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Siemens/Bürkle
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Beschleunigte Anlagenplanung und -umsetzung mit Softwaretools

Einige Klicks, dann greift der Roboter eines der Fassadenelemente, das die Beschichtungsanlage verlassen hat, dreht es und transportiert es Richtung Abstapelung. Dann taucht eine Fehlermeldung auf, dass die Haltekraft unterschritten wurde. In der Realität würde jetzt die rund 80 Kilogramm schwere Platte ungebremst auf den Boden fallen. Doch seit kurzem kann Marian Michels, Programmierer bei der Robert Bürkle GmbH, solche Fehler an einem digitalen Modell untersuchen und beheben: Ein digitaler Zwilling unterstützt ihn und seine Kollegen bei der Entwicklung und Konstruktion. Basis ist das CAD-Modell der Anlage als „Single Source of Truth“, als Grundlage aller folgenden Schritte, wie Jürgen Müller, Leiter der Konstruktion im Bereich Mechanik bei Bürkle, erläutert.

Was zunächst sehr theoretisch klingt, wird anschaulich, wenn man das Marktumfeld der Robert Bürkle GmbH betrachtet: Das Unternehmen ist als Vorreiter im Bereich Beschichtungstechnologien in vielen Branchen und Anwendungen unterwegs. Das Spektrum der Produkte reicht von Kreditkarten über Leiterplatten und Photovoltaikmodulen bis hin zu Möbel- und Holzbauteilen. „Diese Vielfalt stellt uns vor die Herausforderung, dass wir sehr viele Prozesse und Anlagenkonzepte umsetzen und weiterentwickeln müssen“, erklärt Müller weiter. Die meisten der Anlagen werden individuell auf die jeweilige konkrete Kundenanforderung abgestimmt. Das entsprechende Know-how für Inbetriebnahme und Service muss Bürkle für seine Anwender weltweit bereit- und vorhalten. Aus diesem Grund initiierte das Leitungsteam der Konstruktion schon vor einiger Zeit die ersten Ansätze, um Anlagen am Modell zu entwickeln und in Betrieb zu nehmen.

„Damit können wir einerseits unsere Ressourcen in der Programmierung besser einsetzen, andererseits die Konstruktion und das Finetuning der Anlagen effizienter gestalten“, so Müller.

Zwei Impulse waren es, die der virtuellen Inbetriebnahme bei Bürkle großen Schub gaben: Ein umfangreiches Kundenprojekt, das sich als Pilotprojekt für die virtuelle Inbetriebnahme anbot und die durchgehende Toolkette von Siemens. Die Zusammenarbeit gestaltete sich partnerschaftlich und auf der „Ligna“ konnte Bürkle die virtuelle Inbetriebnahme vorstellen.

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