Investiert in fahrerloses Transportsystem
Schörghuber setzt am Standort Ampfing auf ein modernes fahrerloses Transportsystem (FTS) und treibt damit die Automatisierung des innerbetrieblichen Materialflusses konsequent voran. Ziel ist es, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen.
In einer leistungsfähigen Fertigung greifen alle Abläufe nahtlos ineinander: Materialien stehen genau dort bereit, wo und wann sie benötigt werden. Die eingesetzten fahrerlosen Transportfahrzeuge sorgen dafür, dass Türstapelrohlinge bei Schörghuber zuverlässig von einer Produktionshalle in die nächste gelangen. Das Ergebnis sind beschleunigte Prozesse, optimierte Transportwege und eine insgesamt höhere Effizienz. Gleichzeitig werden Mitarbeitende von körperlich belastenden Routinetätigkeiten entlastet und können sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren.
Seit der erfolgreichen Inbetriebnahme im Dezember 2024 sind zwei fahrerlose Transportfahrzeuge im Einsatz, weitere sind bereits in Planung. Im Werk Ampfing übernehmen sie zentrale Transportaufgaben zwischen den Produktionshallen. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge übernehmen die Just-in-Time-Lieferung der Fertigungsanlagen und transportieren die Türstapelrohlinge zuverlässig zu den jeweiligen Bearbeitungsstationen, wodurch ein kontinuierlicher und effizienter Produktionsablauf gewährleistet wird. Ein intelligenter Puffer dient dabei als Bindeglied zwischen den einzelnen Produktionsanlagen und unterstützt einen reibungslosen Ablauf.
Hohe Anforderungen an Technik und Integration
Die Umsetzung des Projekts stellte hohe Anforderungen an Planung und Integration. Besonderes Augenmerk lag auf dem Transport von Türstapeln, die bis zu 3.000 kg wiegen können und liegend gelagert transportiert werden müssen. Ebenso galt es, die unterschiedlichen Werkstückgrößen entsprechend zu berücksichtigen. Darüber hinaus mussten bestehende Produktions- und Sicherheitssysteme in die Planung einbezogen werden. Die geringe Rollenbandhöhe von lediglich 35 Zentimetern stellte dabei eine zusätzliche Herausforderung dar und erforderte eine besonders kompakte Integration der gesamten Lade- und Fördertechnik.
„Unser Ziel war die Konzeption und Umsetzung eines FTS-basierten Materialflusssystems, das eine effiziente und hochflexible Versorgung von Fertigungsprozessen bis hin zur Losgröße 1 ermöglicht.“, erklärt Mike Kurka, Assistent des technischen Leiters und Projektverantwortlicher bei Schörghuber. In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller wurde dafür eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die induktives Laden und durch freie Navigation optimal abgestimmte Prozesse ermöglicht.
Flexibilität sichern und Engpässe reduzieren
Mit der Einführung der fahrerlosen Transportsysteme verfolgt der Spezialtürenhersteller mehrere Ziele: Neben der Effizienzsteigerung ermöglichen die Systeme einen durchgängigen Betrieb und erhöhen die Flexibilität in der Produktion. Die Fahrzeuge sind rund um die Uhr einsetzbar und tragen so zu stabilen Abläufen bei. Standardisierte Transportprozesse reduzieren zudem das Risiko von Beschädigungen und unterstützen die Qualitätssicherung. Gleichzeitig hilft die Automatisierung, personellen Engpässen entgegenzuwirken, etwa bei krankheitsbedingten Ausfällen.
Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus
Seit Beginn der Serienfertigung von Feuerschutztüren aus Holz im Jahr 1962 steht Schörghuber für höchste Qualitätsstandards und kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit gezielten Investitionen in innovative Technologien stärkt das Unternehmen seine Position als zukunftsorientierter Partner für hochwertige Tür- und Zargenlösungen aus Holz.
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist darüber hinaus der nachhaltige Umgang mit Ressourcen: Durch eine Vielzahl von Maßnahmen werden CO2-Emissionen kontinuierlich reduziert und – wo möglich – ganz vermieden. Für die verbleibenden Emissionen übernimmt Schörghuber Verantwortung, indem das Unternehmen international zertifizierte Klimaschutzprojekte aus dem ClimatePartner-Portfolio unterstützt. Seit 2024 ist das Unternehmen zudem Teil des Umwelt- und Klimapakts Bayern und engagiert sich aktiv für zusätzlichen betrieblichen Umweltschutz.
Mit der Verbindung aus intelligenter Automatisierung und klarer Nachhaltigkeitsstrategie setzt Schörghuber ein starkes Zeichen für Innovation, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit.













