Ernüchternde März-Bilanz: Umsatzrückgänge in allen Möbelsegmenten
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie hat die amtlichen Statistiken zu den aktuellen Umsätzen der einzelnen Segmente veröffentlicht. Neben den Zahlen für das gesamte erste Quartal des Jahres 2026 (möbelfertigung berichtete) präsentierte der VDM auch die jeweiligen Ergebnisse im Monat März. In diesen zeigt sich einmal mehr ein allgemein negativer Verlauf der Entwicklungen in der gesamten Branche.
Das Segment der Polstermöbelindustrie hat im März einen Umsatz von rund 83 Millionen Euro erzielt, ein Minus von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Rund 54,5 Millionen Euro setzten die Unternehmen im Inland um. Das sind 6 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im Ausland setzten sie circa 28,5 Millionen Euro um, was einem Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum März 2025 bedeutet. Die Exportquote lag bei gut 34 Prozent – einem Plus von 2 Prozent zum Vorjahresmonat.
Umsatzrückgänge melden ebenso die Unternehmen im Segment der Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel. Im März haben sie einen Umsatz von rund 415 Millionen Euro verzeichnet, ein Minus von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Davon entfielen circa 292 Millionen Euro auf das Geschäft innerhalb Deutschlands (-6,4 % zu März 2025) und rund 123 Millionen Euro (-4,75 % zum Vorjahresmonat) auf Auslandsgeschäfte. Die Exportquote stieg marginal um 0,4 Prozent auf rund 29,7 Prozent. Im gesamten Segment waren im März in 152 Betrieben 21.292 Menschen beschäftigt und somit fast 10 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.
Verluste auch im stabilsten Segment
Selbst das stärkste und stabilste Segment in der deutschen Möbelbranche, die Küchenmöbelindustrie, musste im zurückliegenden März Umsatzeinbußen vermelden. Die Unternehmen generierten einen Umsatz von 482 Millionen Euro – ein Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Circa 266 Millionen Euro setzten sie im Inland um. Das sind fast 6,5 Prozent weniger als im März 2025. Im Ausland bleiben Küchenmöbel made in Germany zwar grundsätzlich beliebt, aber auch hier berichten die Unternehmen von Umsatzrückgängen. Insgesamt erzielten sie einen Umsatz von etwas mehr als 216 Millionen Euro. Dies entspricht einem Verlust von 6,7 Prozent im Vergleich zum März 2025. Die Exportquote lag bei 45 Prozent – einem leichten Minus von 0,1 Prozent zum Vorjahresmonat. In den von der Statistik erfassten 43 Unternehmen der Küchenmöbelindustrie arbeiteten im März 17.314 Menschen. Das waren somit 1,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
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