Freitag, 27.09.2019, 16:00 Uhr 3. Kongress der „möbelfertigung“ – Jürgen Gieske, Betriebsleiter und Prokurist bei Beckermann Küchen

Vorlieferanten frühzeitig in das System einbinden

Industrie 4.0, bestehen im internationalen Wettbewerb, Möglichkeiten und Stolpersteine auf dem Weg zur modernen Produktion – darum wird sich erneut alles beim dritten Kongress der möbelfertigung „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ am 27. und 28. November in Düsseldorf drehen. Und zwar absolut praxisbezogen: Neben Anwendungsbeispielen aus der Küchen-, Kasten- und Büromöbelindustrie gibt es auch Referenten aus dem Sondermaschinenbau, der Unternehmensberatung, der Zulieferindustrie und dem Bereich Software, die sich konkret mit der Möbelindustrie befassen.

Einer der Referenten des zweiten Konferenztages ist Jürgen Gieske. Der langjährige Betriebsleiter von Beckermann Küchen gibt hier bereits einen kleinen Einblick in seinen Vortrag:

„möbelfertigung“: Welchen Aspekt der Digitalisierung – beziehungsweise von Industrie 4.0 – wollen Sie in Ihrem Unternehmen keinesfalls mehr missen?
Jürgen Gieske:
Die genaue Verfolgung jeden einzelnen Bauteils in der Produktion. In den letzten Jahren mussten wir auf gleichbleibender Produktionsfläche immer mehr Möbel herstellen. Damit die Produktion nicht „erstickt“, kommt bei uns in der Reihenfolge der Prioritäten nach der Qualität gleich die richtige Produktionsreihenfolge der Artikel. Daher ist es enorm wichtig, dass jeder einzelne Mitarbeiter den Stand der Produktion an seinem Arbeitsplatz verfolgen kann. Auch die Vollständigkeitskontrolle und die Reihenfolge der Verladung ist durch die Digitalisierung erheblich einfacher geworden.

„möbelfertigung“: In Bezug auf eine zunehmende Digitalisierung wird immer von neuen Geschäftsmodellen gesprochen. Sehen Sie solche schon konkret für ihr Unternehmen? Oder ist es vielmehr eine Verbesserung der vorhandenen Ressourcen?
Jürgen Gieske:
Im Moment sehe ich das als Verbesserung der vorhandenen Ressourcen. Aktuell kann ich für uns noch kein neues Geschäftsmodell ableiten.
Wir haben unseren Kunden schon immer eine hohe Varianz angeboten. Durch die Losgröße 1 Fertigung ist es heute sicher möglich, neue Produktphilosophien anzubieten, die vorher aufgrund von Produktionsfläche oder anderer Restriktionen nicht möglich waren. Ich sehe das aktuell aber nicht als neues Geschäftsmodell, sondern eher als eine Aufwertung des Produkts und der Ressourcen. Grundsätzlich sollte man aber immer für neue Möglichkeiten offen sein, die durch die Digitalisierung auch erheblich einfacher umzusetzen wären.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Jürgen Gieske:
Der Schwerpunkt des Vortrages wird sein, wie die Verfolgung der Bauteile in der Produktion organisiert ist und wie Zukaufteile zukünftig transparenter gemacht werden sollen.
Ich werde darauf eingehen, wie die Steuerung der selbst auf der Losgröße 1 Anlage gefertigten Teile organisiert ist und wie die einzelnen Arbeitsplätze den Produktionsfluss erkennen können. Da es natürlich auch Bauteile gibt, die von außen in die Produktion gelangen, aber genauso in den Produktionsfluss integriert werden müssen, möchte ich zusätzlich Einblick geben, wie wir unsere Vorlieferanten frühzeitig in das System einbinden wollen.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich bis zum 23. Oktober zum Frühbucherpreis für unseren Kongress anmelden. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 27. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Erstmalig wird es eine Simultan-Übersetzung während des kompletten Kongress-Programms geben, damit öffnet sich die Veranstaltung mehr denn je auch allen internationalen Interessierten. Zudem gibt es eine weitere Neuerung: Am ersten Kongresstag gibt es vor dem Vortragsprogramm im Nikko Hotel einen Intensiv-Workshop „Welche Chancen bietet Prozessvernetzung“ mit Marc Wenzl von Lignum Consulting, der optional besucht werden kann. Alle Infos hierzu finden Sie ebenfalls auf der Microsite des Events.

Für interessierte Unternehmen gibt es die Möglichkeit, sich über ein Sponsoring am Kongress zu beteiligen. Über die zur Verfügung stehenden Pakete informiert Sie der möbelfertigungs-Mediaberater Hans-Christian Hahn. Sie erreichen ihn wahlweise per Mail unter hans-christian.hahn@holzmann.de oder telefonisch unter 040/63201843.

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