Donnerstag, 10.06.2021, 15:10 Uhr Institut für Holztechnologie Dresden

3. Platz beim „Sächsischen Preis für Umformtechnik“ 2021

Jost Zubrytzki, Absolvent der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) im Studienfach Produktionstechnik, wurde beim 27. „Sächsischen Preis für Umformtechnik“ für seine vom Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) betreute Diplomarbeit zum Thema: „Untersuchungen zum Verdichten von Birkenfurnier und deren Einfluss auf ausgewählte Festigkeitseigenschaften“ mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Seit 1995 wird jährlich zur Förderung innovativer Leistungen des wissenschaftlich – technischen Nachwuchses auf dem Gebiet der Umformtechnik der Dr.-Rolf-Umbach-Preis ausgelobt und vergeben. Die Preisverleihung fand virtuell im Rahmen der 27. „Sächsischen Fachtagung Umformtechnik“ zum Thema „Beiträge der Umformtechnik für eine nachhaltige Mobilität“ statt.

Die Grundlage seiner Diplomarbeit beruht auf einem Patent von Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz. In diesem Patent wird ein Verfahren beschrieben, bei dem Pappelfurnier chemisch behandelt, rein kaltverdichtet und abschließend getrocknet wird. Dieses Verfahren wurde im Rahmen seiner Diplomarbeit am IHD erfolgreich nachgestellt. Unterstützung erhielt er dabei durch Kollegen aus dem Fachgebiet Chemie (Sebastian Kniep, – chemischer Aufschluss und Verfahren, Dr. Martin Fischer - Bereitstellung der Grundlagenliteratur), dem Fachgebiet Werkstoffe (mit seiner Pressentechnik und dem Fachwissen), sowie dem Fachgebiet Physik (Frau Faust – Prüfung Probenmaterial, Frau Bogatzki – Anmischen der Lauge, Herr Feuersenger – fachliche und praktische Betreuung) des IHD.

Seitens der HTW stand Herr Prof. Dr.-Ing. Lutz Lachmann vom Fachbereich Produktionstechnik Herrn Zubrytzki im Rahmen der Bearbeitung seines Themas zur Seite. Dass das Verfahren bzw. deren Modifikation erfolgreich war, zeigte sich am erhaltenen Material in Form einer Überführung des inhomogenen in ein annähernd homogenes Holzgefüge, der erheblichen Steigerung der Zugfestigkeit um mehr als das Dreifache sowie in der Erhöhung der Biegefestigkeit um rund 50 Prozent.

Zusätzlich wies das modifizierte Material eine signifikante Steigerung seiner Flexibilität und Biegsamkeit auf. Im Rahmen der Diplomarbeit konnte in das Material während des Verdichtens erfolgreich eine Wellengeometrie eingebracht werden. Weiterhin konnte die Zugfestigkeit des Birkenfurniers durch die Modifikation stark erhöht werden, wodurch es jetzt mit einer Reihe an metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen konkurrieren kann.

Das könnte Sie auch interessieren...

Ähnliche News...

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos