Freitag, 09.10.2020, 16:12 Uhr 4. Kongress der „möbelfertigung“ – Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer der Bega-Gruppe

Digitalisierte Prozesse sind auch für Möbelimporteure immens wichtig

Welche Chancen bieten sich der Branche mit Elementen von Industrie 4.0 im globalen Wettbewerb? Hochgradig automatisierte Produktionen können dabei helfen, in einem Hochlohnland wie Deutschland Gewinn bringend zu produzieren. Diese Thematik – unter anderem – steht auf der Agenda des Kongresses „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“, der am 25. und 26. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ in die vierte Runde geht. Und welches Unternehmen könnte es besser beleuchten, als der nach eigenen Angaben umsatzstärkste Möbelhändler in den Kernsegmenten Junges Wohnen, SB und Mitnahme? Für die Bega-Gruppe ist es unerlässlich Produktionsstandorte innerhalb und außerhalb Deutschlands zu prüfen, immerhin strebt das Unternehmen eine langfristige Zusammenarbeit mit Lieferanten und Herstellern an. Darüber hinaus ist „Digitalisierung“ durchaus auch für die Bega-Gruppe selbst ein wichtiges Schlagwort.

Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer der Bega-Gruppe, ist Referent am zweiten Kongresstag und gibt Einblicke in das, was den Möbelgiganten aktuell bewegt.

„möbelfertigung“: Die Bega-Gruppe ist weniger als Hersteller, sondern vielmehr als Importeur bekannt. Hat die zunehmende Transparenz durch Digitalisierung dennoch eine Bedeutung für das Unternehmen?
Rüdiger Schliekmann:
Gerade für uns als größter Importeur von Möbeln ist die Digitalisierung und die damit entstehende Transparenz ein großes Thema. Wir stellen unseren Lieferanten beispielsweise einen völlig digitalisierten Prozess von der Entwicklung des Möbels bis hin zur 0 Serie zur Verfügung. Und auf der anderen Seite erwarten unsere Kunden von uns eine transparente Lieferkette, bei der alle Fragen zur Logistik oder Qualität in Realtime beantwortet werden.

„möbelfertigung“: Rechnen Sie damit, dass die hochgradige Automatisierung von Möbelproduktionen in Deutschland dazu führt, in Zukunft wieder wettbewerbsfähiger gegen Osteuropa zu sein?
Rüdiger Schliekmann:
So groß sind die Abstände aus unserer Sicht gar nicht mehr. Wir kaufen inzwischen auch wieder in Deutschland Möbel ein und nicht nur im konventionellen Bereich, sondern auch im großen Stil zerlegte Ware. Polen ist eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften in Europa: Die Energiepreise und die Lohnkosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen und in manchen Branchen schon auf deutschem Level angekommen. Zudem wurde auch in Polen in den letzten Jahren sehr stark in Produktionsstandorte investiert, gerade im Hinblick auf Automatisierung – oft mit Unterstützung von EU Mitteln. Wenn wir allerdings weiter nach Osteuropa schauen, sieht die Welt noch anders aus. Lohnintensive Produkte wie zum Beispiel Polstermöbel werden hier in großen Mengen produziert.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Rüdiger Schliekmann:
Ich werde vor allem die digitalen Herausforderungen des Möbelhandels beleuchten.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Bis zum 16. Oktober gilt noch der vergünstigte Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 25. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hettich, Homag Group, Interzum, L‘Engineers und Mink Bürsten. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.






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