Mittwoch, 28.07.2021, 11:21 Uhr Jungheinrich Profishop

YouGov-Umfrage zur Handwerkerauswahl

Das Handwerk ist die Stütze unserer Gesellschaft. Leider hat die Corona-Pandemie jedoch nicht nur die Bedeutung, sondern auch die Probleme des Handwerks verstärkt. Fachkräftemangel, unbesetzte Lehrstellen, langsam voranschreitende Digitalisierung, Rohstoffknappheit, entscheidender Anstieg der Rohstoffpreise und lange Wartezeiten sorgen nicht nur bei den über 500.000 Handwerksbetrieben in Deutschland für Unmut, sondern letztendlich auch bei den Kunden.

Jungheinrich Profishop hat sich anhand einer repräsentativen YouGov-Umfrage ein Meinungsbild eingeholt. Zentraler Aspekt dabei war die Frage, wie die Menschen in Deutschland den Status quo des Handwerks einschätzen. Jungheinrich Profishop wollte wissen, wie sie bei der Suche nach Handwerkern vorgehen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sie zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Handwerk stehen.

Sowohl bei der Suche als auch bei der letztendlichen Auswahl von Handwerkskräften spielen Empfehlungen eine zentrale Rolle. Zufriedene Kundschaft ist für Handwerksbetriebe das mit Abstand wichtigste Werbemittel, um Folgeaufträge zu erhalten. Wer vor Ort gute Arbeit leistet, braucht demzufolge auch weniger Aufwand in kaum genutzte Werbemittel wie etwa Flyer oder Anzeigen zu stecken. Auch der Preis oder die Wartezeit spielen eine untergeordnete Rolle.

Fast jede dritte befragte Person sucht über das Internet nach Handwerkern. Eine professionelle Online-Präsenz, wie beispielsweise eine eigene Website und ein gepflegter Google-My-Business-Eintrag, ist demnach heute unerlässlich. Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, lassen viele Handwerksbetriebe diese Chance jedoch aus, obwohl die Kosten/Nutzung-Rechnung hier vielversprechend ist.

Eine aktuelle Umfrage des Zentralverbandes des deutschen Handwerks unter 1.500 Handwerksbetrieben zeigt, dass über 60 Prozent der Betriebe Probleme in der Lieferkette haben. Dennoch sind die Auftragsbücher für durchschnittlich neun Wochen gefüllt, oft auch schon mit verbindlichen Preiszusagen. 42 Prozent melden gegenüber dem Mai 2020 Umsatzrückgänge.

Zweifellos eine schwierige Gesamtsituation für die ganze Branche, da es eher an erschwinglichem Material mangelt, als an Aufträgen. 81 Prozent geben sogar an, dass aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise bei Rohstoffen viele Aufträge wirtschaftlich unrentabel werden. Maßnahmen wie das Recyceln von Baustoffen könnten das Problem zumindest zu einem gewissen Maß lösen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert Möglichkeiten zur Preisanpassungen bei öffentlichen Bauaufträgen und eine Verstärkung der Förderprogramme für Neubau und Sanierungen, eine entsprechende politische Reaktion steht noch aus.


Mehr zur Umfrage sowie weitere Quellen: https://www.jh-profishop.de/profi-guide/handwerksumfrage/

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