Rollt Second-Hand-Ableger auch in Schweden aus
Die Ingka Group hat ihren Second Hand-Marktplatz nach Schweden gebracht. Damit ist die Plattform für gebrauchte Ikea-Produkte nun in fünf Ländern verfügbar. Neben Spanien, Norwegen, Portugal und Polen können Kunden nun auch dort gebrauchte Ikea-Produkte handeln. Die Plattform soll nachhaltiges Wohnen erschwinglicher machen und die Lebensdauer von Produkten verlängern.
Erfahrungen aus Pilotprojekten fließen ein
Nach erfolgreichen Testläufen in Spanien und Norwegen sowie dem Start in Portugal und Polen im Jahr 2025 hat Ikea die gewonnenen Erkenntnisse in den schwedischen Launch einfließen lassen. Vor der Öffnung für die breite Öffentlichkeit haben zunächst Ikea-Mitarbeiter:innen die Plattform mit Produkten bestückt. Kirsten Andersson, Managing Director für Platform & Marketplaces bei Ikea Retail, sieht in dem Launch einen bedeutenden Schritt. Man wolle ein erschwinglicheres Ikea-Sortiment erschließen und es Kund:innen gleichzeitig leicht machen, die Lebensdauer ihrer Artikel zu verlängern. Das Ziel sei eine lebendige Gemeinschaft, in der Menschen miteinander und mit Ikea in Kontakt treten können.
Schlafzimmer stark nachgefragt
Für 2026 hat sich Ingka Group das Ziel gesetzt, 170.000 Angebote auf der Plattform zu erreichen. Jedes eingestellte Produkt erhält automatisch eine Preisempfehlung, hochwertige Bilder und exakte Produktmaße. In den bereits aktiven Märkten zeige sich eine starke Nachfrage nach Schlafzimmermöbeln, Aufbewahrungslösungen und Wohnzimmersitzmöbeln, so Andersson. Besonders ermutigend sei, dass Endverbraucher:innen wiederholt kaufen oder verkaufen.
Wachsender Gebrauchtmöbelmarkt
Der globale Gebrauchtmöbelmarkt wächst laut Ikea mit einer prognostizierten jährlichen Rate von sieben Prozent und soll bis 2030 ein Volumen von 43 Milliarden US-Dollar erreichen. Ikea-Produkte machen demnach bereits rund neun Prozent des europäischen und vier Prozent des weltweiten Second-Hand-Marktes aus. Eine Studie von Ingka Group in Zusammenarbeit mit Globescan zeigt, dass 52 Prozent der jüngeren Menschen regelmäßig gebrauchte Möbel oder Haushaltsgegenstände kaufen, hauptsächlich um Geld zu sparen. Andersson spricht von einem kulturellen Wandel: Der Kauf gebrauchter Möbel sei nicht mehr stigmatisiert, sondern stilvoll, klug und gesellschaftlich akzeptiert. Mit der Plattform wolle man auf diese veränderten Kundenerwartungen reagieren.
So funktioniert der Marktplatz
Verkäufer scannen ihr Ikea-Produkt, woraufhin die Plattform Preisempfehlungen, Produktfotos und Maße bereitstellt. Jedes Angebot enthält detaillierte Beschreibungen, Montageanleitungen und Pflegehinweise. Verkäufer können zwischen Barauszahlung oder einer um 15 Prozent aufgestockten digitalen Ikea-Guthabenkarte wählen. Die Nutzung des Marktplatzes ist kostenlos.









