Freitag, 12.02.2021, 16:35 Uhr VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Corona verursacht Probleme vor allem beim internationalen Geschäft

Trotz eines zweiten Lockdowns und der damit verbundenen Einschränkungen sieht der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen weiterhin gute Chancen auf eine Belebung der Nachfrage und ist mit Optimismus in das Jahr 2021 gestartet. „Wir gehen weiterhin von einem Plus von 3 Prozent im laufenden Jahr aus“, bekräftigte der neue Vorsitzende des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen, Markus Hüllmann, die Produktionsprognose in einer Online-Pressekonferenz heute Morgen. „Angesichts der vielen, erneut durch Corona bedingten Probleme ist das durchaus ambitioniert.“ Hüllmann ging dabei auf die gerade bei der Lieferung von größeren Anlagen auftretenden Hindernisse im internationalen Geschäft ein. „Wo unsere Mitarbeiter nicht oder nur unter strengsten Vorschriften zur Montage und Inbetriebnahme anreisen können, versuchen wir, mit digitalen Hilfsmitteln den Betreibern eigene Maßnahmen zu ermöglichen. Das gelingt manchmal, oft aber auch nicht. Bei einer nicht erfolgten Abnahme beim Kunden vor Ort gehen dann in Folge die Umsätze mit großem Verzug ein. Ohne hochflexible und engagierte Mitarbeiter geht in einer solchen Lage gar nichts“, erläuterte Hüllmann.
Allerdings sieht Hüllmann gerade in der Digitalisierung auch eine große Chance und schöpft auch daraus Optimismus für die gesamte Branche: „Die Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen sind in diesem Bereich führend – an vielen Stellen haben wir dem gesamten deutschen Maschinenbau einiges voraus. Diesen Technologievorsprung wollen wir natürlich halten und weiter ausbauen. Dafür müssen die Servicestrukturen passen.“
Allerdings weist er auch auf die Veränderungen durch die Digitalisierung hin: „Es wird als Einzelunternehmen schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich, Innovationen zu entwickeln und den eigenen Fortschritt zu pushen. Die Zeit der Einzelpatente läuft aus. Vielmehr müssen wir uns strategisch damit auseinandersetzen, miteinander zu arbeiten. Also neue Dinge auch mit Marktbegleitern voranzubringen. Ein Beispiel, bei dem das aktuell bereits der Fall ist, ist OPC UA, wo wir sogar auf europäischer Ebene im Sinne der Kunden an einem Strang ziehen.
Insgesamt sieht Hüllmann vor allem das politische Umfeld für deutsche beziehungsweise europäische Hersteller positiv, hebt hierbei vor allem die abgebauten Handelsbarrieren in der europäischen Union hervor. „Wir sind gut aufgestellt, müssen alle sicher noch ein Stück internationaler werden, aber dann können wir mit einem guten Gefühl in Richtung Zukunft blicken.“

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