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Surteco Group SE  | 

Beteiligt sich die Hamburger Schürfeld-Gruppe noch stärker?

Der aus verschiedenen Aktionärsfamilien bestehende Aktienpool Surteco und die Schürfeld-Gruppe aus Hamburg führen Gespräche über den Beitritt der Schürfeld-Gruppe zum Aktienpool Surteco (im Folgenden der „Beitritt“).

Damit würden die Hamburger noch stärker bei Surteco einsteigen – erst im vergangenen November teilten die Hanseaten mit, dass sie ihre Beteiligung von damals 4,6 Prozent auf über 20 Prozent erhöhen wollen, was mit dem Januar 2021 wirksam wurde (siehe möbelfertigung.com vom 3. November).

Die Schürfeld-Gruppe verfügt derzeit insgesamt über 27,8 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft. Im Falle des Beitritts würden 58,37 Prozent des Grundkapitals poolgebunden sein. Die Gesellschaft ist über die Gespräche unterrichtet.

Die Vertreter der an den Gesprächen beteiligten Aktionäre haben bekundet, dass die strategische Zielsetzung des Aktionärpool Surteco, den Unternehmenswert sowie die Ertragskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken, beibehalten werden soll. Ob es zu dem Beitritt kommt, ist nicht gewiss. Insbesondere sind rechtlich bindende Vereinbarungen zum Beitritt bisher nicht geschlossen worden.

Falls es zu dem Beitritt kommen sollte, wird den übrigen, nicht poolgebundenen Aktionären ein öffentliches Angebot zum Erwerb ihrer Aktien unterbreitet. Bisher haben aber weder die Schürfeld-Gruppe noch die Mitglieder des Aktienpools Surteco eine Entscheidung getroffen, ob der Beitritt erfolgen und ein öffentliches Erwerbsangebot abgegeben werden soll. Falls es zu dem Beitritt und einem öffentlichen Erwerbsangebot kommen sollte, müsste der Angebotspreis nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der Aktien der Surteco Group SE während der letzten drei Monate vor dem Zeitpunkt entsprechen, an dem ein etwaiger Bieter seine Entscheidung zur Abgabe eines öffentlichen Erwerbsangebots veröffentlicht. Nach Kenntnis der Gesellschaft und gegenwärtigem Stand der Gespräche würde der Angebotspreis voraussichtlich lediglich dem gesetzlichen Mindestpreis entsprechen.

Die Schürfeld Gruppe ist eine inhabergeführte, mittelständisch geprägte Unternehmensgruppe, die sich seit über 80 Jahren traditionell hanseatischen Werten verpflichtet hat. Als moderne Beteiligungsgesellschaft besitzt das Unternehmen heute eine deutliche Mehrheit am 1538 gegründeten Spezialpapierhersteller Drewsen aus Lachendorf, ein Drittel des drittgrößten Haftetikettenherstellers der Welt, All4Labels Group aus Witzhave, sowie am Oberflächenspezialisten Surteco SE. Die Beteiligungen sind nach eigener Aussage geprägt von Verlässlichkeit, Offenheit und einem partnerschaftlichen Miteinander.

Gegründet wurde das Unternehmen am 1. Juli 1937 durch Gustav Schürfeld als klassisch-hanseatische Im- und Exportfirma für Zellstoff, Papier und Verpackungen. Sein Sohn Jens Schürfeld führte die Unternehmensgruppe bis 2015 weiter: Seiner Philosophie der dezentralen Organisation folgend, ist die Gruppe bis heute fest in Hamburg verwurzelt und mit den Beteiligungen rund um die Welt Zuhause.

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