächste Indiawood!
Ima Schelling Group

Bietet werksüberholte Gebrauchtmaschinen an

Um Ressourcen zu schonen, überholt IMA Schelling ihre Gebrauchtmaschinen und bietet sie als „Second Hand Machines“ wieder an. Das betrifft sowohl Maschinen für die Holzverarbeitung als auch für Metalle und Kunststoffe.

„Wir sind von der Langlebigkeit unserer Produkte überzeugt“, sagt Oliver Westerkamp, der bei IMA Schelling den Bereich Second Hand Machines leitet und betreut. Um den ohnehin langen Life Cycle der Maschinen weiter zu strecken, werden sie in seiner Abteilung überarbeitet, modernisiert, mit einem Zertifikat versehen und wieder verkauft – eine ressourcenschonende, nachhaltige Lösung.

Mit einem eigens zusammengestellten Expertenteam überholt IMA Schelling die Altmaschinen gründlich. Funktionsfähige Komponenten werden überarbeitet, Verschleißteile ausgetauscht, die Steuerung wird ausgewechselt oder mit einem Update versehen. Alle Teile, die noch ihren Dienst tun, erhalten dabei ein zweites Leben. „Die Entsorgung funktionstüchtiger Komponenten ist einfach eine Verschwendung von Ressourcen“, betont Westerkamp. „Und das ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß.“

Doppelte Nachhaltigkeit

Das Department Second Hand Machines bietet für alle IMA Schelling Produktbereiche der Holz-, wie auch der Metall- und Kunststoffverarbeitung passende überholte Gebrauchtmaschinen. Je nach Anforderung und Umfang der Maschinenüberholung bzw. kundenspezifischen Umbauten gibt IMA Schelling eine Gewährleistung von bis zu zwölf Monaten.

Der Kauf einer Gebrauchtmaschine bedeutet nicht nur ein Plus an Nachhaltigkeit, sondern hat weitere Vorteile. In der Regel ist die Verfügbarkeit einer Second Hand Maschine kurzfristiger als bei Neumaschinen und somit kann z.B. auch auf Veränderungen in der Produktion zeitnah reagiert werden.

Durch die Überarbeitung und Modernisierung steigt darüber hinaus die Effizienz der Maschine im Vergleich zum ursprünglichen Modell – ein doppelter Nachhaltigkeitseffekt. Außerdem können Kunden, die sich für eine Gebrauchtmaschine interessieren, individuelle Umbauwünsche anmelden, die IMA Schelling dann bei der Überholung umsetzt.

Wie sehr IMA Schelling mit diesem Service einen Nerv getroffen hat, zeigt die Reaktion aus dem Markt. „Unsere Kunden sind von den Second Hand Machines überzeugt und fragen sie verstärkt nach“, erklärt Oliver Westerkamp. „Und das weltweit – aktuell setzen wir Projekte mit Gebrauchtmaschinen in Bosnien Herzegowina, Türkei, Frankreich und Indien um.“

Dagmar Daxenberger
Ostermann in the "möbelfertigung"

„Wir müssen uns mehr anstrengen“

„Während der Corona-Pandemie waren wir extrem privilegiert und haben von der guten Auftragslage im Handwerk profitiert“, so Dagmar Daxenberger, die Geschäftsführende Gesellschafterin von Ostermann im Interview in der „möbelfertigung Handwerk & Innenausbau“. „Heute ist die Lage anders. Wir müssen uns also mehr anstrengen.“  Dabei zeigt sie sich trotz der herausfordernden Konjunktur positiv: „Die schlechte Lage im Bausektor ist bekannt. Da die Zinsen zum Glück gerade wieder sinken, sind wir optimistisch, dass künftig wieder mehr gebaut wird. Schließlich ist Wohnraum knapp und wird dringend gebraucht. Eine weitere Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Deshalb wird auch eine gute Arbeitsvorbereitung immer wichtiger. Wir versuchen unsere Kunden hier durch größtmögliche Vielfalt und mit bestem Service zu unterstützen.“

