Finkemeier Holding erwirbt 49 Prozent der Anteile
„Eine bewusst getroffene, unternehmerische Weichenstellung“: High End-Küchenproduzent Eggersmann holt die Finkemeier Holding als neuen Gesellschafter an Bord. Der Investor, zu dem auch Häcker Küchen gehört, beteiligt sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 49 Prozent der Anteile an Eggersmann. Die neue Struktur soll der Küchenmanufaktur gezielte Investitionen in Zukunftsthemen ermöglichen – darunter Digitalisierung, Prozesse und Lieferketten. Zugleich erweitert die Finkemeier Holding ihr Portfolio um eine hochkarätige, wenngleich eigenständige Luxusmarke im Exportgeschäft.
Finkemeier Holding: Investition in neue Geschäftsfelder
Es ist eine spannende Liaison mit hoher Aussagekraft, die da vergangene Woche in Ostwestfalen über die Bühne gegangen ist: Die Finkemeier Holding, 2023 als Dachgesellschaft für die Häcker-Firmengruppe gegründet, hat 49 Prozent der Anteile an der Luxusküchenmanufaktur Eggersmann erworben und erweitert sein bisheriges Portfolio neben der seriellen Produktion von Küchenriese Häcker nun mit Küchen im obersten Premiumsegment. Bereits Ende 2025 hatte das Unternehmen angekündigt, mittelfristig eine Doppelstrategie zu verfolgen: Neben der Stärkung des Häcker-Kerngeschäfts sollen dabei auch Investitionen in neue Märkte und Geschäftsfelder erfolgen, „um Diversifikation, Wachstum und Resilienz langfristig zu sichern“.
Eggersmann: Zentrale Zukunftsthemen absichern
Noch deutlich prägnanter dürfte der Schritt indes für Eggersmann sein. Das Unternehmen zählt zu den ältesten, familiengeführten Küchenproduzenten Deutschlands. In einem herausfordernden Marktumfeld soll die neue Beteiligung für den Premiumhersteller zusätzliche Handlungsspielräume ermöglichen, darunter „die Intensivierung der High-End-Markenpositionierung sowie Investitionen in zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Prozesse und Supply Chain.“ Mögliche Synergien zwischen der Finkemeier Holding mit Häcker und Eggersmann dürften auch unternehmensübergreifende Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Finanzen und Steuern, Kultur und Kommunikation sowie Business Development und Operational Excellence betreffen.
Eigenständigkeit von Eggersmann soll bewahrt bleiben
Eggersmann-Geschäftsführer Michael Wunram sagt: „Wir haben uns sehr bewusst für diesen Weg entschieden. Die Beteiligung ist für uns ein wichtiger Schritt, um unsere Stärken zu bewahren und Eggersmann als Unternehmen und Marke gezielt weiterzuentwickeln. (…) Dafür ist die Finkemeier Holding ein starker Partner, der langfristig denkt und unsere Eigenständigkeit respektiert.“ Tatsächlich bleibt die operative Führung vollständig bei Eggersmann. Im Zuge der Beteiligung wird Leon Wunram zum weiteren Geschäftsführer neben Michael Wunram bestellt und bildet damit die nunmehr fünfte Generation des Familienunternehmens. An der unternehmerischen Ausrichtung soll sich nach Angaben von Eggersmann nichts ändern.
Leon Wunram betont: „Gerade für meine Generation ist es wichtig, Eggersmann mit klarem Profil und zugleich mit einer starken langfristigen Perspektive weiterzuentwickeln.“ Ein wesentlicher Faktor, der beide Unternehmen verbindet, ist demnach das gemeinsame Selbstverständnis als familiengeprägte Küchenproduzenten mit ostwestfälischen Wurzeln.










