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Finnen übernehmen insolventen Schleifmittelhersteller Hermes

Mirka Ltd., weltweit führender Hersteller von Lösungen für die Oberflächenbearbeitung und industrielle Anwendungen, hat in einer Mitteilung die Übernahme aller Vermögenswerte im Bereich konventioneller gebundener Schleifscheiben des renommierten Herstellers Hermes Schleifmittel GmbH bekanntgegeben. Erst im Juli 2025 hatte die Geschäftsführung des Unternehmes aus Hamburg beim zuständigen Amtsgericht der Hansestadt die Einleitung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Grund dafür waren anhaltende wirtschaftliche Erschwernisse in der Schleifmittelbranche. Hermes führte den Geschäftsbetrieb im laufenden Insolvenzverfahren uneingeschränkt fort.

Der Asset-Deal, der am 1. September in Hamburg unterzeichnet wurde, umfasst das Werk für gebundene Schleifmittel in Uetersen, sämtliche Vermögenswerte, Lagerbestände sowie das Personal, das dem Geschäftsbereich für gebundene Schleifmittel in Deutschland und international zugeordnet ist. Die Akquisition ist ein integraler Bestandteil von Mirkas Strategie, das Geschäft und Produktportfolio im Bereich Präzisionsschleifen weiter auszubauen.

Schleifscheiben vervollständigen Basisportfolio

Mirka entwickelt sein Portfolio im Bereich Präzisionsschleifen bereits seit 2013 systematisch weiter – damals wurde eine eigene Produktionslinie für flexible Mikrokorn-Schleifmittel für Polier- und Läppanwendungen aufgebaut. 2017 folgte die Übernahme des italienischen Herstellers von Superabrasiv-Schleifscheiben Cafro, 2021 die Akquisition des Abrichtrollen-Spezialisten URMA Rolls. Mit der Ergänzung durch die konventionellen gebundenen Schleifscheiben von Hermes, die das bestehende Sortiment an Diamant- und CBN-Schleifscheiben abrunden, ist das Basisportfolio nun vollständig.

„Nach Jahren des gezielten Portfolioaufbaus verfügen wir nun über ein breites, umfassendes und äußerst wettbewerbsfähiges Angebot im Bereich Präzisionsschleifen, das auch anspruchsvollste Anwendungen bedienen kann“, sagt Stefan Sjöberg, CEO von Mirka Ltd. „Wir freuen uns sehr über diese Chance und die Synergien, die sie für unser Angebot mit sich bringt.“

Konventionelle gebundene Schleifmittel kommen in zahlreichen industriellen Anwendungen zum Einsatz – etwa beim Präzisionsschleifen von Metallteilen sowie bei der Herstellung und Wartung von Getrieben, Lagern, Turbinenkomponenten und weiteren Bauteilen für die Energie- und Luftfahrtindustrie.

Reibungslose Integration in die Organisation

Der Standort Uetersen wird künftig als Kompetenzzentrum für konventionelle gebundene Schleifmittel innerhalb der Mirka-Gruppe fungieren. Die Integration in die Organisation beginnt umgehend, Entwicklungs- und Investitionsbedarfe werden geprüft und umgesetzt.

„Der Betrieb und die Lieferungen in Uetersen laufen ohne Unterbrechung weiter. Die Produkte aus dem Bereich gebundene Schleifmittel sind für unsere Kunden von zentraler Bedeutung – wir können die Versorgung nun sicherstellen und prüfen, wie wir sie künftig noch besser bedienen können“, sagt CEO Stefan Sjöberg abschließend.

Hermes, Mirka, Schleifmittel