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Autor: Möbelfertigung

VDM

Zweistelliges Plus bei Wohnmöbeln im Oktober

Die Auftragseingänge in der Wohnmöbelindustrie auf Basis der verbandsinternen Umfrage des VdDW sind im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter im zweistelligen Plus. Demnach sind die Auftragseingänge der deutschen Wohnmöbelindustrie im Referenzmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt +10,41 Prozent höher ausgefallen. Der Auftragseingang aus dem Inland ist mit +12,42 Prozent im Ergebnis deutlich besser ausgefallen als der Auftragseingang aus dem Ausland mit plus 5,32 Prozent.

VDM

Positive Auftragseingänge bei Küchenmöbeln im Oktober

Für Oktober kann die Küchenmöbelindustrie weiterhin über deutlich positive Auftragseingänge berichten. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahresmonat die Auftragseingänge im Oktober um +10,22 Prozent gestiegen. Nach wie vor besser läuft das Inlandsgeschäft mit einer Steigerung von +14,60 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Ausland ist um +4,55 Prozent gegenüber Oktober 2019 gewachsen. Die Daten beruhen auf Basis der verbandsinternen Umfrage des VdDK.

Veränderungen in Geschäftsführung und Organisation

Pfleiderer konnte die Ende 2019 begonnene Neuausrichtung der Organisationsstruktur in einzelne Geschäftsbereiche, sowie die einhergehenden organisatorischen Veränderungen Ende 2020 abschließen. Die Unternehmensgruppe wird künftig in drei selbständigen Einheiten geführt. Dies soll dem Unternehmen ermöglichen, die Bedürfnisse seiner lokalen Märkte und Kunden besser zu erfüllen.

Deshalb kommt es auch planungsgemäß zu Veränderungen in der Geschäftsleitung: Dr. Boris Gorella wurde zum 1. Februar 2021 als CEO und Vorsitzenden der Geschäftsführung mit Fokus auf Pfleiderer Panel West berufen. Bereits zum 1. Januar 2021 ist Dr. Mani Herold als CFO der Gruppe in das Unternehmen eingetreten. Zum Stichtag 1. Februar werden Pfleiderer Panel West, Pfleiderer Panel East und Silekol dem Beirat der Pfleiderer-Gruppe direkt berichten.

Der scheidende CEO der Gruppe, Zbigniew Prokopowicz, wird dem Beirat beitreten und dort als Executive Chairman für die beiden Geschäftsbereiche Panel East und Silekol zuständig sein. Dr. Nico Reiner, der bisherige CFO, scheidet aus der Pfleiderer Gruppe aus.

Der Vorsitzender des Beirats, Miguel Kohlmann, dankt beiden Herren „ausdrücklich für ihren intensiven Einsatz, ihre nie nachlassenden Bemühungen und ihre Leistungen als Führungspersönlichkeiten, die sie insbesondere während der COVID-19-Krise in der ersten Hälfte des Jahres 2020 unter Beweis gestellt haben.“

Dr. Boris Gorella war vor seinem Start bei Pfleiderer fast zehn Jahre lang als CEO für die Beckers Group, einem führenden Anbieter von Industrielackbeschichtungen, tätig. Während dieser Zeit brachte er die private Gruppe in ihren Kernsegmenten an die Weltspitze. Vor seiner Zeit bei Beckers war Gorella in leitender Position bei führenden Chemie- und Beratungsunternehmen tätig. Er kann einen Doktor in Chemie der Technischen Universität Berlin und einen MBA der Insead vorweisen.

„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben bei Pfleiderer und werde mich dafür einsetzen, die führende Marktposition von Pfleiderer mit seinem starken, kundenorientierten Geschäft, dem Einsatz von Holz als nachhaltigem Rohstoff und seinen engagierten Mitarbeitern weiter auszubauen“, betont Dr. Boris Gorella.

Dr. Mani Herold bekleidete in den letzten fünf Jahren die Position des Group CFO bei Cerdia International, einem weltweit tätigen Chemieunternehmen. Zuvor war er als CFO der Geschäftseinheit E.ON Connecting Energies des E.ON-Konzerns tätig. Außerdem hatte er leitende Positionen bei diversen bedeutenden internationalen Finanzhäusern inne. Er ist zudem Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Wir freuen uns, Herrn Dr. Boris Gorella und Herrn Dr. Mani Herold als Mitglieder des Führungsteams bei Pfleiderer begrüßen zu dürfen – zu einer Zeit, in der wir in eine spannende neue Wachstumsphase eintreten“, so der Pfleiderer-Beiratsvorsitzende Miguel Kohlmann.

