Dienstag, 05.01.2021, 15:40 Uhr Deutscher Kork-Verband

Ist beim Bündnis für Klimaschutz im Bausektor dabei

Der Deutsche Kork-Verband e.V. (DKV) setzt sich über seine Fachgruppen Boden und Technischer Kork seit langem für aktiven Klimaschutz im Bausektor ein. In einem breiten Bündnis von über 60 Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis fordert der Verband gemeinsam mit Umweltorganisationen und Unternehmen beziehungsweise Körperschaften wie dem Dämmstoffverband „vdnr“ oder Öko-plus nun die Bundesregierung auf, den gesamten Lebenszyklus beim Bauen als entscheidenden Maßstab zu fokussieren.

Bisher wird bei der staatlichen Förderung von Gebäuden und im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) ausschließlich die Nutzungsphase von Gebäuden betrachtet. Vorgaben und eine Betrachtung zur Klimawirksamkeit von Baustoffen und der Errichtung und Entsorgung von Gebäuden fehlen gänzlich – und das, obwohl der Bausektor mit seinen vor- und nachgelagerten Prozessen mit circa acht Prozent zu den deutschen Treibhausgas-Emissionen beiträgt.

Die Unterzeichner des Aufrufs weisen darauf hin, dass nach über 30 Jahren Forschung und mehr als einem Jahrzehnt praktischer Erprobung etablierte Verfahren für eine am Lebenszyklus von Gebäuden orientierte Bewertung vorliegen. Die Bundesregierung muss mit der zum Jahresbeginn startenden „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ nachhaltiges Bauen in die Breite tragen.

Auch ist das Gebäude-Energie-Gesetz so zu überarbeiten, dass es Anforderungen an Gebäude formuliert, die sich auf die Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus beziehen. So können nicht nur enorme Einsparpotenziale beim Bauen und Entsorgen zielgerecht genutzt werden, sondern auch aktiv der Carbon Footprint gemindert werden.

Entscheidend für die Dekarbonisierung im Bauwesen ist die Verwendung von klimafreundlichen und ressourcenschonenden Baustoffen. Hierzu gehören insbesondere Produkte aus beziehungsweise mit Kork – im Innenausbau, der Gebäudedämmung oder der Fassadengestaltung. Mit Blick auf Technologieoffenheit und Baustoffneutralität als Motor von Wettbewerb und Innovation müssen daher nachwachsenden Rohstoffen Zukunftsmärkte geöffnet und alle Bau- und Bauhilfsstoffe im Bauordnungsrecht gleichbehandelt werden, so der DKV mit seiner an den gemeinsamen Aufruf geknüpften Forderung an die Politik.

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