Politik gibt der Messewirtschaft keine Perspektiven für den Neustart
Nach wie vor düstere Aussichten: Bund und Länder haben im Rahmen der gestrigen Ministerpräsidenten-Konferenz der Messewirtschaft – als eine der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen – keine Perspektive für einen Neustart aufzeigen können. Der Business-Plattform Messe, mit kurzer Unterbrechung nunmehr fast ein Jahr außer Betrieb, ist lediglich vage eine weitere Beratung am 22. März in Aussicht gestellt worden.
„Die deutschen Messeveranstalter und zahlreiche Dienstleister haben 2020 rund 70 Prozent ihres üblichen Umsatzes verloren. In vielen Betrieben werden bereits Arbeitsplätze abgebaut“, so der Geschäftsführer des Auma Jörn Holtmeier. „Es besteht die Gefahr, dass der ursprünglich für 2021 geplante Umsatz allenfalls zur Hälfte erreicht wird. In diesem Jahr durften bisher keine Messen durchgeführt werden. Die Absagen für 2021 haben jetzt schon den Monat Mai erfasst, denn viele potentielle Aussteller zögern mit Beteiligungsentscheidungen aufgrund der fehlenden Öffnungsperspektive für ihre Messen. Spätestens bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen am 22. März muss es aufgrund der langen Planungszeiten für Messen eine kurzfristige Entscheidung für die Wiederzulassung von Messen geben. Sonst dürfte das erste Halbjahr 2021 komplett ausfallen und wichtige Messen im zweiten Halbjahr wären gefährdet. Durch die fehlenden Präsentations- und Vertriebsplattformen werden in großem Umfang Geschäftschancen vor allem für den Mittelstand und Kleinbetriebe verhindert.“















