Donnerstag, 11.03.2021, 06:35 Uhr Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz

Ausbildung und Nachwuchsgewinnung im Fokus

Unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregelungen fand am 26. und 27. Februar 2021 in den Räumlichkeiten der Holzfachschule Bad Wildungen die zweite gemeinsame Berufsbildungstagung der Landesinnungsverbände Hessentischler und Tischlerrheinland-pfalz statt. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wurden unter anderem neue Ansätze in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Nachwuchsgewinnung besprochen.

Zu Beginn der Tagung berichteten Rainer Adams, Vorsitzender des Bundesausschuss Berufsbildung, und Arne Bretschneider, Abteilungsleiter Berufsbildung und Technik beim Bundesverband Holz und Kunststoff, dass die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, die aktuell noch auf dem Stand von 1999 ist, dringend überarbeitet werden müsse. Wichtig sei hierbei vor allem eine deutliche Anpassung der Kostenpläne, betonte Bretschneider. Des Weiteren prüft der Bundesverband derzeit, ob eine Reformierung der Erstausbildung notwendig ist – hierzu findet gegenwärtig eine Diskussion in den zuständigen Fachgremien statt, so Bretschneider.

In weiteren Programmpunkten stellte Arne Bretschneider den Tagungsteilnehmern den neuen Tischler-Eignungstest vor, der vom Bundesverband Holz und Kunststoff entwickelt wurde, Michael Bücking, Geschäftsführer des Fachverbands TischlerNRW, besprach die neuen Fortbildungen im Tischler- und Schreinerhandwerk zur Montagefachkraft, zum Arbeitsvorbereiter sowie zum Werkstattleiter, und präsentierte die neue digitale Lernplattform für das Tischlerhandwerk „Tischler Campus“. Zum Abschluss des ersten Tages ging es um das Thema „CAD und CNC in der Gesellenprüfung“ sowie um die Sommergesellenprüfung 2021.

Der zweite Veranstaltungstag stand dann ganz im Zeichen der Nachwuchsgewinnung: Nach einem Bericht von Hermann Hubing, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz, zu den hessischen und rheinland-pfälzischen Wettbewerben zeigte der Social-Media-Experte Hendrik Unger den Anwesenden, wie Handwerksbetriebe junge Zielgruppen in den Sozialen Medien erreichen. Dabei betonte Unger, dass Social-Media-Arbeit zwar zeitintensiv, aber lohnenswert sei. Um potenzielle Auszubildende anzusprechen eigne sich derzeit vor allem die Plattform Instagram, befand der Social-Media-Experte.

Zum Abschluss der Berufsbildungstagung stellte Oliver Flaß, Leiter Ausbildungsberatung bei der Handwerkskammer Rhein-Main, zusammen mit der Bestattungsfachkraft Selina Taubenheim und dem Auszubildenden im Tischlerhandwerk Timo Hoffmann die neuen Berufsorientierungsvideos für das Tischler- und Bestatterhandwerk vor, die von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern für Virtual-Reality-Brillen produziert wurden. Zum Einsatz kommen sollen die Videos bei Ausbildungsmessen oder im Berufsorientierungsunterricht. Zur Vorführung der Videos wurden extra Virtual-Reality-Cardboard-Pappbrillen angeschafft, in die Smartphones intergiert werden können, um die VR-Videos ansehen zu können. Interessierte Berufsschulen und Innungen aus Hessen und Rheinland-Pfalz können die Cardboard-Pappbrillen ab Ende März beim Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz bestellen.

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