Sozialplan zur Standortschließung in Nauen steht
Die BSH Hausgeräte GmbH und die Arbeitnehmervertretung haben sich einer Mitteilung zufolge auf einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan für den Standort Nauen verständigt. Die Waschmaschinenproduktion soll wie geplant bis zum 30. Juni 2027 fortgeführt werden, bevor das dortige Werk geschlossen wird.
Laut Unternehmen umfasse der Sozialplan ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der Folgen für die Beschäftigten: Dazu zählten unter anderem Abfindungen, die Einrichtung einer Transfergesellschaft, Weiterbildungsangebote sowie Regelungen für den Vorruhestand. Ziel sei es, die rund 450 betroffenen Mitarbeitenden möglichst sozialverträglich aufzufangen und neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Nauen bleibt für BSH als Logistikzentrum erhalten
Obschon die Produktion ausläuft, bleibt Nauen zumindest in Teilen erhalten: Künftig soll der Standort als Logistikzentrum innerhalb des europäischen Netzwerks der BSH weiterbetrieben werden.
Die Einigung reiht sich in den bereits im Herbst 2025 kommunizierten Strategiewechsel ein. Wie moebelkultur.de berichtete, plant die BSH die Schließung ihrer Standorte in Nauen und Bretten bis Anfang 2028. Ein Einschnitt, der rund 1.400 Arbeitsplätze betrifft. Während die Produktion in Nauen Mitte 2027 ausläuft, soll die Schließung des Brettener Werks bis Anfang 2028 erfolgen. Als zentraler Grund für diese Entscheidung wird unter anderem die Notwendigkeit angeführt, Produktionskapazitäten an veränderte Marktbedingungen anzupassen und die globale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern.
Mit dem nun vereinbarten Sozialplan wird dieser Kurs konkret umgesetzt. Nach Monaten von Protesten und Verhandlungen rückt damit die operative Abwicklung des Standorts näher – verbunden mit dem Versuch, die sozialen Folgen für die Belegschaft abzufedern.












