Mehraufwand beim Warentransport deutlich gestiegen
Auch wenn sich die Branche auf den Brexit eingestellt hat: Verzögerungen im Warenverkehr von und nach Großbritannien sind der Alltag. In Folge müssen die Unternehmen flexibel agieren und immer noch Feinjustierungen an ihren logistischen Strategien vornehmen. Was stets zusätzliche Kosten mit sich bringt. Wie die bisherigen Erfahrungen Post-Brexit-Erfahrungen aussehen, erfragte die „möbelfertigung“ bei einigen Unternehmen.
„Die größten Probleme sind aktuell logistischer Natur. Gut vorbereitet war da niemand, weder die britischen Zollbehörden, noch die Spediteure“ führt Jens Hesse, geschäftsführender Gesellschafter von Hesse-Lignal aus. „Im Januar dieses Jahres konnte bestellte Ware über mehrere Wochen nicht ausgeliefert werden, da der Prozess der Wareneinfuhr einfach nicht funktionierte. Dies betrifft sowohl Verkäufe, als auch Einkäufe. Da all dies aber schon vorhersehbar war, haben sich viele unserer Kunden bevorratet, in einigen Fällen aber leider dann doch nicht ausreichend.“
Heiner Klingelhöfer, Area Sales Manager UK & Scandinavia bei Kesseböhmer ergänzt: „Ob es zu einer von vielen erwarteten Eintrübung der Konjunktur kommt, ist insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie schwer vorherzusagen. Positive Aspekte des Brexits sind aus unserer Sicht nicht erkennbar.“ Ähnlich sieht es Christina Nitsche, Area Sales Manager UK & Ireland bei Rauch: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexits auf unser Unternehmen sind zum aktuellen Zeitpunkt schwer abschätzbar. Das ist auch der Situation geschuldet, dass Großbritannien seit Januar im Lockdown ist und die Möbelhäuser noch bis Mitte April geschlossen bleiben. Wie in vielen anderen Bereichen profitiert natürlich auch bei Möbeln der Online-Handel. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kombination aus Brexit und Corona-Lockdown in den nächsten Monaten auf den stationären Handel auswirken wird, beziehungsweise ob es zu Schließungen kommen wird und wenn ja, in welchem Maße.“
Wie andere wichtige Player der Branche die Situation beurteilen, lesen Sie in der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint oder in der digitalen Ausgabe unter https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/62108939bed5/editions.
Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will, warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind, welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt, was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat, welche Roboter für die holzbe- und verarbeitende Industrie besonders interessant sind was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum@home“ ist und vieles mehr.
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