AUMA

Messegeschäft brach 2020 um 70 Prozent ein

Nach Planungen der Veranstalter vom Herbst 2020 sollten rund 380 Messen im Jahr 2021 in Deutschland durchgeführt werden. Doch bereits jetzt sind aufgrund der Pandemie rund 110 Messen abgesagt oder nach 2022 verschoben worden.

„Aufgrund der langen Vorlaufzeiten für eine Messedurchführung sollte die Politik so früh wie möglich beginnen, verlässliche Rahmenbedingungen auf Basis der bisherigen Regelungen für den Messe-Neustart zu formulieren. Mit der Öffnung des Einzelhandels sollte auch die Durchführung von Messen wieder grundsätzlich zugelassen werden, denn in beiden Branchen gibt es sehr ähnliche Geschäftsabläufe. Eine vergleichbare Entscheidung hat es bereits am 6. Mai 2020 gegeben “, betont Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Auma- Verband der deutschen Messewirtschaft.

Die Veranstalter haben im Herbst 2020 unter Beweis gestellt, dass Messen unter hohen Gesundheitsstandards erfolgreich und sicher durchgeführt werden können. Vor allem die mittelständische Wirtschaft brauche dringend ihre realen Branchenplattformen für die überzeugende Präsentation neuer Produkte und die Gewinnung neuer Kunden.

Die Gesamtbilanz für das Jahr 2020 zeigt, dass die Absagen von rund 70 Prozent der geplanten Messen gewaltige gesamtwirtschaftliche Schäden hinterlassen haben. In „normalen“ Jahren trägt die Durchführung von Messen rund 28 Mrd. Euro zur gesamten deutschen Wirtschaftsleistung bei, davon sind nur 6 Mrd. Euro übriggeblieben.

Erhebliche finanzielle Einbußen hatten nicht nur Messeveranstalter, Messebau und Aussteller. Auch Hotels, Gastronomie, Spediteure, Taxifahrer und der Einzelhandel in den Messestädten waren durch den Ausfall von Messen 2020 stark betroffen.
„Wenn sich diese Entwicklung 2021 auch nur annähernd fortsetzt, dürften in den betroffenen Branchen mehr als 100.000 Arbeitsplätze gefährdet sein“, so Holtmeier.

Von den 2020 geplanten 355 internationalen, nationalen und regionalen Messen konnten nur 114 durchgeführt werden. Dementsprechend wurden nach Berechnungen des Auma 2020 nur knapp 2,5 Mio. m² Standfläche, 70.000 Aussteller und 4,3 Mio. Besucher registriert. Das sind jeweils Rückgänge von etwa 72 Prozent im Vergleich zu den Ergebnissen bei den Vorveranstaltungen der ursprünglich für 2020 geplanten Messen. Bei diesen wurden zuletzt fast 8,9 Mio. m² Standfläche, 248.000 Aussteller und 15,6 Mio. Besucher ermittelt.

Das Umsatzniveau von etwa 4 Mrd. Euro, das die deutschen Messeveranstalter für 2020 geplant hatten, ist um fast 70 Prozent eingebrochen.

VDM

Möbelumsätze bis Oktober 2020 im Minus

Die Umsätze der Möbelindustrie sanken nach amtlichen Angaben im Zeitraum Januar bis Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Die Büromöbel wiesen mit minus 12,4 Prozent den höchsten Rückgang auf. Die Laden- und Objektmöbel landeten bei minus 10,2 Prozent, die „sonstigen Möbel“ – also beispielsweise Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile – bei minus 9,3 Prozent. Etwas verhaltener fielen die negativen Veränderungsraten bei den Polstermöbeln mit minus 1,2 Prozent, bei den Küchenmöbeln stieg der Umsatz gar um 2,8 Prozent. In allen Segmenten mit Ausnahme der Laden- und Objektmöbel war der Rückgang bei den Auslandsumsätzen signifikant höher als im Inlandsgeschäft.

