Donnerstag, 10.02.2022, 10:21 Uhr Interface

Nachhaltigkeit bei Bodenbelägen ganz neu gedacht

Wer als Unternehmen Nachhaltigkeit in all ihren Facetten berücksichtigt, für den hört sie nicht am Werkstor auf. Interface bezieht den kompletten Produktlebenszyklus in die Fertigung seiner Teppichfliesen mit ein und produziert sie im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Mit dem Rücknahmeprogramm „ReEntry verhilft der Hersteller seinen modularen Bodenbelägen außerdem zu einem zweiten Leben und verlängert so ihre Nutzungsdauer.

Bodenbeläge von Interface sind optimal auf die Anforderungen im Objektbereich ausgelegt und erfüllen alle Ansprüche einer gewerblichen Nutzung. Auf ihre langfristige Qualität gewährt Interface 15 Jahre Garantie. Werden alle Reinigungs- und Instandhaltungszyklen wie empfohlen durchgeführt, verlängert sich die mögliche Nutzungsdauer häufig sogar noch. Dennoch entscheiden sich Gebäudebetreiber und Nutzer aus verschiedenen Gründen immer wieder zu einem Austausch des Bodenbelags, obwohl die Ware oder ein Großteil davon in einwandfreiem Zustand ist. Zum Beispiel können neue Mieter, neue CI-Vorgaben oder ein neues Innenraumkonzept Anlass zu einer Renovierung geben. Der noch nutzbare Bodenbelag landet dann allzu häufig im Abfallcontainer.

Interface setzt sich gegen die unnötige Verschwendung von Ressourcen ein und hat daher sein Programm „ReEntry“ ins Leben gerufen. Das Programm umfasst drei mögliche Formen der Verwertung gebrauchter Interface Bodenbeläge: ReUse, ReCycling und ReCover. „Vergleicht man die drei Verwertungsarten, ist ReUse für Umwelt und Klima die beste Option, da die Wiederverwendung gebrauchter Bodenbeläge weniger CO2-Emissionen verursacht als beispielsweise deren Recycling oder eine thermische Verwertung“, so Nils Rödenbeck, Vice President & General Manager Central Europe. „Daher hat ReUse – also die Verlängerung des Lebenszyklus unserer Produkte – höchste Priorität.“

ReUse bedeutet nichts anderes als den Interface Bodenbelägen nach der erstmaligen Verwendung ein zweites Leben zu schenken. Denn Interface nimmt die gebrauchten Produkte zurück und lässt sie durch externe Partner aufbereiten. „Wir wollen es unseren Kunden so einfach wie möglich machen. Paletten, Folie und Eckprofile für die Verpackung der Produkte stellen wir termingerecht zur Verfügung und auch die Abholung wird durch uns koordiniert. Durch einen einfachen und händelbaren Prozess auf der Baustelle können wir sicherstellen, dass die Ware wirklich ihren Weg zurückfindet und nicht in der Mulde landet“, so Rödenbeck.

Die vom Kunden vorbereiteten Paletten werden durch ausgesuchte Partnerunternehmen abgeholt und zur Weiterverarbeitung vorbereitet. Als Partner arbeitet Interface unter anderem mit der RecyclingBörse! und dem Netz-Werk e.V. Mittweida zusammen, die Wertstoffe aufbereiten und wiederverwenden. So sind die ausrangierten Bodenbeläge wieder einsatzfähig und kommen gemeinnützigen Projekten, lokalen Unternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen zugute. Die Beschäftigung, Reintegration und Qualifizierung von langzeitarbeitslosen oder leistungsgeminderten Menschen spielt dabei eine wichtige Rolle. Der gebrauchte Bodenbelag wird für kleines Geld an Unternehmen und Einrichtungen verkauft, die nachhaltig agieren und höchste Qualität zu geringem Preis erwerben möchten.

„Häufig können bis zu 80 Prozent der genutzten Bodenbeläge aus einem Objekt problemlos wiederverwendet werden. Wenn zum Beispiel ein Schrank oder Schreibtisch darauf gestanden hat oder sie nicht Teil der direkten Laufwege waren, sind sie fast wie neu. Durch ReUse verlängern wir den Produktlebenszyklus noch einmal, schonen Ressourcen und vermeiden Abfall“, sagt Nils Rödenbeck.

Für die textilen Bodenbeläge spielt auch das ReCycling, der zweite Baustein des „ReEntry“-Programms, eine wichtige Rolle. Denn Teppichfliesen von Interface sind zu 100 Prozent recycelbar. Der Hersteller hat für sie die PVC- und bitumenfreien Rückenkonstruktionen „CQuest Bio“ und „CQuest Bio X entwickelt. In den beiden CO2-negativen Rücken werden biobasierte nachwachsende Rohstoffe und recycelte Füllstoffe verwendet, welche die Grundlage für die Recyclingfähigkeit des Bodenbelags bilden. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen sein gesamtes Teppichfliesenportfolio standardmäßig auf „CQuest Bio“ umgestellt. Der CO2-Fußabdruck des Portfolios wurde dadurch um weitere rund 33 Prozent reduziert und der Anteil recycelter und biobasierter Materialien auf durchschnittlich 88 Prozent erhöht. Durch die Umstellung hat Interface die Basis für eine ressourcenschonende Verwertung seiner Teppichfliesen geschaffen. Sofern eine erneute Verwendung nicht mehr möglich ist, sind die textilen Produkte vollständig recycelbar und können für die Herstellung neuer Teppichfliesen genutzt werden.

Die Option für Bodenbeläge, die weder wiederverwendet noch recycelt werden können, lautet ReCover. Dabei werden die Produkte zur Gewinnung thermischer Energie verwertet. Im Rahmen des „ReEntry“ Programms bildet die Energierückgewinnung die letzte Säule, sofern die anderen bevorzugten Methoden nach Prüfung nicht möglich sind.


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