Ausgaben auf Rekordniveau: „Innovationsmotor Maschinenbau dreht auf“
Zur aktuellen Innovationserhebung des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) und den Innovationsausgaben des Maschinenbaus sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA:

- „Der Innovationsmotor Maschinenbau dreht auf und erreicht bei den Innovationsausgaben ein Rekordniveau. Im Jahr 2024 sind die Aufwendungen auf 19 Milliarden Euro gestiegen – ein überdurchschnittlicher Zuwachs von knapp 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“
- „Auch für die Jahre 2025 und 2026 planten die Unternehmen zum Erhebungszeitraum weiter mit Innovationsausgaben auf diesem Rekordniveau. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Krise und mannigfacher standortpolitischer Bremsklötze ist das beachtlich.“
- „Unsere Unternehmen forschen nicht im luftleeren Raum und haben bei Innovationen noch viel Potenzial. Wer auf Hightech setzt, muss auch wirtschaftspolitische Reformen und viel mehr Industrieorientierung in der Forschungsförderung auf den Weg bringen.“
- „Die Stärkung von Instrumenten wie Forschungszulage und Industrielle Gemeinschaftsforschung sowie der breitenwirksame Ergebnistransfer sind erfolgskritisch. Produktionstechnologien gehören ins Zentrum der Hightech Agenda Deutschland.“
- „Zugelegt haben wir laut ZEW auch bei der Innovationsintensität, also dem Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz: von 5,4 auf 5,7 Prozent. Gleiches trifft zu auf den Umsatz mit Produktinnovationen, wo ein Anstieg von 15 auf 16 Prozent zu verzeichnen ist.“
- „Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Geschäftsprozessen oder Produkten ist die Branche vergleichsweise gut positioniert. 27 Prozent der Unternehmen nutzen laut ZEW hier schon KI, im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt beläuft sich der Wert auf 20 Prozent.“
- „KI braucht qualifizierte Menschen. Das Ingenieurstudium muss mit der technologischer Entwicklung Schritt halten. Der Studienabbruch ist noch viel zu hoch. Wir brauchen schnell neue Qualifikations- und Kompetenzprofile für eine zukunftssichere Ingenieurausbildung.“
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