Mittwoch, 20.05.2020, 09:07 Uhr Umfrage der „möbelfertigung“

Das erwarten Entscheider für die Zeit nach der Corona-Krise

Trotz aller Lockerungen: Covid-19 hat die Welt fest im Griff. Der Arbeitsalltag veränderte sich massiv, digitale Tools haben einen kräftigen Schub bekommen. Die „möbelfertigung“ fragte für ihre kommende Ausgabe nach: Was bedeutet die Krise für die Unternehmen der Möbelbranche und wie wird diese Zeit das Geschäft der Zukunft beeinflussen?
„Vertrieb nach Covid-19 wird anders sein als Vertrieb vor Covid-19“, ist Martin Brettenthaler, CEO von Swiss Krono, überzeugt. „Unser Reiseverhalten und vor allem auch unsere Investitionen in Messen stehen jetzt und in Zukunft auf dem Prüfstand. Auf Messen gehen, nur weil man das zwanzig Jahre so gemacht hat, wird es bei uns nicht geben. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis werden wir in jedem Fall sehr genau prüfen. Das gilt natürlich auch für Reisen generell.“ Hinsichtlich des Themas Messen gibt es natürlich auch andere Meinungen: „Der direkte Kontakt zu unseren Kunden ist essentiell und durch kein digitales Medium zu ersetzen. Das gilt für unsere direkten Besuche bei Kunden und Partnern wie auch für Messen“, betont Daniel Schrenk, Geschäftsführer Vertrieb und Maketing bei Leuco. „So ist beispielsweise die starke Besucherfrequenz auf Messen wie der ,Holz-Handwerk‘ oder der ,Ligna‘ eine der effektivsten Kommunikationswege. Hier befindet sich eine hohe Anzahl an bestehenden und potenziellen Kunden zentriert an einem Ort, von denen wir als Aussteller profitieren.“

Auch das Thema Lieferketten spielt beim Blick nach vorne eine große Rolle: „Für eine klare und umfassende Prognose, wie sich Lieferketten nach der Krise entwickeln oder verändern werden, ist es jetzt aus meiner Sicht noch zu früh“, so Grass-Geschäftsführer Albert Trebo. „Was ich mir auf jeden Fall vorstellen kann ist, dass es durchaus einen stärkeren Fokus auf die Zulieferersicherheit geben wird, indem dort, wo es möglich ist, Lieferanten aus der Nähe bevorzugt und ­Lieferketten mittels digitaler Kommunikation in Realtime abgesichert werden. Zudem könnten verstärkt automatisierte Kontrollen der Lieferketten etabliert werden.“ Ähnlich sieht es auch Uwe Kreidel, Geschäftsführer der Hettich Marketing- und Vertriebs GmbH: „Die Lieferketten werden sich aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Zeit in Zukunft insgesamt verändern und die Logistikketten generell überprüft werden. Corona wird dafür sorgen, dass ­verlässliche Belieferung im Vergleich zu anderen Kriterien eine neue, höhere Bewertung bekommt. Logistikkonzepte werden ausgefeilter und Bezüge von Produkten aus Fernost nur aus Preisgründen genauer hinterfragt werden.“

Was zu dem Thema noch gesagt wurde und welches Unternehmen zu dem Thema Stellung bezogen hat, lesen Sie in der „möbelfertigung 3/2020“, die am 27. Mai erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Mit diesen Strategien will Hesse-Lignal punkten, so pusht die Online-Initiative von Extranet24 Umsätze, diese Highlights gab es auf der „Indiawood“ in Bangalore zu sehen, CEO Gregor Baumbusch erläutert die Corona-Maßnahmen von Weinig, Handwerksexpertin Andrea Eigel gibt wertvolle Tipps für eine gute Homepage, das müssen Betriebe aus Sicht von Matthias Brack jetzt tun, so setzt Sonae Arauco gemeinsam mit seinen Kunden Trends um und noch viele Themen mehr.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Special „Handwerk & Innenausbau“.







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