Freitag, 27.03.2020, 15:05 Uhr „Holz-Handwerk“/„Fensterbau Frontale“

Nach dem 8. April fällt eine Entscheidung

Keine Frage: Für die meisten Unternehmen ist die aktuelle Phase eine herausfordernde Zeit. Aber nicht nur für produzierende Unternehmen. Auch Event- und Messeveranstalter müssen tagtäglich Situationen neu bewerten. Und nicht jeder hat das Glück, dass die Veranstaltungen von vorneherein erst für den Herbst 2020 geplant waren.

Immer wieder alles neu auf den Prüfstand stellen, muss aktuell auch die NürnbergMesse: Das Messedoppel „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ ist zeitlich vom März auf einen Termin Mitte Juni gewandert (16. bis 19. Juni). Angesichts der Tatsache, dass sich Deutschland aktuell bundesweit Kontakt- und Ausgangssperren auferlegt hat und sich noch für einen Anstieg an Corona-Patienten rüstet, steht für Viele auch hinter dem neuen Termin ein Fragezeichen. „Wir führen unheimlich viele Gespräche – sowohl mit den Ausstellern und natürlich unseren Fachbeiräten“, erklärt Stefanie Haug vom Presseteam der Messen „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ heute im Gespräch mit der „möbelfertigung“. „Fakt ist, das mittlerweile etwa ein Drittel der Aussteller ihre Teilnahme an der ,Holz-Handwerk‘ abgesagt haben, bei der ,Fensterbau Frontale‘ sind es sogar zwei Drittel. Was sich vor allem dadurch erklärt, dass hier die Internationalität unter den Ausstellern viel höher ist. Und beim aktuellen Blick auf die Corona-Verbreitung ist es nur verständlich, dass Unternehmen aus Übersee nicht in Richtung Europa reisen wollen. Oder durch Reiseverbote nicht können. Während es vor allem im Holzhandwerk größtenteils noch besser läuft und die Unternehmen den Blick nach vorn auch nicht verlieren wollen."

Stefanie Haug weiter: „Wir haben gestern unsere Kunden darüber informiert, dass wir den Zeitpunkt bis zu dem eine Stornierung kostenfrei möglich ist, bis zum 8. April verlängert haben. Und wir werden nach diesem Zeitpunkt die Rückmeldungen bewerten und sehen, wie es weitergehen kann. Stand jetzt halten wir es nicht für ausgeschlossen, mit den Ausstellern, die an ihrer Teilnahme festhalten, erfolgreiche Messen durchzuführen. Eben weil Messen für die Unternehmen eine sehr relevante Vertriebsplattform darstellen, die dadurch komplett entfallen würde. Besucher können sich tagesaktuell in der Ausstellerdatenbank darüber informieren, wer derzeit noch mit dabei ist und ihrerseits bewerten, ob sich der Messebesuch lohnt. Uns ist es wichtig, dass in alle Richtungen Transparenz herrscht. Denn wir wollen nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft mit allen Beteiligten hier in Nürnberg erfolgreiche Veranstaltungen durchführen“, so Haug.

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