Dienstag, 10.09.2019, 08:05 Uhr Österreichische Möbelindustrie

Möbel Made in Austria genießen weltweit einen hervorragenden Ruf

Sie stehen für Qualität, Design und innovative Produkte mit einer langen Lebenszeit. Das ist kein Zufall. Denn die Österreichische Möbelindustrie ist geprägt von mittelständischen Unternehmen, die zumeist seit vielen Jahren in Familienhand sind. Ob traditionelle Polsterhersteller mit patentierten Relaxfunktionen, handwerkliche Meister in der Holzbearbeitung oder Manufakturen, die individuelle Einrichtungssysteme mit hoher Funktionalität herstellen – alle Betriebe verbindet die Liebe zum eigenen Land und natürlich zur Möbelfertigung. Dabei dienen ihnen die Bedürfnisse der Menschen als Inspirationsquelle. Wie erfolgreich die für den Menschen gemachten Möbel sind, geht auch aus dem „Österreich-Report – Family Business Survey 2018“ hervor: So haben zum Beispiel 82 Prozent der österreichischen Familienunternehmen im Jahr 2018 ein Wachstum verzeichnet. Außerdem interessant: Während global 84 Prozent der Familienbetriebe in den nächsten Jahren Zuwachs erwarten, sind es in Österreich 100 Prozent.

In Österreich gibt es noch Unternehmenskulturen, die auf traditionellen Werten basieren. Gemäß Österreich-Report halten 86 Prozent der österreichischen Familienunternehmen an ihrer Unternehmensphilosophie fest und leben deren Inhalte. Hoch im Kurs stehen etwa Zuverlässigkeit und Flexibilität. Kleinere Betriebe sind in der Lage, schnell zu reagieren und auch ungewöhnliche Wünsche zu erfüllen. Kurze Wege sowie ein enger Kontakt zum Handel und zum Endverbraucher machen es möglich. Werte und Unternehmensphilosophie wirken sich auch positiv auf die Mitarbeiterbindung aus. So identifizieren sich die Menschen mit dem, wofür ihr Unternehmen einsteht, und arbeiten oft ihr ganzes Leben dort. Das sorgt zum einen für eine hohe fachliche Kompetenz und schafft zum anderen ein tiefes Vertrauen zu Kunden und Zulieferern. Man kennt sich seit Jahrzehnten und beschließt Geschäfte per Handschlag. Denn mittelständische Familienunternehmen legen Wert auf langfristige Verbindungen und Beziehungen.

Bei aller Tradition sind die Betriebe jedoch alles andere als altmodisch und unbeweglich. Aus dem Österreich-Report geht zum Beispiel hervor, dass 66 Prozent der österreichischen Familienbetriebe ihre digitalen Fähigkeiten in den kommenden zwei Jahren deutlich ausbauen werden. So steht vor allem die nachwachsende Generation der Möbelindustrie in Österreich für Erfindergeist und eine hohe Individualisierung der Produkte. Die sogenannten Millennials und Digital Natives sind mit dem Smartphone aufgewachsen. Digitale und globale Themen gehören ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag und Industrie 4.0 sowie prozessorientiertes Denken werden eher als Herausforderung denn als Pflicht empfunden. Auf diese Weise ergänzen sich die Generationen und Junior und Senior wachsen als Data-Spezialist und erfahrener Unternehmer zu einem starken Gespann zusammen. Der Nachwuchs gilt als Innovationsbereiter für Nischen und Details, legt neue Strukturen und betreibt permanente Prozess-Optimierung, um den großen Konzernen Paroli zu bieten. „Die Familienunternehmen der Österreichischen Möbelindustrie sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Sie investieren viel in Entwicklungsarbeit und sind auch international sehr begehrt“, unterstreicht Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. „Ob smarte Funktionen, neue Oberflächen oder nachhaltige Fertigungstechnologien – Möbel aus Österreich verbinden kompetente Materialkenntnis und explizite Wertarbeit zu einem anspruchsvollen Lifestyle mit hohem Designanspruch.“ Gerade in den aktuellen schnelllebigen Zeiten können die kleineren Betriebe ihre Stärken wie Flexibilität, Innovation und konsequentes Qualitätsmanagement ausspielen. Dazu gehören auch schnelle Entscheidungen und eine erhöhte Effizienz in der Fertigung. Das Ergebnis: Ein gekonnter Mix aus modernen CNC-Technologien und traditionellem Handwerk, der den aktuellen Megatrend nach authentischen Materialien sowie Möbeln mit hohem Individualisierungs- und Funktionsfaktor optimal bedient und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Österreichischen Möbelindustrie spürbar anhebt.

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