Montag, 02.12.2019, 07:55 Uhr Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.

Endverbraucher orientieren sich an Gütesiegeln

Vor allem bei größeren Anschaffungen wie neuen Möbeln treffen Endverbraucher selten eine vorschnelle Kaufentscheidung. Sie vergleichen Angebote und Designs, probieren Produkte wenn möglich aus und lassen sich von Vertrauenspersonen und Experten beraten. „Auch Gütesiegel können eine wichtige Entscheidungshilfe sein, wenn sie auf einer objektiven und vertrauensvollen Qualitätsgrundlage basieren“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Oftmals könnten Gütesiegel den Anstoß geben, ein Produkt genauer unter die Lupe zu nehmen oder sie seien schließlich das ausschlaggebende Argument für eine Kaufentscheidung mit gutem Gefühl.

Im Handel sieht man Prüfzeichen, Label und Herkunftsangaben an den unterschiedlichsten Produkten. Sie dienen Endverbrauchern etwa als Wegweiser zu Lebensmitteln aus biologischem Anbau, zu fair gehandeltem Kaffee, zu gütegeprüftem und altersgerechtem Spielzeug oder zu besonders energieeffizienten Elektrogeräten. „Jeder Endverbraucher hat andere Prioritäten, was derartige Label angeht. Bei vielen Produkten wird der Kaufpreis allein allerdings kaum noch als wichtigstes Kriterium für eine gute Kaufentscheidung angesehen“, sagt Winning. Das sei auch bei Möbeln so. „Ein ansprechendes Design, eine gute Verarbeitung und die individuell wahrgenommene Bequemlichkeit von Möbeln sind die wichtigsten Kaufkriterien, während die Preisempfindlichkeit eher zurück geht“, so der Experte.

Um sich vom Design und von der Bequemlichkeit eines Möbelstücks zu überzeugen, müssen sich Endverbraucher damit auseinandersetzen, es von allen Seiten begutachten, mit allen Sinnen entdecken und so weiter. Label und Gütesiegel helfen dabei nur bedingt weiter – wenigstens kann die Auszeichnung mit einem Designpreis aber Anhaltspunkte für eine gute Ästhetik liefern. Anders ist es mit der Verarbeitung und Qualität von Möbeln. „Ob die stimmt, kann der Laie am Produkt selbst praktisch nicht erkennen – höchstens ihre Nichtexistenz bei gravierenden Mängeln“, sagt Winning. Es brauche also ein Gütesiegel, das auf einem objektiven Wertesystem beruht und das Aussagekraft über die Qualität eines Möbelstücks besitzt. „Mit dem RAL Gütezeichen ‚Goldenes M‘ gibt es ein Label, das diesen Anforderungen exakt entspricht und das Endverbrauchern als zuverlässiger Wegweiser im Handel dient.“

Das „Goldene M“ basiert auf den strengen und umfassenden Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430. Diese werden mit Blick auf den aktuellen Stand der Technik sowie auf wichtige gesellschaftliche Anforderungen fortlaufend hinterfragt und regelmäßig überarbeitet. Insgesamt zielen alle Bestimmungen darauf ab, dem Endverbraucher die einwandfreie Funktionalität und Sicherheit sowie Langlebigkeit, Gesundheits- und Umweltverträglichkeit des ausgezeichneten Möbelstücks zu bescheinigen – vom Schrank und Tisch über den Sessel und das Sofa bis hin zu Möbeln explizit für das Kinderzimmer, Bad oder Büro. „Seit 1963 vergeben wir das Gütezeichen exklusiv an unsere Mitgliedsunternehmen, die sich mit dem Beitritt zur Gütegemeinschaft freiwillig verpflichten, die Anforderungen einzuhalten und dies durch unabhängige Laboruntersuchungen nachweisen“, so der DGM-Geschäftsführer.

Weitere aussagekräftige Gütesiegel der DGM für den Endverbraucher beim Möbelkauf sind das Emissionslabel, das Klimalabel und das Boxspringlabel. „Je nach Produktgruppe beziehungsweise Priorität des Kunden, sich beispielsweise gezielt für Möbel eines klimaneutral produzierenden Herstellers zu entscheiden, können diese Label das ‚Goldene M‘ sinnvoll ergänzen“, schließt Winning.





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