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Holzindustrie blickt pessimistisch auf kommendes Halbjahr

Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie trübte sich im Dezember 2025 deutlich ein. Bereits in den beiden Vormonaten ging es für den HDH-Konjunkturindikator nach unten. Die Unternehmen zeigten sich zwar zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage als im November. Sie blickten aber pessimistischer auf das kommende halbe Jahr.

Im Vergleich zum gesamten Verarbeitenden Gewerbe schneidet das Geschäftsklima in der Holzindustrie erstmals seit Mai 2025 wieder schlechter ab. Angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzen vor allem die Unternehmen im Holzfertigbau und im Baunahen Bereich der Holzindustrie die aktuelle Geschäftslage als positiv ein. In der Sägeindustrie, der Möbelindustrie und der Holzwerkstoffindustrie wurde diese hingegen deutlich negativer beurteilt. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr bleiben in allen Segmenten der Holzindustrie negativ.

Die bessere Stimmung im Holzfertigbau und im Baunahen Bereich ist aus Sicht des HDH in erster Linie auf die wieder anziehende Nachfrage im Wohnungsbau zurückzuführen. Die Zahl der genehmigten Eigenheime stieg in den ersten zehn Monaten 2025 kräftig um 16,6 Prozent. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Mehrfamilienhausbau erhöhte sich immerhin um 13,2 Prozent. Die absoluten Zahlen liegen aktuell mit 159.175 genehmigten Wohnungen immer noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2021. Damals wurde in den ersten zehn Monaten der Bau von 269.355 Wohnungen genehmigt.

Die Möbelindustrie leidet unter der nach wie vor rückläufigen Zahl der Baufertigstellungen in Deutschland, profitiert jedoch zunehmend von der steigenden Nachfrage in wichtigen europäischen Exportmärkten wie der Schweiz, Italien und Spanien. Bedrückend ist auch die Einschätzung der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate im Bereich Holzverpackungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die jüngst von den USA angekündigte Abkehr vom Handelsdeal mit der EU sowie die angedrohten höheren Zölle, der gesamten Wirtschaft ein noch schwierigeres Handelsklima bescheren könnten.

Stimmungseinbruch zum Jahreswechsel

Zum Jahresabschluss 2025 stagnierte das Stimmungsbild zur aktuellen Geschäftslage. Eine deutliche Verschlechterung ist hingegen bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate zu verzeichnen.

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