Konnte Umsatz um neun Prozent steigern

Mit einem Wachstumsplus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr ist TopaTeam in das neue Geschäftsjahr gestartet. „Diesen Erfolg haben wir vor allem den hervorragenden Leistungen sowie der starken regionalen Präsenz unserer Partner zu verdanken“, sagt TopaTeam-Geschäftsführer Walter Greil.

Aber auch TopaTeam selbst habe intern sehr viel dafür getan, die Krise so gut wie möglich zu meistern. „Wir haben für unsere Partner die Einkaufskonditionen verbessert, neue Lieferanten unter anderem in den Bereichen Infrarot und Inneneinrichtung dazu gewonnen sowie interne Digitalisierungsprozesse optimiert.“ Zudem führte TopaTeam anlässlich des 30. Firmenjubiläums im Oktober 2020– als Ersatz für die verschobene Hausmesse – gemeinsam mit den Lieferanten eine erfolgreiche Aktionswoche für die Partner durch.

„Für TopaTeam ist der Erfahrungsaustausch unter den Partnern sowie der persönliche Kontakt besonders wichtig“, erklärt Walter Greil. Zu Coronazeiten ein besonders schwieriges Thema. „Trotz zahlreicher Einschränkungen haben unsere Berater vor Ort ihre aktive Betreuung verstärkt und den Austausch mit den TopaTeam-Partnern intensiviert. Auch dieses Engagement hat zum außerordentlich guten Ergebnis beigetragen.“

Viele Aktionen wurden zudem in den Online-Bereich verlagert. So konnten (und können) die TopaTeam-Partner zum Beispiel an ausgewählten praxisnahen Web-Seminaren teilnehmen. Über den wöchentlichen Newsletter informierte die TopaTeam-Zentrale stets zeitnah über Hilfestellungen durch den Staat sowie aktuelle Lieferzeiten der Lieferanten.

„Wir gehen gut gerüstet in das Jahr 2021“, sagt Walter Greil. „Das gesamte Team arbeitet stetig daran, die Dienstleistungen für die Partner noch weiter zu optimieren und die Schreiner und Tischler in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Unsere oberste Prämisse dabei: TopaTeam ist nur so gut wie seine Partner.“

E-Commerce ist in der Mitte des Gesellschaft angekommen

Mehr als jeder achte Euro der Haushaltsausgaben für Waren wurde 2020 im E-Commerce ausgegeben, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) heute auf seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben hat. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce ist im vergangenen Jahr von 72,6 Mrd. Euro auf 83,3 Mrd. Euro gestiegen. Das ist trotz Stagnation im ersten Quartal ein Plus von 14,6 Prozent gegenüber 2019 und damit 3,3 Prozentpunkte über dem Wachstumsschnitt der drei vorangegangenen Jahre von 11,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmittel und Drogeriewaren, aber auch Medikamente.

Die Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands im Auftrag des BEVH zeigen, dass E-Commerce inzwischen in der Mitte der Gesellschaft verankert ist. Fast jeder dritte Onlinekäufer im Jahr 2020 war älter als 60 Jahre. Vor Jahresfrist lag der Umsatzanteil der Kundinnen und Kunden in dieser Altersgruppe noch unter einem Viertel. Vier von zehn Onlinekundinnen und -kunden kaufen inzwischen mehr als einmal pro Woche im Distanzhandel. Fast drei von vier Onlinekäufern gaben an, künftig mehr oder genauso viel im Internet bestellen zu wollen – vor einem Jahr äußerte nur gut jeder zweite Kunde diese Absicht.

„Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung des Handels hin zum E-Commerce deutlich beschleunigt, und unsere Branche hat ihr Leistungsversprechen erfüllt“, bewertet Gero Furchheim, BEVH-Präsident und Sprecher des Vorstands der Cairo AG die Jahresbilanz (Foto). „Diese Entwicklung wird sich nicht mehr umkehren. Die gesellschaftliche und politische Debatte muss deshalb ihre Perspektive gründlich ändern: E-Commerce und seine Prozesse sind künftig die Basis, von der aus Kunden ihren Einkauf beginnen. Die Innenstädte und der Einzelhandel brauchen dieses digitale Fundament, um mit ihren stationären Angeboten den Kunden noch Mehrwerte zu bieten. Die Stadtentwicklung muss sich dieser Realität endlich stellen und diejenigen konsequent einbinden, die den neuen Handel gestalten.“

Fast jeder zweite im E-Commerce umgesetzte Euro wurde auf Onlinemarktplätzen und Plattformen getätigt. Hinter dem mit mehr als 20 Prozent besonders ausgeprägten Wachstum dieser Kategorie verbirgt sich ein Zuwachs an großen und kleinen Händlern, die über diese belastbare Infrastruktur im E-Commerce erstmals aktiv geworden sind.

