Freitag, 08.10.2021, 16:20 Uhr 13. „Internationale Möbeltage Dresden“ – Dr. Jan Herold, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Dresden

Aufgeklebte Beschläge für Möglichkeiten jenseits eingeführter Systeme

Am 08. und 09. November veranstaltet das Team der „möbelfertigung“ den Kongress „Internationale Möbeltage Dresden“ in der sächsischen Landeshauptstadt. Und hat am Konzept gefeilt: Wir bringen erstmalig und einzigartig Forschung und Industrie zusammen. Darum präsentieren vorwiegend am zweiten Kongresstag im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden renommierte Studieneinrichtungen wie das Institut für Holz- und Möbeltechnik der Berner Fachhochschule aus Biel, die Berufsakademie Melle, die Technische Universität Dresden, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe/Lemgo, die Berufsakademie Sachsen/Dresden, das Institut für Holztechnologie Dresden, die Technische Hochschule Rosenheim und das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI auf Augenhöhe ihre neusten Projekte unter dem Motto „Forschung an der Schwelle zur Praxis“. Flankiert wird das Ganze von Keywords aus und für die Möbel- und Zulieferindustrie.

Mit dabei ist Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik Dr. Jan Herold, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden. Der sich intensiv mit dem Kleben von Möbelbeschlägen auseinandergesetzt hat.

„möbelfertigung“: Seit Jahrzehnten werden Möbelbeschläge verschraubt. Warum sollten sich, Ihrer Ansicht nach, Möbelhersteller intensiver damit auseinandersetzen, Beschläge zu kleben, statt zu schrauben?
Jan Herold:
Das Verschrauben von Beschlägen wird auch weiterhin die erste Wahl für die klassischen Holzwerkstoffe, wie beispielsweise Spanplatten und MDF, bleiben. Durch Einsatz neuer Werkstoffe, wie etwa dünnschichtige Steinplatten oder leichte Sandwich-Werkstoffe mit dünnsten Deckschichten ergeben sich allerdings neue Herausforderungen an die Verbindungstechnik. Das Verkleben von Beschlägen ergibt dann Sinn, wenn die eingeführten Systeme ihre Grenzen erreichen. Ein Beispiel hierfür sind die Glasbeschläge, welche aufgrund der Bearbeitungsbedingungen für Glas überwiegend aufgeklebt werden. Durch das Aufkleben der Beschläge entfällt eine Bearbeitung der endbehandelten Oberfläche und auch die Werkstoffdicke ist nicht mehr von Bedeutung. Die Induktionstechnik ermöglicht aufgrund der Leistungsdichte sehr kurze Aufheizzeiten, so dass der vorapplizierte Klebstoff schnell aktiviert und der Beschlag gefügt wird. Die entsprechende Applikationstechnik – im Rahmen des Forschungsprojektes mit dem Maschinenbauer Hüttenhölscher wurde dazu eine Roboterzelle genutzt – sorgt für die präzise Positionierung und Fixierung des Beschlags.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Internationale Möbeltage Dresden“ der „möbelfertigung“ sein?
Jan Herold:
Im Rahmen des Forschungsprojektes standen unter anderem die Themenfelder Induktionstechnik, Greifertechnik und Vorapplikation des Klebstoffs auf dem Beschlag sowie der Verarbeitungsprozess und die Festigkeitsuntersuchungen im Fokus. Im Rahmen des Vortrags möchte ich zuerst die Abläufe anhand des Demonstrators darstellen, bevor ich vertiefend auf den Fügeprozess eingehe. Der induktive Erwärmungsprozess des mit Klebstoff vorbeschichteten Beschlags ist Kernthema des Vortrags.

Unter www.moebeltage.de können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Am 15. Oktober endet die Phase mit einem vergünstigten Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion, Möbeldesigner, Produktentwickler und genauso Personaler, die auf der Suche nach den Mitarbeitern von morgen sind. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 08. November im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Blum, IHD, Kleiberit, Leuco, OE Electrics und Priess + Horstmann. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

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