Mittwoch, 15.04.2020, 09:46 Uhr BVDM & VDM

Appell an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Heute soll über die Verlängerung der bundesweiten Corona-Maßnahmen entschieden werden. Bereits am vergangenen Dienstag haben die beiden Präsidenten von VDM und BVDM, Michael Stiehl und Hans Strothoff, in einem eindringlichen Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier um die Berücksichtigung der besonderen Situation der Möbelbranche gebeten. Denn durch die Stilllegung des Verkaufs im Möbelhandel stehe die Branche nun trotz aller Hilfen durch Bund und Länder vor drastischen Liquiditätsproblemen. Dazu komme die Unsicherheit über Dauer und Verlauf dieser Ausnahmesituation, sodass sich die Lage der mittelständischen Unternehmen zunehmend existenzgefährdend entwickelt.

„Sehr geehrter Herr Minister Altmaier, zweifelsfrei hat dieser Schutz der Gesundheit höchste Priorität. Es sollte jedoch frühzeitig ein Ausstiegsszenario entwickelt werden, das der Gesellschaft und der Wirtschaft erlaubt, schrittweise zur Normalität zurückzufinden.“ So lautet daraufhin der Appell der beiden Verbandspräsidenten. Vor allem gelte es, beim Corona-Exit die jeweiligen Branchen genau zu prüfen. Möbel- und Küchenhandel würden auf Grund der vergleichsweise großzügigen Verkaufsfläche und der im Verhältnis dazu geringeren Besucherzahl eine noch eingeschränktere Kontakthäufigkeit aufweisen als dies zum Beispiel in Baumärkten der Fall ist. „Durch eine strikte Begrenzung der Kundenzahlen und die zusätzliche Umsetzung strenger Hygienemaßnahmen sehen wir uns in der Lage, den Schutz von Mitarbeitern und Kunden sicherzustellen und damit ein geordnetes Wiederanlaufen des Möbel- und Küchenhandels und der Industrie zu gewährleisten. Denn in unserer Verantwortung liegen auch die Arbeitsplätze und das Einkommen von insgesamt rund 300.000 Mitarbeitern der Branche, die unter Einbeziehung der Logistik an einer Selbstverpflichtung für eine geordnete und gesundheitlich abgesicherte Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten arbeitet“, so heißt es weiter.

Schon jetzt sollte zumindest eine Einzelberatung in geschlossener Ausstellung mit Einhaltung von Mindestabständen und Hygieneregeln möglich sein. Dagegen sei es nur schwer nachzuvollziehen, dass Baumärkte, teilweise mit eigener Küchenausstellung, geöffnet haben und beraten dürfen, während Küchen- und Möbelhäuser bei deutlich weniger Publikumsverkehr diese Möglichkeiten nicht haben.

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