Dabei spielen aus Sicht von Dagmar Daxenberger auch Messen eine wichtige Rolle: „Für uns sind Messen immens wichtig. Sie sind eine einzigartige Gelegenheit, mit ganz vielen Kunden gleichzeitig persönlich ins Gespräch zu kommen, Neuheiten zu präsentieren, Trends zu entdecken und mit einem Besuch einen Überblick über die Vielschichtigkeit der Branche zu erhalten. Das geht natürlich am besten, wenn alle Branchenvertreter vor Ort sind. Wir finden es schade, dass einige Aussteller diese Auffassung nicht teilen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung Handwerk & Innenausbau“, die am 12. März erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Warum das Handwerk aus Sicht von Imos Vernetzung und ganzheitliche Lösungen braucht, wie sich gute Mitarbeiter im Unternehmen halten lassen, worauf sich Betriebe beim digitalen Produktpass einstellen müssen, mit welcher Technologie Riepe Leicht Küchen überzeugen konnte, wie Schmalz bei der Holzmanufaktur Dittus für mehr Prozesssicherheit sorgt und vieles mehr.

Plus: Die große Preview zur „Holz-Handwerk“ in Nürnberg.

Kesseböhmer logo
Kesseböhmer subsidiary EPT

Insolvenz angemeldet

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, hat die Energietechnik Produktions Verwaltungs GmbH in Weilheim, eine Tochterfirma von Kesseböhmer, Insolvenz angemeldet. Die Ergonomie-Sparte von Kesseböhmer produziert vor allem höhenverstellbare Tisch-Gestelle und Säulen für Büros und Wohnwägen. Die Lokalzeitung Der Teckbote berichtet außerdem, dass Kesseböhmer selbst in das Unternehmen investieren will, um es vor dem Konkurs zu bewahren. Dabei seien bereits 90 Mitarbeiter entlassen worden und weitere Entlassungen stehen im Raum.

Frankfurt Fair

Erwirbt Anteile an LightFair in Las Vegas und New York

Die Messe Frankfurt erweitert ihr Portfolio in den USA. Die LightFair in Las Vegas und New York gehören ab sofort zum internationalen Netzwerk der Marke Light + Building. Zukünftig organisiert die Messe Frankfurt die fünftägige Fachmesse zusammen mit einer begleitenden Konferenz für die International Association of Lighting Designers (IALD) und die Illuminating Engineering Society (IES). Die nächste Edition der Fachmesse für Architekturbeleuchtung und technisches Licht findet im Las Vegas Convention Center vom 4. bis 8. Mai 2025 statt.

„Mit der langjährigen Erfahrung unserer beiden Partner IALD und IES auf dem nordamerikanischen Kontinent und der Messe Frankfurt als Veranstalter von weltweit führenden Fachmessen im Spannungsfeld Building Technologies bündeln wir gemeinsame Stärken. Nicht zuletzt ist diese strategische Entscheidung ein weiterer Schritt, unsere Kompetenzen in den USA auszuweiten“, betont Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

„Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung vereint die Expertise der Messe Frankfurt, die für ihre erfolgreiche Organisation von Weltklasse-Veranstaltungen bekannt ist, mit der Light + Building als weltweit führender Fachmesse für Licht und Gebäudetechnik und der erwiesenen Kompetenz der Verbände IES und IALD im Bereich der gewerblichen Beleuchtung. Die daraus entstehenden Synergien sind ein wichtiger Schritt, um die Branche voranzubringen und die LightFair zu einer unvergleichlichen Plattform für Lichtexperten, Innovatoren und alle Marktteilnehmer zu machen“, sagt Constantin von Vieregge, Geschäftsführer der US-amerikanischen Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt, Messe Frankfurt Inc.

Die LightFair ist mit mehr als 500 ausstellenden Unternehmen und Tausenden von Top-Einkäufern die größte Veranstaltung auf dem nordamerikanischen Kontinent für Architekturbeleuchtung und technisches Licht. Mit dem Fokus auf zukunftsweisende Innovationen, einer erlebnisorientierten Ausstellungsfläche, vielfältigen Produktneuheiten, Networking und einem umfassenden Weiterbildungsangebot setzt die LightFair Standards für Lichtdesign und innovative Beleuchtungstechnologien in den Vereinigten Staaten von Amerika.

„Die IES ist sehr stolz darauf, ein Partner bei der Neuauflage der LightFair zu sein. Wir erwarten, dass unser neuer Zusammenschluss mit der IALD und der Messe Frankfurt eine neue Perspektive für die Messe bringt und ihre Position als Pflichtveranstaltung für jeden in der Beleuchtungsbranche festigt”, sagte Colleen Harper, Executive Director bei Illuminating Engineering Society. “Durch die Zusammenführung des einzigartigen Fachwissens und der Communities dieser drei Organisationen wird die LightFair einen Raum bieten, in dem man lernen, sich vernetzen und innovativ sein kann, wie man es sonst nirgendwo erlebt.”

