Freitag, 04.12.2020, 13:00 Uhr Grass / Häcker Küchen

Grenzen des Machbaren immer wieder verschieben

Wie verläuft die gemeinsame Entwicklung eines innovativen Produkts durch einen Beschlagspezialisten und einen Küchenmöbelproduzenten? Das hat die „möbelfertigung“ Grass und Häcker Küchen in Bezug auf „Vionaro V8 Slim Drawer“ gefragt. Zumal das nur acht Millimeter starke Schubkasten-System mit seinem minimalistischem Design die nächste Schubkasten-Generation repräsentieren soll. Harald Klüh, Global Brand Manager von Grass, und Michael Dittberner, Leiter Produktentwicklung & Produktmanagement bei Häcker Küchen, geben spannende Einblicke in die gemeinsame Arbeit und werfen einen Blick Richtung Zukunft.

möbelfertigung: Herr Dittberner, Herr Klüh, was gab den Anstoß für das neuen Schubkasten-System „Vionaro V8 Slim Drawer“ beziehungsweise den „Slim Line Drawer“ wie er bei Häcker Küchen geführt wird?
Harald Klüh: Im Januar 2018 saßen wir zusammen und von Häcker Küchen kam die Frage auf: Wie sieht eigentlich die Zukunft des Schubkastens aus?
Hintergrund war, dass Häcker Küchen den Neubau in Venne plante und die Produktion dort für die nächste Dekade aufstellen wollte – und auch der Schubkasten sollte sich in die Zukunft bewegen. Also haben wir uns überlegt, was wir dazu beitragen können. Wir mussten etwas verändern, etwas kreieren, was markant anders ist. Der entscheidende Einfall kam dann, als jemand einen Bleistift in die Hand nahm und meinte, es müsste doch möglich sein, einen Schubkasten auf die Breite von dem Bleistift zu reduzieren. Das war der Startschuss.
Michael Dittberner: Genau. Für uns war damals schon klar, dass wir einen großen Umbau für unsere Premium-Produktlinie „Systemat“ vornehmen würden. Im Zuge dieser Planung haben wir die Hersteller von Bewegungs-Systemen in einem offenen Pitch aufgefordert, uns die Zukunft des Schubkastens zu zeigen. Da hat unser bisheriger Lieferant Grass die Nase vorne gehabt, mit einem zukunftsgewandten, aber auch zeitlosen Thema.
Harald Klüh:  Zeitlos ist ein wichtiges Stichwort. Die Idee, alles immer kleiner, immer dünner zu machen und immer weniger Ressourcen zu verbrauchen, ist ja an sich nicht neu. Das wird schon seit Menschengedenken so praktiziert. Es geht immer darum, an die Grenzen des Machbaren zu gehen.
Die Rechenleistung, die zur ersten Apollo-Mondlandung eingesetzt wurde, war damals sensationell, heute steckt in einem iPhone mehr Rechenpower. Es geht immer darum, die Machbarkeitsgrenze zu verschieben. Und der „Vionaro V8 Slim Drawer“ entspringt der gleichen Überlegung: Wie können wir mit weniger Platz, weniger Material ein hocheffektives System generieren?
Am Ende ist es uns gelungen, weil wir bei der Entwicklung konsequent auf alles Überflüssige verzichtet haben. Das Ergebnis: Es ist so, wie es ist, perfekt.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

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