„Der Verkauf über Onlinemarktplätze und Plattformen ist aufgrund der Bündelung von Kunden und Nachfrage heute ein unverzichtbarer Teil jeder E-Commerce-Strategie“, so Gero Furchheim. „Die deutsche und europäische Politik hat mit der jüngsten Novellierung des Wettbewerbsrechts diese Veränderung konstruktiv aufgegriffen, um ein Level Playing Field zu ermöglichen. Es ist erfreulich, dass mit der neuen US-Regierung auch die Frage einer fairen Besteuerung globaler digitaler Unternehmen auf OECD-Ebene in Gang kommt. Dafür haben wir uns stets eingesetzt. Wir hoffen, dass die Parteien in ihren Wahlprogrammen und die nächste Bundesregierung den progressiven Kurs fortsetzen.“ Der Branchenverband geht davon aus, einen großen Teil der Corona-bedingten zusätzlichen Nachfrage halten zu können, auch wenn Geschäfte wieder öffnen. Dämpfend könnten die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie ausfallen. „Im Zusammenspiel der Faktoren gehen wir von einem Umsatz-Wachstum bei Waren im E-Commerce von 12,5 Prozent für Jahr 2021 aus, mit dem die online verkauften Waren und Dienstleistungen zusammen die Grenze von 100 Mrd. Euro brutto sicher überspringen werden“, so Furchheim.

Verlegt Messe-Saison in die digitale Welt

Zur diesjährigen „Interzum“ vom 4. bis 7. Mai 2021 wird sich Vauth-Sagel erstmalig mit einem rein digitalen Messeauftritt präsentieren. Auf einer eigenen Plattform sowie auf der von der Koelnmesse digital veranstalteten „Interzum@home“ kann man Neuheiten und Highlights des Herstellers von Stauraumlösungen erleben. Aus Sicht des Vauth-Sagel-Geschäftsführers Claus Sagel „eine sehr gute Alternative in Pandemiezeiten“.

„In der gegenwärtigen herausfordernden Situation haben wir mehrere Faktoren bedacht“, so Geschäftsführer Claus Sagel zur Lage: „Zum einen wollen wir natürlich in den Dialog mit unseren Kunden treten, wofür die interzum immer ein zentraler Termin war. Doch Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern stehen momentan an erster Stelle. Beides kann man mit einer Online-Präsenz gut vereinen. Außerdem ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Messeveranstalter zu unterstützen, damit wir uns 2023 auf der physischen interzum wiedersehen können.“

Derzeit arbeitet man bei Vauth-Sagel an der Detail-Strategie für die Online-Präsenz. Im Fokus wird dabei – über die reine Darstellung hinaus – der interaktive Kontakt mit den Kunden stehen. Das gilt sowohl für die eigene Plattform als auch für die „Interzum@home“, wo die Koelnmesse neben der Produktpräsentation mit Panels, Masterclasses und einem Virtual Café zahlreiche Touchpoints für die persönliche Interaktion geschaffen hat. „Wer uns kennt, weiß, dass wir auf den persönlichen Austausch mit unseren Kunden besonderen Wert legen. Eine der größten Herausforderungen ist sicherlich, diesen Austausch in den digitalen Raum zu übertragen“, so Claus Sagel. „Das ist es schließlich auch, was Messen ausmacht. Und mit unserer Online-Messestrategie 2021/22 werden wir diesen Punkt genauso aufgreifen wie Informationen über unsere Produkte.“

VDM

Inlandsumsätze im Oktober 2020 im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Umsätze der Möbelindustrie im Oktober 2020 im Vergleich zum Oktober 2019 im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg von 2,3 Prozent. Dabei sanken die Erlöse im Ausland um -2,8 Prozent und die Inlandsumsätze stiegen um 4,9 Prozent. Im Oktober 2019 hatte es im Vergleich zum Oktober 2018 ein Minus von 1,6 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um 2,1 Prozent gestiegen, die Inlandsumsätze um 3,3, Prozent gefallen.