Aus Schüco Interior Systems wird Alumis – Geschäftsführer Peter Sagemüller geht, Hendrik Steffen übernimmt
Seit Februar 2025 hat sich bei Schüco Interior Systems in Borgholzhausen Entscheidendes verändert: Der neue Eigentümer, Rheingold Capital, hat das Unternehmen vollständig aus dem Schüco-Konzern gelöst – mit dem erklärten Ziel, daraus ein eigenständiges, fokussiertes und zukunftsfähiges mittelständisches Unternehmen zu formen.
„Die Zugehörigkeit zum Konzern hat in vielen Bereichen Eigenverantwortung und marktnahes Handeln behindert“, erläutert Hendrik Steffen, der zunächst als Berater für Rheingold Capital tätig war und seit Juni 2025 alleiniger Geschäftsführer ist. „Das beginnt bei fehlenden Systemstrukturen in der Buchhaltung und reicht bis zur eingeschränkten Entscheidungsfähigkeit einzelner Mitarbeitender. Genau an diesen Punkten setzen wir jetzt an.“
Neuer Name, klare Ausrichtung
Mit der Umfirmierung zum 1. August 2025 wird aus der Schüco Interior Systems die Alumis GmbH & Co. KG. Der neue Name steht für einen bewussten Bruch mit der Vergangenheit – und für einen Neuanfang mit eigenem Profil. „Alumis ist mehr als ein neuer Name – es ist ein Symbol für unsere neue strategische Aufstellung“, so Steffen.
Diese folgt künftig einer klaren Gliederung in drei Geschäftsbereiche:
- Küche & Möbel – das wirtschaftliche Rückgrat des Unternehmens. Hier liegt der Fokus auf nachhaltigem Wachstum mit Bestands- und Neukunden, insbesondere durch gezielte White-Spot-Erschließung, Cross-Selling und Sortimentserweiterungen.
- Interior Systems – ein dynamischer Entwicklungsbereich mit Start-up-Charakter, der in enger Kooperation mit der Schüco International KG innovative Trennwand- und Möbelsysteme für moderne Innenräume gestaltet, produziert und vermarktet.
- Industrielle Lösungen – hier entwickelt Alumis gemeinsam mit Kunden individuelle Aluminiumlösungen, die insbesondere im Sonderbau und in der Industrie Anwendung finden.
Transformation mit Weitblick
Der Wandel ist umfassend. Aktuell begleitet ein Team von sieben Beratern den Transformationsprozess, der neben der Struktur auch Kultur, Organisation und Marktposition umfasst. Ziel ist eine konsequente Neuausrichtung hin zu mehr Kundenorientierung, Prozessklarheit und Ergebnisverantwortung.
Auch personell stellt sich Alumis neu auf: Der langjährige Geschäftsführer Peter Sagemüller, der das Unternehmen durch schwierige Jahre begleitet hat, wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Bis dahin arbeitet er eng mit Hendrik Steffen zusammen, um eine geordnete Übergabe sicherzustellen.
„Ich habe in einer herausfordernden Phase Verantwortung übernommen – der Standort stand zur Disposition, das Vertrauen der Kunden war durch Lieferprobleme und eine schwierige SAP-Umstellung belastet. Dass wir heute wieder auf der Branchenlandkarte sichtbar sind, ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengung. Mit Hendrik Steffen ist jetzt die richtige Person an Bord, um Alumis in eine starke Zukunft zu führen“, so Sagemüller.
Neustart mit Branchenpräsenz
Der Auftritt auf der Sicam in Pordenone im Herbst wird eines der ersten großen Highlights unter dem neuen Namen Alumis sein. Dort wird das Unternehmen mit Innovationen und klarem Selbstverständnis zeigen, wofür es künftig steht: Aluminium-Kompetenz, Systemdenken, Designqualität – und vor allem Kundennähe.