Die Light + Building, Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, bringt seit mehr als 20 Jahren Hersteller*innen aus den Bereichen Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie vernetzte Sicherheitstechnik mit Architekt*innen, Innenarchitekt*innen, Designer*innen, Fachplaner*innen, Ingenieur*innen und dem Handel in Frankfurt und in der ganzen Welt zusammen. Durch die Partnerschaft mit der LightFair erweitert sich das internationale Markennetzwerk der Light + Building auf weltweit dreizehn Veranstaltungen. Mit Fachmessen im Bereich der Licht- und Gebäudetechnik ist die Messe Frankfurt in den Wachstumsmärkten Asien, Middle East und Südamerika vertreten.

„Die IALD ist begeistert, mit der Messe Frankfurt für die LightFair zusammenzuarbeiten und freut sich darauf, die internationale Fachmesse und Konferenz zusammen mit einem weithin anerkannten Veranstaltungskoordinator, der mit der Beleuchtungsindustrie weltweit eng verbunden ist, neu zu erfinden”, sagte Christopher Knowlton, Chief Executive Officer der IALD. „Die Partnerschaft verstärkt das Veranstaltungspotential, innovative Beleuchtungslösungen zu präsentieren und direkt mit der Beleuchtungsbranche in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus in Kontakt zu treten. Diese neue Entwicklungsstufe der LightFair eröffnet neue Möglichkeiten, ein größeres Publikum anzusprechen. Deshalb begrüßt die IALD die Stärkung der Zusammenarbeit und Inspiration innerhalb der Beleuchtungsindustrie, die sich aus dieser internationalen Allianz ergeben wird.“

Photo Homag logo on building
Homag Group

Anhaltend schwacher Auftragseingang dämpft Freude über hohen Umsatz in 2023

Die Homag Group ist von einer deutlichen Nachfrageschwäche betroffen, die seit dem dritten Quartal 2022 andauert. Trotzdem konnten die Anlagenspezialisten im Geschäftsjahr 2023 hohe Werte bei Umsatz und dem Ergebnis vor Sondereffekten erzielen. Ihren Umsatz konnte die Homag Group nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert sogar leicht auf 1.625 Mio. Euro (Vorjahr: 1.602 Mio. Euro) steigern.

„Wir haben von unserem hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn profitiert, den wir sukzessive abgearbeitet haben. Hinzu kam ein Zuwachs im Servicegeschäft“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. Dementsprechend hat sich der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 auf 841 Mio. Euro (31.12.2022: 1.102 Mio. Euro) reduziert. Das leichte Umsatzwachstum zeigt sich auch im Ergebnis vor Sondereffekten, das sich um rund vier Prozent auf 129,7 Mio. Euro (Vorjahr: 124,8 Mio. Euro) erhöht hat.

Die Steigerung führt die Homag Group auch auf die Effizienzverbesserungen der Vorjahre und Kostensenkungen angesichts der Marktabschwächung zurück. Trotz eines Großauftrags aus China zum Jahresende hat sich der Auftragseingang 2023 gegenüber dem Vorjahr, das noch von der pandemiebedingten Sonderkonjunktur in der Möbelindustrie geprägt war, deutlich um rund 18 Prozent auf 1.395 Mio. Euro (Vorjahr: 1.706 Mio. Euro) verringert.

„Wir haben es mit einer ausgeprägten zyklischen Marktschwäche zu tun, in deren Folge die Bestellungen stark abgenommen haben“, erläutert Dr. Daniel Schmitt. „Im Möbelbereich haben wir eine Abschwächung der Konjunktur erwartet, hatten allerdings im Holzhausbau mit einer besseren Entwicklung gerechnet. Der starke Zinsanstieg hat zu einer Krise der Bauwirtschaft geführt, die die Investitionen in Produktionstechnik für Holzbauelemente deutlich gebremst hat.“

Auf diese Schwäche im Auftragseingang hat die Homag Group im November 2023 mit einem Maßnahmenpaket zur Kapazitätsanpassung reagiert, um Verluste im laufenden Jahr zu vermeiden. Kernpunkt ist der Abbau von weltweit rund 600 Stellen, um die Fixkosten zunächst um 25 Mio. Euro und ab 2025 um insgesamt 50 Mio. Euro pro Jahr zu senken. Die Sonderaufwendungen dafür betrugen gut 50 Mio. Euro und wurden weitestgehend im vierten Quartal 2023 gebucht. Dadurch hat sich das EBIT nach Sondereffekten auf 71,1 Mio. Euro (Vorjahr: 107,5 Mio. Euro) reduziert.

