Montag, 14.09.2020, 14:32 Uhr Küche individuell

Nur das Handwerk schafft Unikate

Die Individualität in der Küchenmöbelindustrie steigt, die Unternehmen agieren trotz ihrer Größe immer flexibler und das in immer kleineren Losgrößen. Wie punktet vor diesem Hintergrund das Handwerk? Was bieten Tischlereien/Schreinereien in Sachen Küche, was die Industrie nicht leisten kann?

„Wir können gerade, wir können schräg, wir können rund, wir können krumm, wir können schief – bei uns bleiben also keine Wünsche offen“, bringt es Uwe Pfister von der Pfister Möbelwerkstatt (Angelbachtal) auf den Punkt. „Betreffend der Anordnung der Küchenelemente setzen wir konsequent alle Wünsche um, egal ob es zum Beispiel den Backofen oder das Kochfeld über der Spülmaschine, die Mikrowelle hinter der Tür oder etwas ganz Anderes geht. Gleiches gilt für die Ausstattung. Zum Beispiel haben wir immer wieder Kunden, die die Höhe jedes einzelnen Schubkastens angeben. Oder sie wünschen sich individuell auf Besteck sowie Gewürzdosen angepasste Einsätze. Auch die Bauart spielt für viele Kunden eine Rolle: Sei es leimfrei, metallfrei, formaldehydfrei oder eine Küche auf Rollen, eine runde Formensprache oder Spezialitäten in Bezug auf die eingesetzten Materialien, wie Küchen aus eigenem Holz.“
Dabei stellt sich auch die Frage, ob Kunden von vornherein wissen, ob sie eine Küche beim Tischler/Schreiner kaufen möchten.
Zu uns kommen auch Interessenten, die noch keine Erfahrungen mit Tischlern/Schreinern gemacht haben“ erläutert Martina Delmes von der Schreinerei Jürgen Delmes (Köln). „Sie möchten von unserer Arbeit und unserem Angebot überzeugt, oder noch besser, begeistert werden. Auch muss man Kompetenz ausstrahlen. Nur darüber ist es möglich, dass die Kunden Vertrauen zu uns als denjenigen aufbauen, die ihre Küchenwünsche umsetzen. Vor diesem Hintergrund ist es für eine Schreinerei/Tischlerei wichtig, über eine attraktive Ausstellung im entsprechenden Showroom zu verfügen. Entscheidend ist zudem, dem Interessenten zu verdeutlichen, dass die individuelle Küche aufgrund unserer modernen Fertigung nicht immer hochpreisig sein muss.“

Natürlich ist auch das Handwerk von den aktuellen Rahmenbedingungen betroffen, schreint aber damit rcht gut zurecht zu kommen. „Wir haben das große Glück, dass wir zwar aufgrund der aktuellen Situation, in Bezug auf die Beratung, etwas eingeschränkt sind – jedoch ist die Anzahl der Anfragen stabil geblieben“, so Beer-Geschäftsführer Christian Beer (Wolfersdorf). „Dementsprechend sind wir aktuell, sowie für die kommenden Monate, sehr gut ausgelastet und sehen der Zukunft positiv entgegen. So tragisch und erschreckend die Pandemie ist, bringt sie auch Positives hervor – wenn man das in so einem Kontext überhaupt sagen kann: Die Menschen besinnen sich wieder mehr auf das Regionale. Und davon profitiert das Handwerk. Natürlich wäre es schöner, wenn diese positive Entwicklung aus anderen Gründen stattgefunden hätte.“

Weitere Aspekte, die eine Küche vom Schreiner/Tischler auszeichnen, finden Sie in der „möbelfertigung 5/2020 Handwerk & Innenausbau“, die am 17. September erscheint. 

Außerdem in der Ausgabe: Mit welchen Strategien Dagmar Daxenberger und Peter Schulte Ostermann noch erfolgreicher machen wollen, womit 2020 Technologies seine Kunden noch flexibler macht, wie S-Quadrat mit ganzheitlicher Beratung erfolgreich ist, mit welchen Leistungen Würth in den letzten 75 Jahren zum Partner des Handwerks wurde, wie Ima Schelling beim Ladenbauspezialisten Reinhold Keller für noch effizientere Prozesse sorgt, warum auch bei einem Ein-Mann-Betrieb eine durchgängige Datenstruktur wichtig ist, die Highlights der 50-jährigen Erfolgsgeschichte des Türenspezialisten Prüm und, und, und…

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