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Schließt Callcenter in Rostock – 279 Beschäftigte betroffen

Ikea will sein Callcenter in Rostock zum 30. September 2026 schließen. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di verlieren 279 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Gespräche über einen Sozialplan sollen am heutigen Donnerstag beginnen. Das berichtet der NDR auf seiner Webseite.

In dem Servicecenter in der Hansestadt wurden bislang Kundenanfragen bearbeitet. Welche Ergebnisse die anstehenden Verhandlungen bringen werden, ist offen. Ver.di zufolge geht es dabei um mögliche Weiterbeschäftigungen innerhalb des Unternehmens sowie alternativ um Abfindungsregelungen. Auch die Frage möglicher Arbeitskampfmaßnahmen soll erst nach Beginn der Gespräche bewertet werden.

Kritik äußert die Gewerkschaft insbesondere am Informationsprozess. Der Betriebsrat sei nach eigenen Angaben erst eine halbe Stunde vor der Gesamtbelegschaft über die Schließungspläne unterrichtet worden.

Ikea begründet die Entscheidung mit „langfristigen strukturellen Erwägungen“. Dazu zählten unter anderem das Auslaufen eines Mietvertrags sowie ein erheblicher Investitionsbedarf zur Modernisierung des Standorts. In einer Stellungnahme betonte das Unternehmen, die Maßnahme diene dazu, die „langfristige Stärke und nachhaltige Zukunft von Ikea Deutschland im sich wandelnden Einzelhandel zu sichern“.

Das Einrichtungshaus in Rostock ist von der Schließung nicht betroffen. Das Callcenter war eines von drei entsprechenden Standorten, die Ikea in Deutschland betreibt.