Mittwoch, 15.01.2020, 09:58 Uhr „Imm Cologne“

Die Gewinner des 17. „Pure Talents Contest“ stehen fest

Die Preisträger des 17. „Pure Talents Contest“ wurden gestern auf der internationalen Einrichtungsmesse „Imm Cologne“ bekanntgegeben. Im Rahmen der Preisverleihung auf dem Veranstaltungsforum The Stage (Halle 3.1) wurden durch die Jury und Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement bei der Koelnmesse, insgesamt drei Preise, zwei Special Mentions und der erstmals ausgelobte Audience Prize vergeben.

Die Preisträger wurden aus den 20 nominierten Entwürfen ausgewählt, die in der Sonderausstellung des „Pure Talents Contest“ auf in Halle 3.1 zu sehen sind. Einen Tag vor Beginn der Messe konnten die Designer der Jury ihre Entwürfe live präsentieren. Viele der ausgewählten Nominees legten dieses Mal den Fokus auf Nachhaltigkeitskonzepte, indem sie durch Materialwahl und -behandlung, Transportierbarkeit oder die Bewusstmachung unseres Umgangs mit Ressourcen auf das Thema aufmerksam machen. Aber auch Mobilität und Flexibilität der Einrichtung beschäftigte die Nachwuchsdesigner.

Den ersten Preis vergab die Jury an Marie Kurstjens und Iva Coskun (Deutschland) für ihren zusammenklappbaren und universell einsetzbaren Tisch „Levi“. Auf den ersten Blick wirkt Levi wie ein normaler, simpler Tisch mit einer Holzplatte auf einem Metallgestell. Doch durch ein gelenkartiges Scharnier kann das Gestell in allen möglichen Winkeln aufgestellt und arretiert werden, um Platten verschiedener Formate aufzunehmen – vom Esstisch-Quadrat bis zum Arbeitsplatz-gerechten Rechteck. Levi steht laut Jury für eine Tendenz zu transportoptimierten Flat Pack-Produkten, die bei den Wettbewerbsbeiträgen auffällt. Viele Produkte kommen auch gezielt dem Bedarf nach flexiblem Einsatz im täglichen Gebrauch wie auch bei Umzügen entgegen.

Der zweite Preis geht an „Omit“ – einen nicht-elektrischen, handbetriebenen Staubsauger, entworfen von Hiroyuki Morita (Japan). Auch der dritte Preis geht an ein Produkt, das Energie zum Thema macht – dieses Mal in Form von Licht. Die Leuchte „Jojo“, entworfen von Sofia Souidi (Deutschland), wird durch Ziehen an einer Schnur gestartet und mit der Zeit dunkler, bis sie gänzlich erlischt; durch die Veränderung des Lichts soll ein Zeitgefühl beim Nutzer erzeugt werden.

Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Audience Prize geht als Ergebnis des Instagram Votings an den „Flow Chair“ von Fillip Lenarick (Polen) – ein weiteres Flat Pack-Produkt, einfach zusammenzubauen und komfortabel, ein Sitzmöbel, das gut in ein modernes, luftiges Interieur passt.

Dieses Jahr vergab die Jury gleich zweimal eine Special Mention: Zum einen an „Aspirator“ von Qing Deng (China) – eine Art Sitzsack, der durch Schallwellen aufgeblasen wird, die durch Schreien in einen Trichter ausgelöst werden. Die zweite besondere Erwähnung erhält „According to the Grain“, ein Sitzmöbel zur Würdigung der Materialität von Holz, entworfen von Sho Ota (Japan). Die härteren Äste des Holzes werden durch Sandstrahlen der weicheren Teile herausgearbeitet, wodurch trotz der herausragenden Ast-Rudimente eine insgesamt weiche Oberfläche entsteht.

Der Nachwuchswettbewerb für Designer bestätigte mit 862 Produkteinreichungen aus 59 Nationen wieder sein internationales Renommee. Im Herbst kam die jährlich neu zusammengestellte Jury des „Pure Talents Contest“ in Köln zusammen, um die Produkteinreichungen aus aller Welt zu sichten. 20 Produkte wurden für die Sonderausstellung nominiert, wo sie von ihren Designern präsentiert werden. Entsprechend seinem hohen Anspruch an Qualität und Internationalität war auch die Jury des Pure Talents Contests 2020 wieder hochkarätig besetzt: Dieses Mal mit den Designern Sebastian Herkner (Deutschland), Philippe Malouin (Großbritannien), Designerin Gesa Hansen (Deutschland/Dänemark), dem Art Director von Cappellini, Giulio Cappellini (Italien) sowie dem IDEAT-Redakteur Johannes Hünig und der Chefkuratorin des Design Museums Helsinki, Suvi Saloniemi.

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