„Wir erwarten eine generelle Marktbelebung nicht vor Ende 2024 und rechnen aus heutiger Sicht mit einem Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr, der höchstens das Niveau des Vorjahres erreichen wird“, so Dr. Daniel Schmitt. „Infolge der anhaltenden Auftragsschwäche gehen wir von einem starken Umsatz- und Ergebnisrückgang aus. Mit unseren Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung wollen wir unsere Flexibilität nachhaltig erhöhen, damit zukünftige Marktschwankungen geringere Auswirkungen auf den Ertrag haben“, so Schmitt weiter.

Die Homag Group hatte bereits vor Monaten ihre Teilnahme an der „Holz-Handwerk“ abgesagt und war auch auf der diesjährigen „Indiawood“, der größten Messe Asiens für holzbe- und verarbeitende Maschinen, nicht vertreten.

Logo of Lectra
Lectra

Umsatz in schwierigem Marktumfeld zurückgegangen

Das Jahr 2023 war geprägt von einem stark verschlechterten makroökonomischen und geopolitischen Umfeld, in dem viele Unternehmen weltweit Investitionsentscheidungen aufgeschoben haben. Vor diesem Hintergrund gingen die Aufträge für unbefristete Softwarelizenzen, Geräte und begleitende Software sowie einmalige Dienstleistungen (145,4 Millionen Euro) um 26 Prozent zurück, während die Neuabonnements für Software, die als Software-as-a-Service (SaaS) verkauft wird, deren Jahreswert sich auf 10,8 Millionen Euro belief, weiter zunahmen (+15 Prozent), was ihren Erfolg und ihre zunehmende Akzeptanz bei den Kunden der Gruppe bestätigt. Ergebnisse im Einklang mit den revidierten Zielen
Der Umsatz (477,6 Millionen Euro) und das EBITDA vor Einmaleffekten (79,0 Millionen Euro) entsprachen den am 25. Oktober veröffentlichten Erwartungen (Umsatz zwischen 474 und 481 Millionen Euro und EBITDA vor Einmaleffekten zwischen 78 und 82 Millionen Euro). Starke Verbesserung der Grundlagen des Geschäftsmodells der Gruppe Die Ergebnisse für das Jahr 2023 zeigen eine starke Verbesserung der Grundlagen des Geschäftsmodells der Gruppe, was vor allem auf die Synergien aus der Übernahme von Gerber zurückzuführen ist. Die Umsätze aus wiederkehrenden Verträgen stiegen um 10 Prozent und die Bruttogewinnmarge erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 3,5 Prozentpunkte. Darüber hinaus beschloss die Gruppe, die Gehälter zweimal im Jahr 2022 und ein weiteres Mal Anfang 2023 zu erhöhen, um die Mitarbeiter vor der Inflation zu schützen und investierte in Forschung und Entwicklung. Durch diese Entscheidungen stiegen die Fixkosten im ersten Quartal 2023 um 11 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2022. Durch Maßnahmen zur Senkung bestimmter Gemeinkosten konnte der Anstieg im vierten Quartal auf 2 Prozent gesenkt werden, ohne dass die Investitionen in die Zukunft beeinträchtigt wurden.

Diese Verbesserungen, von denen viele als dauerhaft angesehen werden können, werden sich positiv auf das künftige Ertragswachstum der Gruppe auswirken, zusätzlich zu den positiven Effekten des wieder anziehenden Auftragseingangs bei den Systemen. Umsatz- und Ergebnisrückgang Die Umsatzerlöse (477,6 Mio. Euro) gingen um 6 Prozent zurück. Während die Erlöse aus Softwarelizenzen, Geräten und zugehöriger Software sowie einmaligen Dienstleistungen (154,3 Mio. Euro) um 24 Prozent zurückgingen, stiegen die Erlöse aus wiederkehrenden Verträgen (181,3 Mio. Euro) um 10 Prozent. Die Umsätze mit Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen (141,9 Millionen Euro) stiegen um 1 Prozent. Insgesamt stiegen die wiederkehrenden Umsätze (323,2 Mio. Euro) um 6 Prozent und machten 68 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Der Bruttogewinn belief sich auf 333,2 Millionen Euro, ein Rückgang um 1 Prozent gegenüber 2022, während der Umsatz um 6 Prozent zurückging. Die Bruttogewinnmarge belief sich auf 69,8 Prozent und stieg damit um 3,5 Prozentpunkte. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Synergien aus der Übernahme von Gerber zurückzuführen.

