Mittwoch, 09.06.2021, 12:18 Uhr Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz

Virtuelle Tischler-Workshops kamen gut an

Die kostenlose Online-Seminar-Reihe „Virtuelle Tischler-Workshops“, die der Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk veranstaltet hat, deckte zentrale „Dauerbrenner-Themen“ wie Werkstattorganisation und Betriebsnachfolge ab. Ein Schwerpunkt war zudem der digitale Wandel und dessen Chancen für das Handwerk.

Den Auftakt machte Mitte April der Online-Workshop „Endlich wieder Zeit für Handwerk - Prozessdigitalisierung richtig umsetzen“ mit Christoph Krause vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk. Bevor man mit der Digitalisierung beginnt, sollten die Abläufe eines Betriebs zunächst sauber „auf Papier“ dokumentiert werden, empfahl Krause. Darüber hinaus müsse das Ziel sein, Unternehmensprozesse so aufeinander abzustimmen, dass diese gut miteinander funktionieren. „Im Fokus steht, Zeit vor dem Rechner einzusparen“, fasste der Referent zusammen.

Krause moderierte noch zwei weitere Workshops zu digitalen Themen, „Von der Idee zum digitalen Projekt - Strategie, Umsetzung und Förderung“ sowie „Mitarbeiter finden und halten - Digitale Kommunikation, Führung und Kultur“. Der Digitalisierungsexperte beschrieb dabei den Teilnehmern, wie sich Beziehungen zwischen Kunden und Handwerkern durch den digitalen Wandel verändern und neue Dienstleister aus dem Internet die traditionell starke Kundenbindung des Handwerks aufbrechen könnten. Die Digitalisierung, so der Referent, stellt insgesamt aber eine große Chance dar, das Handwerk durch Veränderung zu bewahren.

Dittmar Manns von der Handwerkskammer Kassel gab im Workshop „Betriebsnachfolge erfolgreich gestalten - Auf in die Zukunft“ einen umfassenden Einblick in das wichtige Thema Übergabe. Der Berater gab ausführliche Beispiele aus seiner langjährigen Tätigkeit für die Betriebe und erläuterte, wie kostspielige Fehler vermieden werden können. So sei es beispielsweise wichtig, sich frühzeitig um die Nachfolge im eigenen Unternehmen zu kümmern. Fallstricke, die besonders bedacht werden wollten, lauerten nach Manns Einschätzung insbesondere bei der rechtlichen Gestaltung und der Unternehmenswertermittlung. Hierbei sollte unbedingt Unterstützung durch Steuerberater und Berater der Handwerksorganisationen erfolgen.

Die Workshopreihe endete mit „Suchst Du noch oder fertigst Du schon? Rationalisierungsreserven in der Werkstatt aufdecken und wirklich verändern“. Dozent war Martin Buck, der bereits zahlreiche Tischlerbetriebe in Deutschland bei der Prozessoptimierung in der Werkstatt begleitet hat. Nach Ansicht von Buck eine zentrale Aufgabe, die nur zusammen mit den Mitarbeitern erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei empfahl er einen strukturierten Ablauf, der stets gleich durchlaufen wird: Problem erkennen, Lösungen erarbeiten, Maßnahmen ableiten und abarbeiten. Viele Betriebe könnten so den Verbesserungsprozess selbst einleiten und umsetzen. Bei anhaltenden Schwierigkeiten sollten Inhaber aber auch hier nicht zögern, die Hilfe von Fachleuten in Anspruch zu nehmen. Ulrich Leber, Betriebstechnischer Berater des Tischlerhandwerks betonte, dass auch in diesen Fällen der Fachverband seine Betriebe umfassend unterstütze.

Gefördert wurde die digitale Veranstaltungsreihe vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung.

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