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Wachstum gibt es vor allem in Asien

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und einer schwächelnden Konjunktur blickt Carlo Santori ­optimistisch nach vorn. Der CEO des italienischen Prägeblechherstellers Sesa spricht im Interview über Rekordumsätze, Investitionen in die Produktion, die überraschende Dynamik des ­chinesischen Marktes und darüber, warum er Designentscheidungen bewusst seinem Team ­überlässt. Außerdem erklärt er, weshalb „Made in Italy“ in Asien wichtiger denn je ist und warum persönliche Beziehungen für ihn auch heute noch die Grundlage erfolgreichen Geschäfts sind.

möbelfertigung: Herr Santori, Sesa hat ­zuletzt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr ­zurückgeblickt. Wie ist die aktuelle Lage?

Carlo Santori: 2024 war für uns das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Wir haben rund 14,5 Millionen Euro Umsatz erzielt und konnten dieses Ergebnis direkt nutzen, um 2025 umfangreich zu investieren. Wir haben unter anderem neue Schleif- und Gravur­technik ­installiert, unsere Digitaldruckkapazitäten ­erweitert und unsere Verchromungsanlage modernisiert. Das war möglich, weil wir vollständig integriert produzieren und praktisch alle Fertigungsschritte im eigenen Haus durchführen.

möbelfertigung: 2025 verlief dagegen deutlich schwieriger?

Carlo Santori: Ja, der Markt hat sich ab Mitte 2025 spürbar eingetrübt. Die geopolitischen Krisen haben die Investitionsbereitschaft stark beeinflusst. Unser Umsatz lag am Ende bei rund 11,5 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Investitionen wird das Jahresergebnis wahrscheinlich nur ausgeglichen oder leicht negativ ausfallen. Das gehört allerdings zum Leben eines Unternehmens, das seit fast 50 Jahren am Markt ist.

möbelfertigung: Bereitet Ihnen 2026 mehr Sorgen?

Carlo Santori: Ja. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist derzeit größer als die eigentliche Krise. Unternehmen verschieben Investitionen, weil niemand weiß, wie sich die politischen ­Konflikte entwickeln. Wir sehen bereits, dass viele ­Projekte auf Eis liegen. Darauf müssen wir uns einstellen und unsere Organisation entsprechend anpassen. Gleichzeitig müssen wir bereit sein, sofort wieder hochzufahren, sobald sich die Märkte erholen.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung 3/26, sofort HIER als E-Magazin verfügbar.

Top-Themen der Ausgabe: Branchentreff „Möbler Meilen“, Yacht-Interieur als „schwimmende Architektur“ von Lissoni & Partners, Kreislaufwirtschaft für Büromöbel, neue Designansätze von Schattdecor zwischen Individualisierung und Klarheit, KI trifft Messtechnik bei Hecht und Fraunhofer ITWM, Wachstumsperspektiven in Asien mit Sesa, Qualität und Nachhaltigkeit beim Rehau-Kantensymposium, innovative Materialien wie Baumrindenvlies von Europlac/Bark Cloth, lückenlose Flächen- und Kantenveredelung von Hymmen, neue Interior-Trends von Egger, Interprint und Impress, Gesundheit und Wohnlichkeit im Objektbereich mit Häfele und Himacs, Produktionsoptimierung für Losgröße 1, ambitionierte Wachstumsziele bei Heesemann sowie Ausblicke auf die IWF Atlanta und weitere internationale Branchenmessen.

Möbelfertigung, Sesa