Starker Auftakt mit 1.700 Ausstellern und spannendem Talk
„Techtextil“ und „Texprocess“ sind auch in diesem Jahr mit 1.700 Ausstellern aus 53 Ländern das Zentrum für richtungsweisende Innovationen der internationalen Textilindustrie. Zu ihrer 20. Ausgabe glänzt die „Techtextil“ mit neuer Größe. Auch die „Texprocess“ ist über alle Produktgruppen hinweg stark aufgestellt. Die auf den beiden Messen präsentierten Materialien, Produkte, Maschinen und Verfahren sowie die neu geknüpften Geschäftsallianzen stellen wichtige Weichen für die Zukunft der Industrie. „Frankfurt ist wieder der Mittelpunkt für textile und technologische Innovationen, die auf der Techtextil und Texprocess oft erstmals öffentlich präsentiert werden. Diese sind ein wichtiger Indikator und Antrieb für die Zukunft vieler weiterer Industriezweige. Die Techtextil ist zu ihrem 20. Jubiläum größer, als je zuvor und präsentiert sich im Duo mit der Texprocess in Topform“, so Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt GmbH in seiner Rede.
Bereits zur Eröffnung setzten die Messen Impulse im Panel-Talk zum Thema: Vom Textilrecycling bis zur Bekleidungsverarbeitung – die Rolle von KI. Dabei diskutierten Chloé Salmon Legagneur, Director, CETIA, Prof. Dr. Ingo Rollwagen, AMD Akademie Mode & Design / Hochschule Fresenius, Senior Advisor IMP Consulting, Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabrics and Leather Technologies und Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, Messe Frankfurt über die Einsatzmöglichkeiten in der Textilherstellung und -verarbeitung.
Künstliche Intelligenz in der Textilindustrie – Neue Wege finden, Potenziale ausschöpfen und bestehende Prozesse verbessern. KI verspricht eine Vielzahl von Fortschrittsmöglichkeiten für die Textilindustrie. Die Vorteile liegen auf der Hand: Effizient, wettbewerbsfähig, transparent und nachhaltig. Doch um KI optimal für das eigene Unternehmen zu nutzen bedarf es Know-How, Investitionen und die passenden Technologien. Im Panel-Talk wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, wie KI in der Textilindustrie optimal zum Einsatz kommen kann. Zum Beispiel machen intelligente Fehlererkennung während der Produktion oder optimale Materialberechnungen Herstellung und Verarbeitung schneller, besser und nachhaltiger. Auf der anderen Seite können durch KI ganz neue Produkte entstehen.
„KI erweitert den Spielraum für Innovationen. Neben Beschleunigung und Effizienzsteigerung bei bestehenden Prozessen schafft sie durch Verbesserungen von Produkten neuen Mehrwert. Zum Beispiel in Form von zirkulären, regenerativen Textillösungen mit längeren Lebenszyklen. KI ermöglicht in der Zukunft, nicht mehr das Gleiche schneller zu tun, sondern völlig neue, bessere, individuellere und nachhaltigere Textillösungen zu schaffen, die besser auf die Kunden zugeschnitten und zugleich besser für die Umwelt sind“, beschreibt Prof. Dr. Ingo Rollwagen in seiner Keynote.
Der EU Green Deal verlangt nach skalierbaren Recyclinglösungen. Hier schaffen neue Entwicklungen mit KI in Zukunft Abhilfe. Zum Beispiel indem sie textile von nicht-textilen Materialien, wie Reißverschlüssen, unterscheiden und diese automatisch trennen. Die französische Innovationsplattform „Cetia“ entwickelt industrielle Lösungen, die Textilien für den Recyclingprozess vorbereiten. „Um Textilrecycling im großen Stil zu ermöglichen, bedarf es effizienter, innovativer Technologien. Automatisierung, Robotik und KI steigern die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Dafür ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschung und Industrie maßgeblich“, erklärt Chloé Salmon Legagneur im Panel-Talk.
Künstliche Intelligenz ist längst kein Buzzword mehr für Unternehmen. Sie verändert die Industrie rasant und hält Einzug in immer mehr Anwendungen. Das bedeutet auch, dass sich die Branche mit KI auseinandersetzen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die vielen Vorteile, die KI bietet, auszuschöpfen. Techtextil und Texprocess sind als internationaler Branchentreffpunkt die erste Anlaufstelle für Information und Austausch dazu.
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