Stimmung in deutscher Holzindustrie stabilisiert sich auf niedrigem Niveau
Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hat sich im Mai weiter stabilisiert, nachdem es für den HDH-Konjunkturindikator bereits im April leicht nach oben ging. Die Unternehmen zeigten sich zwar zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, blickten jedoch pessimistischer auf das kommende halbe Jahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verbesserte sich im Mai auf -24,4 Punkte (Vormonat: -27,1 Punkte). Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr fiel negativer aus, der aktuelle Wert liegt bei -36,3 Punkten (Vormonat: -32,4 Punkte). In der Summe sank der HDH-Konjunkturindikator im Berichtsmonat geringfügig auf -30,4 Punkte (Vormonat: -29,8 Punkte).
Im Vergleich zum gesamten Verarbeitenden Gewerbe schneidet das Geschäftsklima in der Holzindustrie nach wie vor schlechter ab. Der vom ifo errechnete Wert für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Mai leicht auf -15 Punkte (Vormonat: -15,4 Punkte) und bewegte sich damit deutlich über dem entsprechenden Wert für die Holzindustrie (-30,4 Punkte).
Stimmung bleibt uneinheitlich
Angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzen lediglich die Unternehmen im Holzfertigbau die aktuelle Geschäftslage als positiv ein, während diese in der Sägeindustrie, der Möbelindustrie und der Holzverpackungsindustrie deutlich negativer beurteilt wurde. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr bleiben in allen Segmenten der deutschen Holzindustrie negativ.
Die bessere Stimmung im Holzfertigbau ist aus Sicht des HDH in erster Linie auf die anziehende Nachfrage im Wohnungsbau und auf den steigenden Holzfertigbauanteil zurückzuführen. Die Zahl der genehmigten Ein-und Zweifamilienhäuser stieg in den ersten drei Monaten 2026 kräftig um 14,9 Prozent. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser nahm sogar um 15,2 Prozent zu. Die Möbelindustrie leidet nach wie vor unter den rückläufigen Baufertigstellungszahlen und dem schwachen Konsumklima in Deutschland. Seit Ausbruch des Iran-Krieges kommen die massiv steigenden Energie- und Rohstoffkosten als weitere negative Faktoren dazu.

Die aktuelle Geschäftslage zeigt im Berichtsmonat keine wesentliche Veränderung und verbleibt auf einem tiefen Niveau. Die mittelfristigen Geschäftserwartungen verschlechtern sich und fallen damit weiter in den negativen Bereich. In der Summe gibt das Geschäftsklima leicht nach.













