Freitag, 20.11.2020, 09:33 Uhr Ninka

Umrüstung mit Fokus auf Carbon-Footprint und Nachhaltigkeit

Die Ninkaplast GmbH, Bad Salzuflen, ist ein mittelständisches Unternehmen mit langjähriger Expertise in Kunststoffformgebung und Oberflächenveredelung. Im Mittelpunkt der Fertigung stehen spritzgegossene Formteile aus Kunststoff, die besonders von der Küchen- und Badmöbelindustrie nachgefragt werden. Die zahlreich betriebenen Spritzgießmaschinen werden kontinuierlich im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie von Ninka durch effizientere mit deutlich kleinerem CO2-Fußabdruck ersetzt.

Im laufenden Jahr wurde in mehrere neue Spritzgussmaschinen investiert, drei davon ersetzen ältere Anlagen mit entsprechend hohem Energieverbrauch. Die zwei neuen Spritzgussmaschinen „GX 1000-12000" mit jeweils 1.000 Tonnen Schließkraft arbeiten mittels „Blue Power“ verbrauchsoptimiert. Beide verfügen zwar nach wie vor über eine hydraulische Druckerzeugung, jedoch mit deutlich vermindertem Energiebedarf.

Dafür verantwortlich zeichnet die „Blue Power Servo Drive“-Technologie des Maschinenherstellers, die den Energieverbrauch optimiert. Die Einsparung liegt zwischen 10 und 30 Prozent je nach Anwendungsfall. Passend zum energieeffizienten Gesamtkonzept besitzt die neu entwickelte Maschinensteuerung einen sogenannten „Eco-Button“. So kann auf Knopfdruck die energetisch optimale Einstellung der Spritzgussmaschine vorgenommen werden. Unter dem Strich senkt jede dieser beiden Ersatzinvestitionen bei Ninka den CO2-Ausstoß um fast 28 t jährlich.

Einen noch besseren Carbon-Footprint weist die für Ninka erste vollelektrische Spritzgussmaschine „PX 320-2000“ aus. Hier erfolgt die Druckerzeugung ohne umweltkritisches Hydrauliköl rein auf elektrischer Grundlage mittels Servomotoren. Elektrische Maschinen sind grundsätzlich leiser, energiesparender und sauberer – sie erlauben schnellere und zeitlich parallele Bewegungen, die bei hydraulischen Maschinen nur durch Mehrpumpentechnik realisiert werden können.

Beim Bad Salzufler Kunststoffspezialisten ersetzt die vollelektrische 320-Tonnen-Maschine eine bisherige hydraulische Altanlage mit 280-Tonnen-Schließkraft. Und obwohl die verfügbare Druckleistung höher liegt, sinkt dank dem Investment in die neue, energieeffiziente Antriebstechnologie der CO2-Ausstoß bei Ninka um weitere 44 Tonnen pro Jahr. „Zudem freuen wir uns, dass wir mit dieser Investition nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck verringern können, sondern in ganz neue Dimensionen hinsichtlich Presspräzision und Prozessdynamik vorstoßen“, unterstreicht Geschäftsführer Ralf Priefer.

Das Investitionsvolumen für die neuen Spritzgießmaschinen liegt 2020 über 2 Mio. Euro und unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie für das gesamte Unternehmen. Diese umfasst zahlreiche Facetten – von der Gebäudetechnik über die Logistik bis zum Material- und, wie dargestellt, zum Maschineneinsatz. Trotz der aktuellen, konjunkturell unsicheren Phase führt Ninka alle vorgesehenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen unter hohem finanziellen Engagement unvermindert fort.

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