Küchenmöbelindustrie rutscht wieder ins Minus
Nach einem hoffnungsvollen Aufschwung im September und Oktober stellt sich mit den Zahlen vom November 2024, die der VdDK nun veröffentlichte, wieder Ernüchterung in der Küchenbranche ein: Die Industrie schreibt trotz erhöhter Auftragseingänge in Q4 ein Minus von 6,16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit sinkt der Gesamtumsatz nach einem starken September 2024 schon zum zweiten Mal in Folge.
Interessant ist dabei abermals die Tatsache, dass der inländische Umsatz deutlich mehr schwächelt als das Auslandsgeschäft: Satte minus 10 Prozent muss die Branche in Deutschland hinnehmen, während das Exportgeschäft lediglich um -1,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat abrutscht. Die Exportquote steigt damit im November auf 47,55 Prozent an und übertrumpft sogar das Mittel des gesamten Jahres 2024.
Noch ist das vergangene Jahr nicht ganz ausgezählt, aber bislang pendelt sich der Jahresgesamtumsatz auf rund minus sieben Prozent im Vergleich zu 2023 ein. Weil diese Zahlen sich schon damals nur durch gute Vorjahresumsätze bereinigen ließen, die 2024 von Anfang an fehlten, lässt sich nun konstatieren: Das tut weh.
Ein Lichtblick immerhin: Die Zahl der Beschäftigten in der Küchenmöbelindustrie ist von Oktober auf November 2024 wieder leicht gestiegen ist, obschon sie im Vergleich zum November 2023 ebenfalls um -3,6 Prozentpunkte abgenommen hat. Zugleich blieb die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahezu gleich wie schon im Oktober. Eine Bilanz von etwa minus drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist der Kurzarbeit zuzurechnen, die einige Betriebe nutzen, um ihre Produktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten.















