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Arbonia
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Unternehmen erzielt organisches Wachstum von 2,3 Prozent

Die Arbonia erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 318,2 Mio. Schweizer Franken, somit ein organisches Umsatzwachstum von 2,3 Prozent und baute ihre Marktposition in zahlreichen europäischen Märkten weiter aus. Besonders erfreulich entwickelten sich die Auftragseingänge und Auftragsbestände, die in allen großen Werken deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Gleichzeitig war das 1. Halbjahr 2026 von steigenden Materialpreisen und Währungseffekten geprägt. Die Entwicklung bestätigt die robuste Nachfrage, die Fortschritte bei der geografischen Diversifizierung sowie die strategische Stärke der Gruppe nach der Fokussierung auf das Türengeschäft.

Mit der Einführung einer integrierten Systemlandschaft schafft Arbonia die Voraussetzungen für zusätzliche Verbundsynergien im Einkauf, in der standortübergreifenden Fertigung sowie für die künftige Nutzung datenbasierter und KI-gestützter Anwendungen. Die Implementierung des SAP-/ERP-Systems bei der deutschen Tochterunternehmung Garant markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer integrierten europäischen Plattform. Die Transformation verlief operativ anspruchsvoller als geplant und belastete das EBITDA einmalig mit rund 8,4 Mio. Schweizer Franken (CHF) im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Aufgrund der Belastungen aus der Implementierung des SAP-/ERP-Systems bei Garant passt die Arbonia ihre EBITDA-Guidance für das Geschäftsjahr 2026 an, bekräftigt jedoch alle übrigen Guidance-Parameter für 2026 sowie ihre Mittelfristziele für 2029.

Digitale Transformation bei Tochtergesellschaft

Die Arbonia setzte im ersten Halbjahr 2026 die Digitalisierung und Modernisierung ihrer gesamten Geschäftsprozesse konsequent fort. Bei der deutschen Tochtergesellschaft Garant führte der umfassende SAP-/ERP-Rollout während der Einführungsphase aufgrund der hohen Komplexität der zugrunde liegenden Prozesse und Schnittstellen sowie der sehr hohen Produktvielfalt zu vorübergehenden operativen Herausforderungen. Betroffen waren primär die Auftragserfassung, die Intralogistik sowie Produktionsprozesse. In diesem Zusammenhang wurden zur Absicherung des Geschäfts zusätzliche Lagerbestände aufgebaut sowie Produktionsvolumen temporär an andere Standorte innerhalb der Arbonia Gruppe verlagert.

Die vorübergehenden Belastungen führten zu einem geschätzten Umsatz- und Ergebniseffekt von rund CHF 13 Mio. beziehungsweise CHF 8,4 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode. Diese Effekte werden nicht als Sondereffekte (Adjustments) ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2026 belasteten sie neben dem operativen Ergebnis auch das Nettoumlaufvermögen, den Cashflow sowie die Nettoverschuldung.

Großes Maßnahmenprogramm zeigt Wirkung

Zur Stabilisierung der Abläufe und zur Behebung der im Zusammenhang mit dem SAP-/ERP-Rollout entstandenen Herausforderungen hat die Arbonia umgehend ein Maßnahmenprogramm eingeleitet. Eine direkt durch die Konzernleitung gesteuerte Taskforce arbeitet mit klar definierten Prioritäten, Wochenzielen und einer konsequenten KPI-basierten Fortschrittskontrolle an der nachhaltigen Optimierung der Prozesse. Temporäre Workarounds wurden erfolgreich implementiert, um Systemlücken kurzfristig zu überbrücken und gleichzeitig eine schrittweise Überführung in standardisierte SAP-Prozesse sicherzustellen.

Die Arbonia hat die im Zuge der Transformation aufgetretenen Herausforderungen analysiert und die Ursachen konsequent aufgearbeitet. Wo erforderlich wurden organisatorische und personelle Maßnahmen getroffen. Die operative Stabilisierung verläuft planmäßig. Systemische Probleme konnten behoben, die Auftragsabwicklung nachhaltig stabilisiert und Lieferrückstände gegenüber Kunden weitgehend abgebaut werden. Der Fokus ist jetzt, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und die Umsätze zu steigern. Die Arbonia ist zuversichtlich, bis Ende Jahr 2026 das Umsatzniveau von Garant von vor der Einführung zu erreichen.

Grundstein für nächste Entwicklungsphase

Zusammenfassend trägt die Arbonia im Geschäftsjahr 2026 erhebliche vorübergehende Belastungen aus der SAP-/ERP-Transformation bei Garant. Gleichzeitig wurde damit ein wesentlicher Grundstein für die nächste Entwicklungsphase der Gruppe gelegt. Die neue Systemlandschaft ermöglicht künftig eine stärkere Integration der europäischen Produktionsstandorte, zusätzliche Einkaufssynergien sowie effizientere gruppenweite Prozesse. Darüber hinaus schafft sie die technologische Basis für eine datengetriebene Steuerung und den zukünftigen Einsatz von KI-Anwendungen.

Zusätzlich zum Arbonia Excellence Programm (Arbex) hat die Arbonia das konzernweite Performance-Plus-Programm lanciert. Die Initiative umfasst Maßnahmen zur Vereinfachung von Strukturen, zur Optimierung von Prozessen sowie zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenbasis. Für 2027 werden Einsparungen von über CHF 5 Mio. erwartet. Bis 2030 sollen sie auf mehr als CHF 8 Mio. pro Jahr steigen.

Arbonia, Geschäftsbericht, Umsatz