Spürt schwache Möbelkonjunktur
Die Homag Group ist verhalten in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der weltweit tätige Anbieter von Produktionstechnik für die Holzbearbeitung meldete für das erste Quartal rückläufige Aufträge, sinkende Umsätze und ein niedrigeres operatives Ergebnis. Belastet wurde das Geschäft weiterhin durch die schwache Nachfrage aus der Möbelindustrie.
Der Auftragseingang lag in den ersten drei Monaten 2026 bei 370 Mio. Euro und damit rund sieben Prozent unter dem Vorjahreswert von 397 Mio. Euro. Vorstandschef Daniel Schmitt sprach von einer anhaltenden Investitionszurückhaltung im Möbelsektor. Viele Kunden verschöben ihre Investitionen weiter nach hinten. Wann sich dieser Investitionsstau auflösen werde, sei derzeit nicht absehbar.
Stabil entwickelte sich dagegen das Geschäft mit automatisierter Produktionstechnik für Holzhäuser. Der Auftragsbestand blieb mit 801 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Umsatz sank im ersten Quartal um rund neun Prozent auf 310 Mio. Euro nach 341 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Als Grund nennt Homag unter anderem niedrigere Auftragseingänge infolge der Zollkonflikte im zweiten und dritten Quartal 2025.
Auch das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) ging zurück – von 12,9 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro. Neben dem geringeren Umsatzniveau wirkten sich laut Unternehmen geplante Einmalaufwendungen für eine IT-Umstellung sowie höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus.
Für die kommenden Quartale zeigt sich Homag dennoch optimistisch und erwartet Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Jahresauftakt. Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich zum 31. März 2026 auf 6.712 Mitarbeitende nach 6.979 ein Jahr zuvor.
Die Homag Group gehört mehrheitlich zum Dürr-Konzern und zählt zu den weltweit führenden Anbietern integrierter Lösungen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk.












