Donnerstag, 19.09.2019, 10:02 Uhr „ZOW“ 2020

Smart Bauen und Konstruieren

Warum wird die Bad Salzufler Zuliefermesse „ZOW“ im Herzen eines der bedeutendsten Möbelcluster der Welt besucherseitig so gut angenommen? Zum einen punktet sie mit ihrer regionalen Positionierung, zum anderen wegen des für viele Möbelhersteller erstklassig gelegenen Termins im zeitigen Frühjahr bzw. vom 4. bis 6. Februar kommenden Jahres. Andere gewichtige Gründe sind ihr Werkstattcharakter, der ausreichend viel Zeit und der Raum für das intensive Begutachten von Innovationen und Erörtern von Projekten lässt, und die Präsentation von Produkten „ready to market“. Und besonders zählen auch die Schwerpunktthemen auf dem Business-Event, die gerade in Kürze oder in Zukunft Möbelindustrie und Handwerk prägen werden. Der Leichtbau ist ein solcher Hotspot und steht folglich 2020 mit einer herausragenden Präsenz im Fokus.

Die „Zuliefermesse Ostwestfalen“, kurz „ZOW“, ist seit 1995 fester Termin im Orderzyklus und damit im Kalender der Möbelindustrie. In den vergangenen Jahren zog die innovative Zulieferindustrie auch stets Besucher aus dem Innenausbau, dem Tischler- beziehungsweise Schreinerhandwerk, dem Automobil- und Schiffsbau und nicht zuletzt Architekten und Designer an. Veranstalter Koelnmesse baut die „ZOW“ mit vielen „Großen Ideen auf kleinem Raum“ im Messezentrum Bad Salzuflen weiter aus. Seit den Anfangsjahren gilt es, auf der „ZOW“ anzufassen, auszuprobieren, zu diskutieren, kommunizieren und verhandeln. Fest eingebucht für den kommenden Event ist der großzügige, offene Gemeinschaftsstand der Interessensgemeinschaft Leichtbau e.V. („igeL“), auf dem der namensgebende Schwerpunkt fokussiert werden wird.

Das auf der „ZOW“ 2018 erstmals präsentierte Standkonzept mit etwa 20 Mitgliederständen sowie rund 30 Werkbänken, an denen Vorführungen zur Be- und Verarbeitung von Leichtbauwerkstoffen gezeigt werden, wird beibehalten. Zum Gangbereich hin ist die Präsentation besonderer Exponate wie Möbel, Einrichtungsstudien oder Bauteile aus dem Bereich des Leichtbaus geplant. In Planung ist zudem ein Vorführungsschwerpunkt zum Thema der Fertigung von Leichtbauplatten.

Die Sonderfläche bietet Besuchern die Möglichkeit, sich zu ganz unterschiedlichen Leichtbauwerkstoffen, den jeweils passenden Verbindungslösungen sowie über entsprechende Werkzeuge und Anwendungen zu informieren und weitergehend Geschäftsverbindungen aufzubauen. „Im Rahmen der Diskussionen um eine klimaneutrale Zukunft bietet der Leichtbau eine ideale Chance, um mit deutlich weniger Rohstoffen genau so gute, wenn nicht sogar bessere Lösungen zu entwickeln. Das Schöne daran ist, dass der Leichtbau ganz neue Design-Möglichkeiten wie zum Beispiel die Funktionsintegration eröffnet.“, so Peter Kettler, geschäftsführender Vorstand igeL e.V. Neben anderen „igeL“-Mitgliedern haben die Unternehmen Axxor, Henkel, Leightweight Solutions, Leitz, Leuco und Jowat bereits fest ihr Engagement auf der Sonderfläche geplant.

Die Präsenz des Themas ‚leicht und smart Bauen und Konstruieren‘ auf der „ZOW“ hat einerseits mit dem raschen Entwicklungsfortschritt dieser für die Möbelindustrie beziehungsweise den Innenausbau noch relativ neuen Technologie und des damit verbundenen hohen Besucherinteresses zu tun, andererseits mit den sich anbietenden, völlig neuen konstruktiven Optionen. Denn moderne Leichtbauwerkstoffe ermöglichen nicht nur eine deutliche Ressourcenschonung und Gewichtsreduktion, sondern eröffnen clevere innovative Möglichkeiten: wie Funktionsintegration oder neue Gestaltungsmöglichkeiten bei gleichen oder sogar höheren Festigkeiten.

Insbesondere unter den gewichtsrelevanten Aspekten Mobilität, Mitnahme oder Hub, aber auch für Aufgabenstellungen im automativen Bereich weisen Produkte aus dieser Fertigungstechnologie einzigartige Vorteile auf. Ein weiteres, bisher wenig erschlossenes Feld ist die Entwicklung intelligenter, teilweise versteckter Anwendungen bzw. Features in und für Möbel, die nur Leichtbauelemente gestatten.

In anderen Industrien hingegen – wie Automobil-, Flugzeug- oder Schiffsbau, Bauwesen, dem Geräte- und Maschinenbau – gehören Leichtbaulösungen bereits seit vielen Jahren zum Standard. Insofern wird bei der Möbelindustrie bedeutendes Potenzial gesehen, welches die Zukunftsfähigkeit der Branche nachhaltig sichern hilft. Natürlich stellen sich stets normative und Kosten-Fragen. Jedoch gehen von der „ZOW“ – die sich als Plattform versteht, auf der neue Wertschöpfungspartnerschaften und Geschäftsfelder erschlossen werden – die wichtigen technologischen Impulse aus.

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