Das EBITDA vor Einmaleffekten (79,0 Millionen Euro) ging um 15 Prozent zurück, und die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten lag bei 16,5 Prozent, was einem Rückgang von 1,7 Prozentpunkten entspricht.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit belief sich auf 48,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine Belastung von 12,6 Millionen Euro für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, die aus den seit 2021 getätigten Akquisitionen resultieren, sowie einmalige Posten, deren Nettobetrag eine Belastung von 0,6 Millionen Euro darstellt.

Der Nettogewinn (32,6 Millionen Euro) sank zu aktuellen Wechselkursen um 26 Prozent.

Häfele

1,71 Mrd. Euro Umsatz im bewegten Jahr 2023

Anspruchsvoller hätte der Start für CEO Gregor Riekena im Jubiläumsjahr nicht verlaufen können. Einen Monat nach seiner Übernahme der Unternehmensleitung von seiner Vorgängerin Sibylle Thierer wurde Häfele weltweit von einem schweren Cyberangriff getroffen. Entschlossen und dank vereinten Kräften gelang es dem Unternehmen mit seinen weltweit 8.000 Mitarbeitenden, innerhalb weniger Wochen alle für die Kundenzufriedenheit entscheidenden Geschäftsprozesse aus eigener Kraft wiederherzustellen.

Damit nicht genug: die Inflations- und Zinsentwicklung traf die Immobilien- und Einrichtungsbranche und damit auch den Sektor der Möbel- und Baubeschläge in allen Regionen weltweit. Zum 31.12.2023 verzeichnete die Häfele Gruppe mit Niederlassungen in 38 Ländern einen Umsatz von 1,71 Milliarden Euro – das ist ein Minus von 8,2 Prozent zum Vorjahr. Besonders unter Druck standen die Märkte in Deutschland, Westeuropa sowie den USA. Das Unternehmen meldet für 2023 einen Auslandsanteil von 82 Prozent. Für 2024 ist der CEO trotz allem zuversichtlich. „Wir haben die richtigen Initiativen eingeleitet, damit wir das immer noch schwierig anlaufende Jahr 2024 mit einem Umsatzplus abschließen können.“ Häfele zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für intelligente Beschlagtechnik, Beleuchtung und elektronische Schließsysteme und hatte in den Vorjahren 2021 und 2022 beachtliche Umsatzzuwächse erzielt.

Der Cyberangriff zu Beginn des Jahres hätte den unternehmerischen Optimismus trüben können. Doch das Familienunternehmen ließ es sich nicht nehmen, das Jubiläumsjahr – 100 Jahre Häfele – gebührend zu feiern. So war 2023 mit seinen Festakten vom schwungvollen Aufbruch in ein neues Unternehmensjahrhundert geprägt: vom Blick zurück in die inspirierende Erfolgsgeschichte sowie der gelungenen Übergabe des Staffelstabs von Sibylle Thierer, nach 20 Jahren an der Unternehmensspitze, an Gregor Riekena.

Im Rahmen der Übergabe stellte Häfele der Branche auf der Weltleitmesse Interzum in Köln das neue Leitmotiv „Maximising the value of space.Together.“ vor. Es vermittelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, das eine sehr breite Kundschaft bedient. Gregor Riekena: „Wir haben von unseren Partnern viel Zuspruch erfahren. Im Wesentlichen formulieren wir damit unseren unternehmerischen Antrieb, die Wohn- und Arbeitsräume unserer Zeit künftig funktionaler, atmosphärischer, effizienter und insgesamt wertvoller zu gestalten. Das wollen wir gemeinsam mit Kunden und Lieferanten verwirklichen, denn in einer komplexen Welt geht es darum, die Stärken zusammenzubringen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.“  

Für ein intensiveres Miteinander wurde im vergangenen Jahr das 2022 eingeführte Dienstleistungsportfolio Service+ ausgebaut. Im Bereich „smarte Raumlösungen“ bietet Häfele seinen Kunden nun ein einzigartiges Rundum-sorglos-Paket für die Vernetzung und Steuerung von Möbel- und Raumlicht an und macht es dem Holzhandwerk damit sehr einfach, gutes Licht für Küche, Wohnen und Microliving ganzheitlich zu planen und zu installieren.

