Unternehmen der Holzindustrie starten mit trüben Aussichten ins letzte Quartal
Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hat sich im November 2025 zum zweiten Mal eingetrübt. Bereits im Vormonat war der HDH-Konjunkturindikator geringfügig gesunken. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage, blickten aber optimistischer auf die kommenden sechs Monate. Aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Holzindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzten vor allem die Unternehmen im Holzfertigbau und im baunahen Bereich der Holzindustrie die aktuelle Geschäftslage als positiv ein. Die anderen Segmente wurden hingegen deutlich negativer beurteilt. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr bleiben in allen Segmenten negativ.
Die bessere Stimmung im Holzfertigbau und im baunahen Bereich ist aus Sicht des HDH in erster Linie auf die wieder anziehende Nachfrage im Wohnungsbau zurückzuführen. Die Zahl der Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhausbau stieg nach dem kräftigen Einbruch in den vergangenen zwei Jahren in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 um 14,5 Prozent. Im Mehrfamilienhausbau zog sie immerhin um 7,9 Prozent an. Die Möbelindustrie leidet unter der rückläufigen Zahl der Baufertigstellungen in Deutschland. Sie profitiert jedoch zunehmend von der steigenden Nachfrage in wichtigen europäischen Exportmärkten wie der Schweiz, Italien und Spanien. Die im Oktober eingeführten US-Zölle auf die Einfuhr von Schnittholz belasten zusätzlich die Stimmung in der Sägeindustrie.
Der monatlich vom HDH veröffentlichte Konjunkturindikator der Holzindustrie stützt sich auf die vom Münchner ifo-Institut durchgeführte monatliche Befragung von Unternehmen aus allen Branchensegmenten. Der Gesamtindikator und seine Teilkomponenten werden monatlich erhoben. Um den Einfluss der monatlichen Schwankungen auf die Ergebnisse in den einzelnen Segmenten zu reduzieren, werden seit Berichtsmonat Januar 2025 Dreimonatsdurchschnitte als Maßstab herangezogen. Die einzelnen Indikatoren bewegen sich zwischen +100 (alle Meldungen positiv) und -100 (alle Meldungen negativ) Punkten.
Sinkende Stimmung – Hoffnung auf Besserung

Der im Oktober beobachtete Trend, dass die Teilindikatoren in ihrer Bewertung voneinander abweichen, hat sich im November etwas verstärkt. Während die Bewertung der aktuellen Lage merklich niedriger ausfällt, konnten die mittelfristigen Geschäftserwartungen ihren Vormonatswert halten.
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