Donnerstag, 23.06.2022, 09:11 Uhr Blum, Egger, Hettich und Homag in der „möbelfertigung“

Branchengrößen über explodierende Energiepreise

Die steigenden Energiepreise belasten die Industrie enorm. Gleichzeitig schwebt das Damoklesschwert eines russischen Gaslieferstopps über der gesamten Wertschöpfungskette.

„Ab 2021 gab es dann zunächst rasante Preissprünge bei unseren Rohmaterialien, vor allem Stahl, dazu kamen Energieverteuerungen sowie Liefer­kettenprobleme und dadurch deutlich erhöhte Logistikkosten. Die waren schon in 2021 nicht zu kompensieren und wir konnten diese nur zeitversetzt und nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergeben. Gleichzeitig haben wir zum Wohl unserer Kunden im Jahr 2021 nahezu jedes Wochenende sehr häufig auch sonntags gearbeitet, um die hohe Nachfrage zu erfüllen“, erklärt Hettich-Geschäftsführer Uwe Kreidel. „Jetzt sind kriegsbedingt viele Kosten nochmals teilweise stark gestiegen und wir ,lernen‘ gerade, welche Kosten und ­Güter plötzlich an Russland und der Ukraine hängen.“

Vor dem Hintergrund ist aus Sicht vieler Branchenteilnehmer ein nachhaltiges Umdenken bei der Energieversorgung wichtig. „Deutschland muss den Anteil fossiler Energien aus Gründen des Klimaschutzes reduzieren und sich gleichzeitig unabhängiger von russischen Energieimporten machen“, betont Dr. Daniel Schmitt. „Beides sind starke Argumente für mehr Energieeffizienz und einen entschlosseneren Ausbau der erneuerbaren Energien.“

Zumal die ein Gaslieferstopp die komplette Konjunktur erschüttern würde. „Unsere direkte Abhängigkeit vom Gas ist überschaubar“, so André Dorner, Geschäftsführer von Blum Deutschland. „Aber die indirekten Abhängigkeiten sind von entscheidender Tragweite, zum Beispiel was die Stahlproduktion und die chemische Industrie in Europa anbelangt.“ Ähnlich äußert sich auch Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung und Sprecher der Gruppenleitung von Egger: „Durch die globale Präsenz von Egger ist der Einsatz von russischem Erdgas regional unterschiedlich. Dabei ist unsere eigene Energieversorgung weniger kritisch als die Gasversorgung unserer Chemielieferanten für die Herstellung der notwendigen Leimvorprodukte. Nichtsdestotrotz hätten Einschränkungen der Gasversorgung Auswirkung auf unsere Produktion und indirekt auch erheblichen Einfluss auf unsere Rohstoffe, bezüglich Kosten und Verfügbarkeit.“

Die kompletten Antworten lesen Sie in der möbelfertigung 4/2022, die am 5. Juli erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Die große Vorschau zur „Holz-Handwerk“, wie künstliche Intelligenz beim Schleifen helfen kann, warum Assmann Büromöbel auf „Shopfloor“ setzt, warum SCM Grund zum Feiern hat, weshalb Kündig eine große Nachfrage auch jenseits seiner Stammmärkte verzeichnet, was Rahlmeyer zu einem echten Hidden Champion macht und warum Windmöller das Thema Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Prozess begreift.

Besonders Plus: Die große Strecke zu den Themen Intralogistik und Automatisierung, inklusiver großer Übersicht der wichtigsten Anbieter.


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