Die Weiterentwicklung der Dienstleistungen wird nicht nur in Deutschland vorangetrieben. So eröffnet beispielsweise Häfele Australien dieses Jahr eine Service+ „Fabrik“, wo maßgeschneiderte Lösungen wie Montage- und Zuschnittservices, Bau von Exponaten für Kundenausstellungen und viele Mehrwertleistungen unter einem Dach gebündelt sind. „Beispiele wie diese zeigen, dass die Häfele Gesellschaften und Regionen einerseits von zentral entwickelten Innovationen profitieren, sich aber gleichzeitig wechselseitig inspirieren und damit die Gruppe als Ganzes voranbringen“, so CEO Gregor Riekena.

Häfele ist ein Global Player mit 38 Tochterunternehmen und zahlreichen weiteren Vertretungen in aller Welt. In Summe sind rund 8.000 Mitarbeitende für die Häfele Gruppe tätig. 2016 leitete Häfele die Strategie ein, das Unternehmen in Vertriebsregionen zu gliedern. Das bewegte Jahr 2023 nutzte CEO Gregor Riekena, um die Regionalstruktur so aufzustellen, dass 2024 in einem weiterhin fordernden Marktumfeld Wachstum generiert werden kann. So wurde das deutsche Inlandsgeschäft ebenfalls als Region organsiert. Seit Januar 2024 berichtet der neue Regionaldirektor für die Häfele Region Deutschland, Rico Marquardt, wie auch die anderen sechs Regionaldirektoren, direkt an CEO Gregor Riekena.

Um den Wachstumspfad zu unterstützen und gleichzeitig die hohe Komplexität aller Geschäftsprozesse zu bewältigen, wurde die Struktur der Häfele Gruppe insgesamt weiterentwickelt, verschlankt und neu organisiert. Die Geschäftsleitung besteht nun aus drei statt wie bisher fünf Mitgliedern. Michael Distl verantwortet die Bereiche Finanzen, Personal, und IT. Boris Katic ist für die Häfele Produktionswerke, den Einkauf, die Logistik und das Qualitätsmanagement zuständig. Gregor Riekena als Vorsitzender der Geschäftsleitung hat in Personalunion Marketing und Vertrieb unter sich.

Den seit 2020 bestehenden Verwaltungsrat leitet Sibylle Thierer. In diesem mehrheitlich mit Familienmitgliedern besetzten Gremium werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung die strategischen Eckpunkte des Familienunternehmens definiert.

Als Familienunternehmen plant Häfele langfristig. So nimmt am Standort Nagold ein lange vorbereitetes Zukunftsprojekt Gestalt: das Häfele Dynamikzentrum. Es ist auf flexible Nutzungsmöglichkeiten angelegt und soll neben seiner Kernnutzung als innovatives Produktions- und Logistikzentrum unter anderem eine Plattform für den Austausch mit Start-ups und Forschungseinrichtungen bieten. „Wir investieren in die Zukunftsfähigkeit von Häfele und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag für die Region“, so Sibylle Thierer, Vorsitzende des Verwaltungsrats.

Mit dem Neubau beweist das Unternehmen, wie Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales konsequent verwirklicht wird. So wird der Gebäudekomplex dank eines Eisspeichers und weiterer regenerativer Energiequellen bilanziell energieautark sein. Zur Nachhaltigkeit gehört auch, dass die Gebäudenutzung multifunktional angelegt ist. Beispielsweise entstehen ein auch für Veranstaltungen externer Firmen offener Veranstaltungskomplex – in unterschiedlich große Einheiten unterteilbar – und öffentliche Gastronomieangebote. Insgesamt plant Häfele, in dieses und weitere Projekte im Jahr 2024 einen annähernd dreistelligen Millionenbetrag zu investieren, der rund 30 Prozent über dem Investitionsvolumen des Vorjahres liegt.