Dienstag, 16.02.2021, 06:30 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Mangelnde Planbarkeit erschwert das Geschäft

Für das abgelaufene Jahr 2020 geht der Fachverband von einem Minus von 15 Prozent in der Produktion aus. Bereits im Vorwege war man gegenüber den vorangegangenen „Boom-Jahren“ in der Prognose von einem Rückgang ausgegangen, die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung dann noch einmal deutlich verstärkt.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat sich der Produktionswert in den ersten drei Quartalen um knapp 17 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro verringert. „Aufgrund der verbesserten Auftragslage im vierten Quartal sind wir optimistisch, unsere Prognose zu treffen“, sagte Dominik Wolfschütz, Marktspezialist des VDMA-Fachverbands. Vor allem in Deutschland sei die Ordertätigkeit deutlich nach oben gegangen. Neben einzelnen größeren Projekten lief auch das Standardmaschinengeschäft gut. Allerdings werden mit dem Anhalten der Corona-Pandemie die Herausforderungen für die Maschinenhersteller „tougher“. In einer Blitzumfrage des VDMA, die zum ersten Mal im Juli 2020 und zuletzt im Januar 2021 durchgeführt wurde, gaben 88 Prozent an, dass die Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen aktuell der größte Hemmschuh vor und hinter den Werkstoren darstellt. Im Juli gaben dies „nur“ 82 Prozent an. Neu hinzugekommen und anders als in 2020, beklagen 79 Prozent die mangelnde Planbarkeit insgesamt, die Geschäftsstrategien massiv beeinflusst. Zurückgegangen ist allerdings die verzögerte Abnahme seitens der Kunden. 59 Prozent hatten damit im Sommer 2020 noch zu kämpfen, jetzt nur noch 33 Prozent.

Die Exporte von Holzbearbeitungsmaschinen gingen in den Monaten Januar bis November um 15 Prozent zurück, weiter liegen dem Fachverband bisher keine Zahlen aus 2020 vor. Nur geringe Rückgänge oder auch Zuwächse waren in China, Österreich, Brasilien und der Türkei zu verzeichnen. Überdurchschnittliche Rückgänge gab es dagegen in den Märkten USA, Großbritannien, Italien und Spanien (siehe Grafiken).

Die aktuell gute Auslastung in vielen Teilsegmenten der Holz- und Möbelindustrie belebt auch deren Investitionsbereitschaft. Beispiele sind weiterhin der Sägewerksbereich in großen Teilen Europas, die Weiterverarbeitung des Schnittholzes zu Produkten wie Brettschicht- und Brettsperrholz, sowie das inzwischen schon übliche Pelletwerk am Sägewerksstandort. Bei den Ausrüstern der Holzwerkstoffindustrie ist nach vielen Monaten Flaute das Bestellvolumen durch Aufträge aus China und der Türkei, aber auch neuen Märkten etwa in Nordafrika endlich wieder auf einem auskömmlichen Niveau angelangt. Auch haben Hersteller von Holzfaserdämmplatten einige Aufträge platziert.

Im sekundären Sektor können vor allem die baunahen Segmente punkten: die Fenster- und Türenindustrie investiert, in der Möbelindustrie stechen die Küchenhersteller hervor. Auch das Tischler- und Schreinerhandwerk kauft anhaltend neue Maschinen und Werkzeuge.

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