Donnerstag, 12.08.2021, 15:58 Uhr 13. „Internationale Möbeltage Dresden“ – Prof. Andreas Heinzmann und Prof. Christian Kortüm, TH Rosenheim

Komplexität in der Produktion beherrschbar machen

Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine optimieren – die Technische Hochschule Rosenheim hat sich in ihrem Forschungsprojekt „Proto_lab“ mit diesem Thema auseinandergesetzt. Mittlerweile ist das Ganze weit vorangeschritten und es gibt bereits eine „Proto_lab“-App. Sie wird beispielsweise erfolgreich in den Fertigungstechnik-Praktika der Studiengänge Holztechnik und Innenausbau an der TH eingesetzt. So durchlaufen die Studierenden anhand konkreter Produktbeispiele aus dem Möbelbereich einen durchgängigen Wertschöpfungsprozess und erkennen dabei die horizontale Verknüpfung der einzelnen Prozessteilnehmer.

Was genau es bei all dem auf sich hat, das werden Prof. Andreas Heinzmann und Prof. Christian Kortüm von der Technische Hochschule Rosenheim während der 13. „Internationalen Möbeltage Dresden“ am 8. und 9. November 2021 ausführlich erläutern. Und nicht nur das: Es ist geplant, parallel zum Vortrag mit einer Live-Schaltung in das Labor der FH ganz besondere Einblicke zu ermöglichen.

„möbelfertigung“: Starre Verkettung vs. dezentrale Zusammenarbeit von Maschinen: Warum glauben Sie, dass die Zukunft einer Produktion eher bei Fertigungsinseln zu suchen ist?
Prof. Andreas Heinzmann:
Viele Unternehmen wissen nicht, was in drei bis fünf Jahren ihr Produkt sein wird. Wenn wir für die Zukunft flexibel sein wollen und jederzeit durch neue Fertigungswege in der Produktion auf die Anforderungen des Marktes reagieren möchten, bleibt den Unternehmen nicht viel anderes übrig, als in Richtung Zellen und weniger in Richtung starrer Verkettung zu denken. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen, da eine flexible Zellenfertigung natürlich höhere Teilekosten durch erhöhten Logistikaufwand zur Folge hat.
Prof. Christian Kortüm: Die dezentrale Zusammenarbeit von Maschinen erlaubt es, mehr auf Standardlösungen zurückzugreifen, wodurch die Komplexität in der Produktion in Bezug auf Bedienbarkeit, Wartung und Instandhaltung besser beherrschbar wird.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Internationale Möbeltage Dresden“ der „möbelfertigung“ sein?
Prof. Christian Kortüm:
Der Schwerpunkt unseres Vortrags wird es sein, wie man durch roboterbasierte Automatisierung, aber auch durch gezielte Appisierung und Unterstützung der Mitarbeitenden, die Komplexität in der Produktion beherrschbar macht und somit die wertschöpfenden Zeitanteile in der Fertigung erhöht. Hier geht es auch um die Balance zwischen dem Einsatz und der Rolle von Mitarbeitenden und der möglichen Technik und Automatisierungskomponenten.

Unter www.moebeltage.de können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Am 06. September endet die Phase mit einem vergünstigten Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion, Möbeldesigner, Produktentwickler und genauso Personaler, die auf der Suche nach den Mitarbeitern von morgen sind. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 08. November im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Blum, IHD, Kleiberit, Leuco, OE Electrics und Priess + Horstmann. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.


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